Am Donnerstag 14 Juli 2011 schrieb Andreas Säger: > Am 14.07.2011 10:28, Michael Höhne wrote: > > Irgendwie reden wir aneinander vorbei!? > > Ja, ich habe wohl an Dir vorbei geredet. > > > Fakt: Ich kann auf eine Zahl wie 123 einen benutzerdefinierten > > Formatstring "Aus # und # wird #" loslassen, der die Zahl als "Aus > > 1 und 2 wird 3" macht. Ob dies irgendeinen Sinn hat, hinterfrage > > ich nicht, offenbar kann der eine oder andere was damit anfangen. > > > > Ich kann diesen Formatstring sogar auf die Zahl 123,5 loslassen und > > stelle fest, dass die Zahl dann zu 124 gerundet und anschließend > > die Ziffern durch die # geschoben werden. > > Ja, klar. Sowas könnte wohl auch mit Text funktionieren. Nein, das funktioniert nicht mit Text.
Für eine Zeichenkette mit der Syntax "123,5" gibt es verschiedene
Semantiken.
Nämlich die mathematische Semantik, die sagt, das diese Zeichenkette den
Zahlenwert einhundertdreiundzwanzigkommafünf repräsentiert.
Eine weitere Semantik sagt aus, dass diese Zeichenkette durch 124
ersetzt werden darf (gleichbedeutend mit dem Aufrunden) und dann den
ungefähren Wert einhundertvierundzwanzig repräsentiert.
Hier muss allerdings auch noch beachtet werden, dass das
Dezimaltrennzeichen in Deutschland ein Komma ist, wohin gegen es im
anglo-amerikanischen Sprachraum das Tausendertrennzeichen darstellt. Das
heißt, es könnte auch, je nach Kontext,
eintausendzweihundertfünfunddreißig repräsentieren und einen
Schreibfehler enthalten.
Wie soll das mit der Zeichenkette mit der Syntax "Hier bin ich" gemacht
werden? Sind das drei Zeichenkette, die jeweils einzeln zu
interpretieren sind? Oder sind sie doch nur im Verband sinnvoll und
sagen aus, dass jemand (ein Individuum "ich"), sich an einem bestimmten,
nicht näher bezeichneten, Ort ("hier", wo immer das auch ist) befindet?
Es gibt für Text, solange es nicht nur Zeichenketten sind, keine
Formatierungsmöglichkeiten ohne die Semantik zu zerstören.
Ich bin kein ausgebildeter Linguist, aber ich denke, für Zahlen ist die
Semantik und die Syntax sauber genug zu trennen, dass es möglich ist,
hier mit Formatierungsregeln etwas zu erreichen, ohne die Semantik zu
zerstören, bzw durch diese Formatierungsregeln überhaupt eine Semantik
reinzubringen. Am deutlichsten wird dies bei Datumsangaben sichtbar.
14072011 > 14 Tag im Monat Juli des Jahres 2011 > 14.07.2011 > 14. Juli
2011 > 2011/07/14 > usw etc
Genaugenommen muss hier noch angegeben werden nach welchem
Kalendersystem gerechnet wird. Und ob es überhaupt ein Datum ist, wobei
wir bei den Datentypen sind.
Diese Formatierungsmöglichkeiten gibt es aber nicht für Text, wenn die
Semantik erhalten bleiben soll
Für mich war die Diskussion eigentlich ziemlich interessant, aber zum
eigentlichen Ausgangspunkt denke ich, dass ein DB-gestützt Lösung hier
eindeutig anzustreben ist.
jm2c, und damit für mich eod
--
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Müller
(Benutzer #439779 im Linux-Counter http://counter.li.org)
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