Hallo John,
John Kirste schrieb:
Bei Calc, Excel & Co. sind derartige Sachen schwierig. Es geht hier auch
nicht um eine einfache Summenformel über zwei Felder. Es kommt immer
wieder vor, dass komplexe Formeln und Verweise auf andere
Tabellendokumente hinzukommen. Wenn ein (!) geöffnetes Blatt dann im
Hintergrund auf über 50 weitere selbständige Tabellendateien (nicht
Arbeitsblätter im selben Dokument) zugreift und selbst der Ersteller
nicht mehr in der Lage ist anzugeben, welche das sind, kann das zu einem
Problem für das Unternehmen werden. Eine Dokumentation liegt natürlich
nicht vor. Eine fahrlässige Manipulation einer Datei durch
versehentliches Ändern einer Formel würde möglicherweise erst viel zu
spät auffallen.
Dann geht es nicht darum, bestimmen Calc-Funktionen zu beschränken,
sondern in vorhandenen Dokumenten das Verändern von Zellinhalten zu
unterbinden.
Aus diesem Wildwuchs an
Eigenprogrammierung ergäbe sich ein erhebliches Risiko für das
Unternehmen.
Das ist keine Frage von Eigenprogrammierung, sondern wie es durchgeführt
wurde.
Das ist ja wohl das tollste! Ein Risiko aus Formeln in einer
Tabellenkalkulation? Also vielleicht ein Sicherheitsprüfer in Sachen
PC's und Datenspionage?
Der Mensch will doch wohl nicht behaupten, das er aller Funktionen in
einer "fertigen" wirtschaftlichen Software versteht (oder gar als sicher
einstufen kann)?
Das braucht er auch nicht, weil es nicht seine Aufgabe ist. Die besteht
darin, uns zu fragen, ob wir das können... Und bei einer entsprechenden
Antwort steht dann im Bericht für den Vorstand ein Hinweis, dass es eine
Vielzahl von Tabellen gibt, die -einfach gesagt- nur einer verstanden
hat, aufgrund deren Rechenergebnissen aber Entscheidungen getroffen
werden, die für das wirtschaftliche Ergebnis von erheblicher Bedeutung
sind.
Formeln in Tabellenkalkulationen sind doch glasklar nachvollziehbar
(wenn auch vielleicht nicht auf einen Schlag und in ein paar Minuten).
Bei o.a. Beispiel viel zu lange, um innerhalb der für den
Geschäftsbetrieb gesetzten Fristen ein Problem analysieren zu können.
Die Programme (egal welches Office man nun nimmt) sind zudem immer im
Userspace geladen, und haben damit keinerlei Rechte auf administrative
Zugriffe.
Daher ja mein Ansatz, über Policies im Netzwerk bestimmte Funktionen
oder Funktionsgruppen blockieren zu können.
Das würde aber nicht euer Problem lösen, denn der Murks steckt in den
vorhandenen Tabellen. Habt ihr parallel eine Datenbank oder steht bei
euch alles in Tabellen?
Ich denke das einfachste wird es sein, das die Personen, die die
Tabellen angelegt haben, sich hinsetzten und sich die Dokumente mit
Formeln ausdrucken lassen (oder in der Seitenansicht die Formeln
darstellen lassen.
Dann können die Personen "ihre" Masterdokumente mit Notizen zu den
Formeln versehen - in denen alles erklärt wird.
Das ist das Ziel für die bestehenden Dokumente.
Es hört sich so an, als ob es mit Kommentieren nicht getan ist.
Daraufhin, kann dann der jeweilige Ersteller der Tabelle ggf. noch eine
zweite Person einweisen.
Guter Ansatz, in der Praxis kaum realisierbar, wenn ein
programmierlustiger Mitarbeiter von Kollegen umgeben ist, die möglichst
wenig mit dem Computer zu tun haben wollen.
Ab einer gewissen Größe und Kompexität des Datenbestandes und der
Auswertungsanforderungen braucht man keinen "programmierlustigen
Mitarbeiter" sondern einen Informatiker.
mfG
Regina
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