Hi Irmhild! Am Sonntag, den 29.11.2009, 18:27 +0100 schrieb Irmhild Rogalla: > Hi * > > aus dem Zusammenhang nachgefragt: > > > Bis dahin kostet es Anwendern teilweise viel Zeit und Aufwand, um sich > > in OpenOffice.org einzuarbeiten. Und dieser Aufwand ist manchmal eben > > überproportional hoch - gemessen an der zu lösenden Aufgabe. Ein mal > > eben so aus der Kiste gegriffenes Beispiel: Einfügen einer Seite im > > Querformat in Writer, > > das hätte ich schon ein paarmal gebrauchen können (und habe es auch > immer 'irgendwie' hingetrickst) aber wie geht es wirklich: über > Abschnittsvorlagen definieren (also harten Umbruch mit entsprechender > Vorlage danach)? Oder gibt es (inzwischen) eine einfachere Möglichkeit?
Leider nicht, das ist das weiterhin gültige Vorgehen. Und von solchen kleinen, manchmal nervtötenden, Sachen gibt es noch eine ganze Menge. Und weiterhin im Zusammenhang: Das Writer-Team arbeitet inzwischen an kleinen Verbesserungen in diesem Bereich. So gibt es inzwischen eine entsprechende Seitenformatvorlage "Querformat". Denn bis jetzt war es mehr als frustrierend, wenn man erst im Dialog für den Seitenumbruch festgestellt hat, dass man erst noch 'ne passende Vorlage erstellen muss. > Und - einfach aus Neugierde: Wie hängt das mit dem Systemmodell von OOo > zusammen und wo kann ich was über das Systemmodell nachlesen? Hier drifte ich mal ein wenig ab, okay? Wen es nicht interessiert, einfach ignorieren... Hier schauen wir ein wenig in den Topf wie Anwender (also wir alle) mit bestimmten technischen Dingen (Software, Autos, ...) umgehen. Das Systemmodell beschreibt den echten Aufbau des technischen Produkts, also wie es tatsächlich funktioniert. Das kann unterschiedlich detailliert sein, z. B. beim Auto: Anlasser, Generator, ESP, ... bis zum echten mikroskopisch kleinen Benzin-Spraynebeltropfen-Verbrennungsvorgang im Zylinder. Bezogen auf OpenOffice.org ist das der detaillierte technische Aufbau der Software selbst - bestimmte Funktionen, Architektur bis Quellcode. So gesehen ist das nachlesbar, aber sicherlich ziemlich komplex :-) Ist es erforderlich für Anwender das zu wissen? Nö. Der Anwender macht sich sein eigenes Bild, indem er das technische Produkt (oder Teile davon) beobachtet und aus dem Verhalten (Klick darauf macht immer XY), der Optik (Buttons sehen immer gleich aus) und der Dokumentation (andere Zusammenhänge). Diese "gedachte" Funktionsweise nennt sich "mentales Modell" und wird "unbewusst" erworben. Die Software kann technisch völlig anders aufgebaut sein. Und warum ist das "mentale Modell" gut? Nicht jeder möchte sofort für jeden Alltagsgegenstand in technische Details eintauchen. Daher ist es manchmal sogar sinnvoll, wenn man Produkte/Funktionen so entwickelt, dass sie sich anders zeigen als sie eigentlich im Innern funktionieren. Denn so kann man das bereits woanders gewonnene Wissen nutzen ... und spart enorm an Einarbeitungsaufwand. Das setzt voraus, dass man die Denkweise und die Erwartungen von Anwendern gut kennt. Ein großes Feld für Pädagogen, Psychologen, Ergonomen, Arbeitswissenschaftlern, Kommunikationsdesignern ... was man halt für gute Produkte so braucht :-) Übrigens ein schönes Beispiel für ein in früher Jugend gewonnenes mentales Modell ist der Kühlschrank. Immer dann, wenn man im Kühlschrank etwas "erledigt" ist das Licht an. Einfachste Schlussfolgerung: Das Licht ist immer an. Bei manchen Leuten hält diese gewonnene Erkenntnis bis ins hohe Alter. Und sie stört gar nicht im Alltag ;-) Okay, genug geplappert. Vielleicht was es ja trotzdem etwas interessant mal einen Blick in einen kleinen Teil unserer Inhalte zu bekommen. Viele Grüße, Christoph --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [email protected] For additional commands, e-mail: [email protected]
