Hallo Andreas,

On Wed, Jun 22, 2005 at 08:46:20PM +0200, Andreas Borutta wrote:
> Christian Lohmaier schrieb:
> > [...]
> > Genau. Absatzvorlagen gibt es in einem Dokument nur wenige. Da kann man
> > ruhig das Stylistenfenster auf Zeichenvorlagen stellen und die
> > Absatzvorlagen über das Dropdownfeld oder eben per Tastaturbefehl
> > zuweisen.
> 
> Wir argumentieren von verschiedenen Richtungen. Du versuchst eine
> Lösung zu rechtfertigen, die das Ziel mit Workarounds /irgendwie/
> erreicht.

Das sehe ich anders. Ich argumentiere gegen eine Lösung die meiner
Meinung nach keinen wirklichen Mehrwert bringt.

> [...] 
> Nur nochmal der Vollständigkeit halber inhaltlich zu Deinem Kommentar:
> Meiner Einschätzung nach kommen in aller Regel mehr Absatzvorlagen als
> Zeichenvorlagen in Standarddokumenten zum Einsatz.

So? Wieviele Absatzvorlagen hast Du denn in Deinem Dokument?
Überschriften, Textkörper, evtl. Zitat und was noch?

Es geht ja auch nicht in erster Linie um die Anzahl, sondern das wobei
man häufiger umschalten muß. Die Überschriften gehen bequem per
Tastaturshortcut, die anderen über das Dropdownfeld.

Zeichenvorlagen verwendet man zwar auch nicht viele (evt. betont,
inline-Zitat,..) aber man hat dafür i.d.R. auch keinen Shortcut. Auch
ist es leichter einen kompletten Absatz nachträglich zu formatieren als
am Ende die einzelnen Wörter zu suchen die man mit der Zeichenvorlage
formatieren will.

> Das Dropdownfeld erfüllt das wesentliche Kriterium "alle häufig
> genutzten Funktionen sind auf einen Blick sichtbar und in einem
> einzigen Schritt erreichbar" nicht.

Aber es erfüllt den Punkt: Nimmt nicht ständig Platz weg wenn es nicht
gebraucht wird.

> >> Von dem Doppelgemoppel - Dropdownfeld plus Stylist - halte und hielt
> >> ich noch nie etwas. Das führt nur zu der eben erwähnten
> >> "Überladenheit".
> > 
> > Aber das was Du willst ist doch Doppelgemoppel³ 
>                                                 ^
> Hhmm. Die Fußnote sehe ich hier im Posting nicht.

Ist auch keine Fußnote, sondern ein "hoch drei"

> Vielleicht verstehst Du meine Idee noch miss.

Glaube ich nicht. Ich halte sie nur nicht für wünschenswert. Ich würde
sie jedenfalls nicht verwenden.

> In der von mir vorgeschlagenen Möglichkeit kommt der Anwender mit
> einer einzigen Toolbar für Standardaufgaben aus. Darauf ist nichts
> doppelt.

Du sagst: das Dropdown-Feld ist schon doppelt gemoppelt. Du willst
zusätzlich zum Stylisten und dem Dropdownfeld noch eine komplette
Toolbar. Wenn das nicht doppelt gemoppelt ist.

> >> [...]
> >> Ob es wirklich zu keinerlei unerwünschten Nebenwirkungen führt, wenn
> >> man nicht die "Standard-Vorlagen" verwendet, habe ich noch nicht
> >> überprüft.
> > 
> > Welche sollten das denn sein? Einziges Problem könnte sein daß man beim
> > Erstellen der Vorlagen nicht die Hierarchie beachtet - das liegt aber
> > dann nicht am Prinzip, sondern am Nutzer...
> 
> Wenn der Nutzer "schuld ist", handelt es sich meist um ein Synonym für
> "die Software ist noch verbesserungsfähig" ;)
> 
> Das von Dir vorgeschlagene Verfahren bürdet dem Anwender einige
> zusätzliche Mühe auf.

Eine einmalige Mühe.
Du bürdest dem Nutzer genauso zusätzliche Mühe auf. Er muß schließlich
die Toolbar auch erst konfigurieren.

> Beim Erzeugen der Verknüpfungen und beim automatischen Nummerieren von
> Überschriften mit Hilfe von "Extras > Kapitelnummerierung >
> Reiterkarte Nummerierung > Feld Absatzvorlage" gleich ein zweites Mal.

Wiegesagt: einmalig. Aber es sei natürlich auch hinzugefügt das diese
Lösung nur für die Leute ein Vorschlag ist die sowas (ähnliches) haben
wollen wie deine Mehode.

> An dieser Stelle - da ich es für die Version 2.0 noch nicht geprüft
> habe: Ist es eigentlich nun möglich den Absatzvorlagen "Überschrift n"
> folgende Nummerierung ohne harte Formatierung über 
> "Extras > Kapitelnummerierung" zuzuweisen?

Hä? Was ist da hart formatiert? Das unten geht doch schon immer.

> | 1 Überschrift Ebene 1
> | 1.1 Überschrift Ebene 2
> | 1.2 Überschrift Ebene 2
> | 1.2.1 Überschrift Ebene 3
> | 2 Überschrift Ebene 1
> 
> >>>> [...]
> >> [...] 
> > Das mit dem besser verstehen ist nur wichtig wenn es Anwendungen sind
> > bei der der Nutzer nur einmal/unregelmäßig davorsteht. (Maut-Terminals,
> > öffentliche Internet-Terminals,...)
> 
> Manche Anwender nutzen ihre Textverarbeitung wochenlang nicht.
> Sie sind dann beim Starten fast in der Situation eines Erst-Anwenders.

Die nutzen dann aber die Features dann auch nicht. Die haben eine
elektronische Schreibmaschine vor sich.

> [...] 
> >> Ob diese Frage schon in Usability-Untersuchungen mit OOo untersucht
> >> wurde kann ich nicht sagen.
> > 
> > Bzgl. der Symbolleistenfrage Text <-> Symbol?
> 
> Genau.
> 
> > Was sollte das bringen? Auch wenn Text tatsächlich vorteilhafter sein
> > sollte (was ich wiegesagt stark anzweifle) dann wären die Symbolleisten
> > immer noch viel zu klein um alle Elemente als Text darzustellen.
> 
> Das stelle ich bei den aktuellen Displaygrößen in Frage.
> BTW bin ich nicht der Überzeugung, dass /jedes/ Icon schlechter
> verstanden wird, als seine Entsprechung als Text.

Ich sage: Bei nur Text ist es deutlich schwieriger die Schaltfläche als
die gewünschte zu identifizieren. Es ist nicht damit getan daß man bei
der einzelnen Schaltfläche auf den ersten Blick versteht was sie tut.
Man muß wissen wo man diese Schaltfläche findet. Bei nur Text ist das
deutchlich schwieriger als bei eiem Icon.

Ich bestreite nicht daß ein Text-Schaltfläche besser verständlich ist
als ein Icon. Ich sage: das ist irrelevant (scheißegal). Auch mit
Textschaltflächen  läuft es darauf hinaus daß man nach einer Weile weiß
/wohin/ man klicken muß.

Und ich denke immer noch daß für Textschaltflächen einfach nicht genug
Platz ist. Schalte doch einfach mal alle Toolbars auf Text um. Du
baruchst locker doppelt so viele Zeilen verglichen mit Icons.

> [...] 
> Wir könnten einen Issue für "Memory"-Toolbars gemeinsam initiieren :)
> 
> Weder Text noch Icons. Einfach leere Schaltflächen.
> 
> Über das Belohnungssystem können wir noch debattieren :)

LOL :-) Du wirst lachen, es gibt einen Issue der eben das zum Thema hat:
Auf einmal sind die Toolbars leergefegt - aber da sind auch keine
Schaltflächen mehr drauf... (ist aber nicht reproduzierbar)

> [...] 
> > Man weiß bereits was die Schaltfläche tut, das muß man nicht jedesmal
> > wieder erklärt bekommen.
> 
> Am Ende zählt jedoch die Gesamtbilanz an investierter Zeit.

Genau. Und da ist aber die Einarbeitungszeit << Nutzungszeit

> [bunt hinterlegte Bereiche in der Toolbar] 
> Das würde uns "Memory-GUI-Freunden" aber doch gefallen, oder?

Nee, glaube ich nicht. Das würde nur ablenken und ich glaube mit der
Zeit würde mir das auf die Nerven gehen.
Das ist wieder eine Sache für die "Gelegenheits- oder Einmalnutzer"..

> 
> Aber ich erlebe immer wieder das Wecken des Interesses, wenn ich
> Anwender das Bedienkonzept mit Vorlagen erläutere und am Beispiel
> vorführe. Noch größer ist das Aha-Erlebnis, wenn ich Tastenkürzel zum
> Zuweisen von Vorlagen verwende und demonstriere, dass ich alles andere
> als ein Gedächniskünstler bin - denn die wichtigen Kürzel passen auf
> einen sehr kleinen Zettel.
> 
> Meine "Mission" für effizientes und genussvolles Arbeiten mit OOo sehe
> ich da in einer Kaskade:
> *...

Das ist etwas das geht nur in persönlicher Betreuung....

> >> [...] 
> >> Mir geht es bei meiner Nachfrage auch zunächst darum, ob ihr
> >> Funktionen als wünschenswert und nützlich anseht.
> >> Ob ihre Realisierung wahrscheinlich ist, steht auf dem nächsten Blatt.
> > 
> > Ich sehe das anders. Du kannst dann auch gleich fragen ob es
> > wünschenswert wäre daß OOo den Kaffe kocht. Klar wäre es das.
> 
> Nicht für ein Werkzeug, welches Textverarbeitung heißt.

Klar. Vergleiche hinken immer. 

> Wie auch immer: ich weiß aus Erfahrung, das in technischen Gruppen
> Debatten über das Wünschenswerte oder auch über Konzepte kaum je
> Freunde finden.
> 
> Es geht meist ausschließlich um Workarounds oder um Lösungen zu
> konkreten Aufgabenstellungen.
> Dies hat unzweifelhaft seinen Wert.
> Bei einem Projekt sind IMO jedoch Visionen und eben Diskussionen über
> das /Wünschenswerte/ ebenfalls nützlich.

Da braucht man keine Diskussion. Für jeden ist was anderes
wünschenswert. Was nutzt eine tolle Vision wenn sie nicht realisierbar
ist?

Wiegesagt: Wenn es nicht so viele andere "must have"-issues geben würde,
dann kann man sich um die Visionen kümmern, aber so hat das im Endeffekt
wenig Sinn.

Arbeit für alle - Wohlstand für alle. Alles tolle Visionen, aber nicht
unbedingt realistisch.

ciao
Christian
-- 
NP: Limp Bizkit - Behind Blue Eyes

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