Am 22.01.2011 07:58, schrieb Alice Wiegand:
> In der
> anschließenden Diskussion kristallisierte sich, dass dieses Thema, obwohl
> an einigen Stellen auch solche Anforderungen gestellt wurden, keins ist,
> über dass der Verein eine Position setzen kann.

Die Diskussionen zu METIS begleiten der Vorstand ja nun schon seit vielen 
Jahren. Zu meiner Zeit gab es - nach mehreren sehr umfassenden Diskussionen, 
unter anderem auch mit Sue Gardner - eine recht klare Einschätzung im Vorstand:

1. METIS ist außerordentlich verlockend. Dass Autoren für ihre Arbeit in der 
Wikipedia Geld bekommen, kann man nicht prinzipiell schlecht finden. Im 
Gegenteil kann es motivierend wirken, auch auf Leute, die sich bisher nicht 
beteiligt haben. Der Anteil für Wikimedia kann ganz beachtlich sein und 
sinnvoll eingesetzt werden.

2. Das zerstörerische Potential für das Projekt ist immens. Der 
METIS-Algorithmus ist viel zu schlicht für das komplexe Projekt Wikipedia. Die 
hierdurch gesetzten Anreize sind unterm Strich kontraproduktiv. Edit-Wars 
werden befeuert, engagierte Nicht-Autoren demotiviert etc. METIS kann 
innerhalb weniger Jahre verheerende Auswirkungen auf die Wikipedia haben. Es 
nach der Einführung jedoch wieder abzuschalten, würde verdammt schwer.

Unterm Strich: Bleiben lassen. Auch wenn's schmerzt.

Viele Grüße
Kurt


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