Hallo Raccet, *,

Du wirfst durchaus berechtigte Fragen auf, die Schwierigkeiten liegen
jedoch eher nicht darin das die Probleme nicht bekannt wären, sondern
das sich lediglich niemand ihrer Beseitigung angenommen hat.

Raccet schrieb:
> 1. Bei der Entwicklung von OpenOffice sollte mehr Gewicht auf
> ordentliche Vorlagen gelegt werden, als auf die Einbindung
> neuer Features.
>
> Begründung:
> Die Vorlagen von OpenOffice wirken unausgereift.

Welche Vorlagen sind gemeint? Auch in der aktuellen Version 3.2.1 bringt
OOo lediglich 2 Präsentationsvorlagen mit und einige
Präsentationshintergründe.
Sofern es darum ginge diese Vorlagen zu erweitern (also auch
Writer-Vorlagen etc.) dürften die Probleme eher administrartiv denn
technisch sein, da seit Jahren kein Verfahren gefunden werden konnte wie
Vorlagen in das Installationspaket aufgenommen werden können.
Mutmaßlich geht es dabei darum das StarOffice hier seinen Vorteil der
Vorlagenverfügbarkeit direkt im Installationspaket haben will. Diese
Dinge müßten also zunächst einmal gelöst sein, was meines Wissens seit
Jahren in der Schwebe ist, insofern die bestehende Situation nicht
verändert werden konnte.
Vorlagen ansich stünden sicher Etliche zur Verfügung bzw. könnten
schnell verfügbar gemacht werden.

Die, ausgehend vom Link im Vorlagenfenster, aus dem Vorlagenfenster
online erreichbaren Vorlagen sind hingegen strenggenommen nicht alle OOo
zuzurechnen da dort jeder Vorlagen hochladen kann.
(sofern Du OOo bereits mit der puren REgistrierunmg bei OOo gleichsetzt,
wären das formal natürlich alles OOo-Vorlgen weil niemand ohne
REhgistrierung vorlagen hochladen kann)

> 2. OpenOffice sollte für jedermann leicht erweiterbar sein. =>
individualisierbar!

ohne Zweifel

> Das Programmieren von Makros und Extensions sollte so einfach wie
möglich sein.
> Dafür muss einerseits die Programmiersprache so einfach wie möglich
gehalten sein

Es ist natürlich auch die Frage wie man Maßstäbe setzt, allerdings ist
z.B. StarBasic im Wesentlichen auf gleichem 'Einfachheits-Niveau' wie
VBA, lediglich das Objektmodell bzw. die API in OOo sind
komplexer/komplizierter - wobei die praktischen Probleme damit eher
weniger zu tuin  haben, sondern es eher darum geht das weniger Leute
StarBasic nutzen als VBA, deshalb weitaus weniger StarBasic-Code
potentiell veröffentlicht wird an dem sich Einsteiger orientieren
können.

Andererseits dürften sowohl VBA/MS Office als auch StarBasic/OOo bei
WEitem noch nicht auf dem Einfachheitsniveau sein um von wirklich jedem
genutzt werden zu können, was man da zuküntig verbessern kann, muß die
Zukunft erweisen.

> und andererseits sollte ein kurzes, aber ausreichendes Tutorial für
den Anfänger
> verfügbar sein.

Es gibt inzwischen so viele Bücher oder auch die Dokumente von Pitoniak
oder die StarBasic-FAQ, so das das (Tutorial für Anfänger) als erfüllt
gelten darf.
Links zum Pitoniak-Dokument und zur Starbasic-FAQ siehe z.B. in:
http://www.calc-info.de/links.htm#makroprogrammierung

> 3. Der Extension-Manager sollte verbessert werden.

> Begründung:
> Der Extension-Manager stürzt ab

dann bitte konkrete FEhlermeldung in issuzilla schreiben

> (Fehlerbericht im Anhang)

Abhänge haben hier auf der mailingliste nichts zu suchen

> Der Extension-Manager sollte sich eher am Firefox-Extension-Manager
> oder sich an Apple's AppStore orientieren. Er sollte dazu beitragen,
> dass die Community Extensions untereinander austauschen kann.

Ich bin über Beides (Apple und FF) nicht genug im DEtail informiert,
bezweifle jedoch das die dortigen Mechanismen zum _Austauschen_ von
Erweiterungen spezielle Möglichkeiten bieten.
Ob man solche Möglichkeiten für den Extensionmanager in OOo schaffen
sollte, müßte diskutiert werden.

> Vielleicht kann es auch wie Apple mit dem AppStore machen

nach Allem was ich technisch darüber höre - eher nicht

> und kommerzielle Extensions zum Verkauf anbinden.

das ist heute schon der Fall, so ich für die Extension-Seite von OOo ()
keine Beschränkung hinsichtlich kommerzieller Extensions kenne, es
müssen eben nur kommerzielle Anbieter entsprechende Angebote machen, was
aber, wie gesagt, auch bereits der Fall ist, z.B. Duden-Extension für
Rechtschgreibprüfung

> Das dadurch erwirtschaftete Geld könnte OpenOffice zu Gute kommen
> (in welcher Form auch immer).

Auch das ist heute bereits möglich, so jeder kommerzielle Anbieter
Gelder auch an z.B. den OOoDeV (www.ooodev.org) spenden kann.
(OpenOffice.org als Solches kann jedoch rechtlich nicht mit Geldern
umgehen, weil es derzeitig keine dafür adäquate
Struktur/Organisationsform hat, aber deshalb gibt es ja Vereine wie den
OOoDeV)

> Warum also nicht, jeden Anwender seine eigene Symbolleiste gestalten
> lassen, die er hochladen kann und mit anderen Nutzern tauschen kann?

Das ist ebenfalls schon heute möglich, indem man z.B. die Leiste als
Extension verpackt.
Sofern es hingegen um Tools zur vereinfachung ginge müßte die schlicht
jemand erarbeiten - demn steht nichts im Wege, es muß nur jemand machen.

> Mit der Zeit könnte man auf Grund der Download-Popularität vielleicht
> neue Rückschlüsse auf gewollte und ungewollte Elemente in der
> Benutzeroberfläche ziehen.

Dazu wäre es wohl eher nötig komplette Skins (wobei es mir hier nicht um
die Optik geht) zu erarbeiten.

> OpenOffice sollte neue Wege zur Mitarbeit schaffen.

ja

> Die Website hier (http://de.openoffice.org/dev/)
> enthält viel zu viel Text sieht nicht einladend aus.
> Mozilla macht hier großartige Arbeit
> (siehe: http://mozillalabs.com/conceptseries/).
> Die Website macht richtig Spaß beim surfen und wirkt richtig
einladend.

Naja, das ist zunächst nur Optik, 'neue Wege zur Mitarbeit' für OOo
würden dann gedanklich doch mehr umfassen als nur besser gestaltete
Webseiten.
Wobei das nicht gegen das verbessern der OOo-Webseiten spricht, allein
das geschieht doch bereits fortlaufend, der aktuelle Stand der Webseiten
von OOo entspricht mithin eigentlich dem was die Beteiligten (unter
berücksichtigung aller bestehenden Randumstände) zu leisten in der Lage
sind.
Es ist hier also eher die FRage das sich noch mehr kreative Köpfe
finden, denn natürlich hsat niemand etwas gegen bessere WEbseiten.



Gruß
Jörg



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