Hallo Johannes, da hat sich ein Fehlerteufel eingeschlichen. Es muss natürlich heissen
GRUB 2: GRUB ist in den MBR von HDD 0 Part 1 und HDD 1 Part 1 eingetragen. Viele Grüße Georg -------- Original-Nachricht -------- Hallo Johannes, danke für die Info. Mein Server hat zwei baugleiche Platten a 500 GB. Derzeit ist das System wie folgt konfiguriert: Software RAID: RAID 1, md0, HDD 0 Part 0 und HDD 1 Part 0, kein Spare, 1 GB, als /boot HDD 0 Part 1 und HDD 1 Part 1 als SWAP, 8 GB, als SWAP RAID 1, md1, HDD 0 Part 2 und HDD 1 Part 2, kein Spare, 15 GB, als / RAID 1, md2, HDD 0 Part 3 und HDD 1 Part 3, kein Spare, ca. 476 GB, als /data LVM 2: Physical Volumes: md1 und md2 Volume Groups: vg0 = md1 und vg0 = md2 Logical Volumes: lv0 = vg0 und lv0 = vg0 GRUB 2: GRUB ist in den MBR von HDD 1 Part 1 und HDD 2 Part 1 eingetragen. Es läuft noch eine alte 15 GB Platte mit, die ein vollständiges Linux enthält. Konfiguration ist Boot 1 GB, Swap 1 GB, Root 4 GB, Daten 10 GB. Soll ggfs. als Rettungssystem und als Basissystem fürs Anstoßen von Backups der beiden anderen HDD's dienen. Da ich noch nicht weiss, wieviel Platz ich für die einzelnen Laufwerke benötige, habe ich mich dafür entscheiden, in den normalen FHS alle Software zu installieren, die ich gerne nutzen möchte. In einem nächsten Schritt, lese ich den Platzbedarf in den einzelnen Verzeichnissen aus und richte mit LVM dann die Laufwerke entsprechend ein. Der Prozessor in meinem Server ist ein AMD-VT und unterstützt VM's. Ich habe mir VMWare, KVM und VirtualBox angesehen. Bisher bin ich noch im Entscheidungsprozess. Auf der einen Seite möchte ich KVM auf dem Server ausprobieren, auf der anderen Seite hilft mir in der täglichen Arbeit eine VM, die auch unter Windows lauffähig ist, weiter. Aussagen über eine Zusammenarbeit von Software-RAID, LVM und KVM bzw. VirtualBox habe ich bisher im Netz nicht gefunden. Solange es keine negativen Berichte gibt, gehe ich davon aus, dass alles prima zusammenarbeitet. Viele Grüße Georg -------- Original-Nachricht -------- > Datum: Sun, 13 May 2012 11:18:43 +0200 > Von: Johannes Hubertz <[email protected]> > An: [email protected], [email protected] > Betreff: Re: [Trolug] Professionelle Systemkonfiguration (1) > -----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- > Hash: SHA1 > > Hallo Georg, > > nimm LVM, damit Du einzelne Volumes je einer VM zuordnen kannst. Damit > vermeidest Du, filesystem auf filesystem zu haben. > > Ich gehe stillschweigend davon aus, dass Du KVM nutzt. Tut einfach > gut. Und mit virsh kannst Du alles was das Herz begehrt, scripten. > > Freundliche Grüße aus dem Kölner Süden > Frohes Schaffen > > Johannes > > > On 13.05.2012 10:22, [email protected] wrote: > > Hallo zusammen, > > > > derzeit beschäftige ich mich damit, wie ich einen professionellen > > Root-Server aufsehen kann, der Dienstleistungen für Kunden > > erbringt. Also ein Produktionssystem darstellt. Dabei habe ich mit > > der Partitionierung angefangen. Ich stelle hier mal meine > > bisherigen Ergebnisse rein. Vielleicht ist das für den ein oder > > anderen, der neu in das Thema einsteigt, interessant. > > > > Viele Grüße > > > > Georg > > > > PS: Die Formatierung kann ggfs. durch den Mailer oder Mail-Client > > leiden. Dann einfach in einen Texteditor kopieren und abspeichern. > > > > Partitionierung --------------- 1. Boot-Partition Anmerkung: Die > > Boot-Partiition muss am Anfang der Festplatte liegen. Sie wird in > > /boot eingehangen. Aus Sicherheitsgruenden kann das Einhaengen auch > > ganz unterbleiben. Der Bootloader greift ueber seinen eigenen > > Mechanismus auf die Dateien zu. 2. Auslagerungspartition Anmerkung: > > Fuer eine gute Performance sollte die Swap-Partition auch am Anfang > > liegen. Am besten direkt nach der Boot-Partition. Sie wird nicht in > > den Verzeichnisbaum eingehangen. Muss jedoch in /etc/fstab > > entsprechend aufgefuehrt werden. 3. Danach folgen die > > Systempartitionen (2, 3, 4) : a) Systempartition 1: /, /bin, /dev, > > /etc, /lib, /lost+found, /media, /mnt, /root, /sbin, b) > > Systempartition 2: /usr Anmerkung: /usr enthaelt Programme, die, > > wenn keine neuen Programme installiert werden, statisch sind. /usr > > kann aus Sicherheitsgruenden "readonly" eingehaengt werden (5, 6). > > Das sollte jedoch nur getan werden, wenn /usr/local eine eigene > > Partition erhaelt. c) Systempartition 3: /usr/local Anmerkung: > > /usr/local enthaelt Programme, die nicht mir der Distribution > > geliefert wurden, z. B. Programme, die der Administrator selbst aus > > den Quellen konpiliert hat oder eigene Software. Falls das System > > sehr an eigene Beduerfnisse angepasst wird, kann /usr/local auf > > eine eigene Partition geschrieben werden (6). d) Systempartition 4: > > /opt (6) Anmerkung: Enthaelt grosse Softwarepakete, die in der > > Distribution optional sind, z. B. KDE, GNOME, oder die nicht zur > > Distribution gehoeren, z. B. OpenOffice. /opt kann eine eigene > > Partition erhalten oder per Symlink unter /usr/opt eingehaengt > > werden. /opt enthaelt wie /usr statische Daten und kann daher auch > > "readonly" eingehaengt werden. e) Systempartition 5: /var > > Anmerkung: Enthaelt Dateien, die sich staendig aendern, z. B. > > Protokolldateien und temporaere Dateien fuer Druck, Fax und Mail. > > f) Systempartition 6: /tmp Anmerkung: Die Dateien aendern sich oft. > > Wenn /tmp voll laeuft, kann das System einfrieren. Deshalb muss > > /tmp auf eine eigene Partition geschrieben oder, wenn dies nicht > > der Fall ist, mit Quotas versehen werden (6). g) Systempartition 7: > > /srv (7, 8) Anmerkung: Ist nicht Teil des File System Hierarchy > > Standards (FHS). Hier werden Dateien der Server-Dienste, z. B. > > Web-, File-, Mailserver, untergebracht. Eine Struktur fuer /srv > > koennte so aussehen: /srv/var /mail # klassische > > Unix-Postfaecher /spool /mail # IMAP-Server Cyrus /lib # > > Datenbank-Dateien /mysql /pgsql # oder /postgres # > > PostGres-Datenbanken unter Debian Fuer diese Verzeichnisse muessen > > Symlinks aus den Verzeichnissen des FHS hierher angelegt werden. 4. > > Danach folgen die Datenpartitionen: a) Datenpartition 1: /home > > Anmerkung: /home enthaelt die Daten und Postfaecher der Benutzer. > > b) Datenpartition 2 .. x: /disks/diskname-1 .. diskname-1 > > Anmerkung: /disks enthaelt weitere Anwendungsdaten. Anmerkung: > > /proc und /sys sind keine Dateisysteme auf der Festplatte, sondern > > virtuelle Dateisysteme, die beim Start des Systems dynamisch > > erzeugt werden. /proc enthaelt Kernelschnittstellen. /sys ebenso, > > jedoch erst ab Kernel 2.6. (1) Quellen: (1) > > http://wiki.ubuntuusers.de/Verzeichnisstruktur (2) Barth, Wolfgang: > > Datensicherung unter Linux, 2004, p. 29 ff (3) Dalheimer, Matthias > > Kall, Welsh, Matt: Running Linux, 5th Edition, 2005, p. 127 ff (4) > > Hetze, Sebastian, et. al.: Linux Anwendungerhandbuch, 5. Aufl., > > 1995, p. 22, p. 38 ff (5) Barth, Wolfgang: Datensicherung unter > > Linux, 2004, p. 30 (6) Schaefer, Stefan: Root-Server, p. 356 ff (7) > > Barth, Wolfgang: Datensicherung unter Linux, 2004, p. 31 (8) > > Schaefer, Stefan: Root-Server, p. 359 > > > > _______________________________________________ Trolug_trolug.de > > mailing list [email protected] > > https://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/trolug_trolug.de > > > - -- > Johannes Hubertz > > Geschäftsführender Gesellschafter der hubertz-it-consulting GmbH > Sitz: Grengeler Mauspfad 111a, D-51147 Köln, European Common, > Handelsregister: Köln HRB55865, Ust.-ID Nr.: DE814465092 > Tel.: +49 (0) 1607421564 Electronic Mail: [email protected] > GnuPG Fingerprint: a81f e2da f1f9 a0e3 be20 b2b0 005e a2e3 cff5 a06f > > Ihr Service für Datenschutz und Informationssicherheit: > Verlässliche Netzwerke für vertrauliche Kommunikation > -----BEGIN PGP SIGNATURE----- > Version: GnuPG v1.4.12 (GNU/Linux) > Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org/ > > iEYEARECAAYFAk+vfG8ACgkQAF6i48/1oG++xwCcCx2oeB/yQpjIZNViqlY65/ZK > FwsAn2wmi1ityh3cn+yEggDnCfXAJDuP > =HHih > -----END PGP SIGNATURE----- > _______________________________________________ > Trolug_trolug.de mailing list > [email protected] > https://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/trolug_trolug.de _______________________________________________ Trolug_trolug.de mailing list [email protected] https://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/trolug_trolug.de _______________________________________________ Trolug_trolug.de mailing list [email protected] https://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/trolug_trolug.de
