Hallo,

Dr. Matthias Weisser schrieb:
> ich teile die Ansicht nicht, daß ein Schreibprogramm
> wie Writer mit solch einfachen Anforderungen
> wie das Hinzufügen eines Seitenumbruchs nicht
> souverän umgehen können muss.

Es geht hier *nicht* um eine (oder meine) Ansicht, es geht um die
Beschreibung der realen Gegebenheiten.
Umd es geht nicht um ein "Schreibprogramm", denn was ist das
eigentlich - Writer ist eine Textverarbeitung und das meint in der
Auslegung des Begriffes Textverarbeitung wie er im IT-Bereich
üblicherweise ausgelegt wird eine *fließtextorientiertes* Programm zum
Erstellen/Bearbeiten von Texten.

> Hier zu empfehlen auf ein DTP-Programm aus-
> zuweichen grenzt für meine Begriffe an Hohn.

Ganz und garnicht. Ich versuche hier zu helfen und verhöhne niemanden.
Ich empfehle einfach das zur Aufgabe passende Werkzeug.

> Wie tief kann die Benutzerfreundlichkeit noch sinken?

Ich verstehe diese abwertenden Kommentare wirklich nicht, ich habe die
Situation dargelegt wie sie sachlich ist.

Eine fließtextorientierte Textverarbeitung hat bestimmte Eigenschaften
die ihrem "Arbeitsprinzip" entspringen, ein DTP-Programm hat andere
Eigenschaften die seinem "Arbeitsprinzip" entspringen. Beide
Arbeitsprinzipien sind von Grundsatz her *nicht* in einem Programm zu
vereinigen, obwohl sich beide mit der Bearbeitung von Texten befassen.
Im Vergleich gibt es den Otto-Motor und es gibt Elektromotoren und Beide
dienen dazu etwas anzutreiben, beide haben Vor- und Nachteile, aber
beide haben ganz unterschiedliche "Arbeitsprinzipien" und sowenig wie
ich die Vorteile von Otto- und Elektromotor in *einem* Motor vereinigen
kann so wenig kann ich die Prinzipien von DTP und
Fließtexttextverarbeitung in einem Programm vereinigen.

Oh, ja - natürlich, ich kann in ein Auto einen Otto- und einen
Elektromotor gleichzeitig einbauen, nur beide Motoren sind sauber
getrennt obwohl sie einer Aufgabe (dem Antriebs des Autos) dienen. In
dieser Art und weise könnte ich auch FließtextTextverarbeitung und
DTP-Programm in ein Programm einbauen und die innere Arbeitsweise vor
dem Nutzer verstecken, nämlich die Tatsache das da immer noch zwei
Programme im Hintergrund werkeln.
Der sachliche Grund das nicht zu tun ist das Universalwerkzeuge i.A.
schlechter sind als die Verwendung verschiedener spezialisierter
Werkzeuge je nach Einsatzzweck. Und so wir über Programme reden, reden
wir über eine Aufblähung des Codes mit allen Nachteilen. Schon heute
gibt es Probleme die Fehler in OOo zu beseitigen das dargestellte
Szenario würde das verschärfen.

> Es wäre aus meiner Sicht ein tolles Programm,
> wenn die Basics einfach gingen und zuverlässig.

Sind wir sofort einig, nur an der *spezifischen* Stelle über die wir
hier gerade reden geht es ebend nicht um Basics (i.S. geringfügigen
'Bedienproblemen' o.ä.) sondern um zwei elementar unterschiedliche
Prinzipien der Bearbeitung von Texten.


Gruß
Jörg


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