Hallo Nino, > >> ich wollte eigentlich wissen ob man eine Datenbank-Anwendung (eigenes >> Programm bestehend aus Formularen und) aus MS-Access in LibreOffice >> übernehmen kann? > > Nein, das geht nicht. > > Eine Access-Datenbank kann zwar vom Datenbank-Modul LibreOffice Base aus > angesprochen werden, das geht aber nur mittels ODBC-Treiber. Access muss > daher auf dem betreffenden Rechner trotzdem installiert sein und laufen.
Kann eigentlich nicht sein. Ich habe noch nie eine Access-Datenbank getestet, aber unter Linux gibt es z.B. die mdbtools und eine entsprechende ODBC-Verbindung. Außerdem gibt es hier einen Treiber für die direkte Verbindung, der aber schon recht alt ist: http://www.openoffice.org/dba/drivers/mdb/index.html > > Auch was das Portieren von Anwendungen betrifft: Das in LibreOffice > verwendete StarBasic weicht von Microsofts VBA, vor allem in Bezug auf > das Objektmodell, recht stark ab, so dass eine Portierung - wenn > überhaupt - nur mit einem nicht unerheblichen Aufwand möglich ist. Nicht jede Datenbank muss zwangsläufig mit Makros daher kommen. Das geht auch ganz gut ohne ... > Hier > wäre u.U. eine Neu-Programmierung die bessere Variante, zumal in > LibreOffice mittlerweile wohl auch unter Python programmiert werden kann > (ich habe es noch nicht ausprobiert). Das Wichtige werden wohl die Daten sein, und an die kommt der User schon ran. Abfragen, Formulare und Berichte müssen allerdings neu gebaut werden. Hier ist sicher die Orientierung in Richtung der folgenden Foren sinnvoll: http://www.libreoffice-forum.de/viewforum.php?f=10 http://de.openoffice.info/viewforum.php?f=8 Bei Formularen gibt es da etwas unterschiedliche Nutzungskonzepte. Access-Nutzer scheinen ein Listenfeld vor allem als Auswahlfeld zum Filtern zu nutzen und wenig mit Tabellenkontrollfeldern zu tun zu haben - wie gesagt: Access kenne ich nicht weiter, aber die Nachfragen in den Foren lassen darauf schließen. > > Hinzu kommt, dass die von Base verwendete interne Datenbank (HSQLDB) in > ihrer momentanen Version etwas langsam und fehlerträchtig ist, so dass > man LibreOffice Base zurzeit nicht unbedingt als "Standalone"-Datenbank > verwenden sollte. Langsam bei Datenmengen ab deutlich über 10000 Datensätzen in einer Tabelle - das muss wohl dazu gesagt werden. Fehlerträchtig kann ich nicht bestätigen. Das einzige anfällige Modul ist der Report-Builder. Und der ist tatsächlich nur beim Editieren sehr absturzgefährdet. > Diesen Sommer soll aber die HSQLDB durch Firebird > ersetzt werden, so dass zumindest eine Hoffnung auf Besserung für die > kommenden Versionen besteht. Na ja, eine Umstellung auf eine andere Datenbank wird schon lange diskutiert. Als damals OOo 3.2 raus kam wurde angegeben, dass die nächste Vollversion (also 4.*) mit einer neuen internen Datenbank laufen würde. Und das ist bisher einige Jährchen her. Momentan wird die Diskussion auch noch geführt: https://bugs.freedesktop.org/show_bug.cgi?id=51781 So einfach ist schließlich nicht der Ersatz. Immerhin müssen ja die alten Datenbanken weiter parallel genutzt werden können, und das verlangt dann wohl einen erheblichen Mehraufwand an Programmierung (interne alte HSQLDB und interne xyzDatenbank). Da gibt es zwar viele Leute, die sich eine neue interne Datenbank wünschen, aber nur sehr wenige, die in der Beziehung auch irgendetwas umsetzen könnten. Gruß Robert -- Liste abmelden mit E-Mail an: [email protected] Probleme? http://de.libreoffice.org/hilfe-kontakt/mailing-listen/abmeldung-liste/ Tipps zu Listenmails: http://wiki.documentfoundation.org/Netiquette/de Listenarchiv: http://listarchives.libreoffice.org/de/users/ Alle E-Mails an diese Liste werden unlöschbar öffentlich archiviert
