Hallo Nicco,

unvereinbar sind die folgenden Punkte …

- Vorschaltseite mit Registrierungspflicht -> schlechte UX / disfunktionale 
technische Hürde / Implementationsaufwand/ sich direkt anschliessende 2 weitere 
Punkte:
- Übermittlung/Speicherung von personenbezogenen Daten u.a. aus der 
Registrierung -> Datenschutzthema, IMHO unvereinbar mit DSGVO bei nicht 
gewerblichem Betrieb
- Übermittlung/Speicherung von Nutzungsdaten -> Überwachung, ist ein 
verfassungsrechtliches Thema
- Offenheit des Netzes, Möglichkeit der Vernetzung mit weiteren Knoten, die 
nicht aus der Förderung kommen -> Nachhaltigkeit

Was wird genau gefördert?
- nur Hardware oder auch Planungs- und Personalkosten?
- Kosten für Betrieb bzw. für wie lange muss der Betrieb garantiert werden?
- weitere Kosten, die beim Aufbau entstehen können, wie Masten etc.?
- Standortmiete?

Dazu bitte unser Engagement und Argumente gegen VDS, Störerhaftung und für 
Datenschutz, offenen Access anschauen.
siehe Artikel und Stellungnahmen zu Telemediengesetz-Iterationen auf 
freifunkstattangst.de und auch WCW 2017 Vorträge von Reto und Bea.

LG Monic

PS: Ist dieses Förderprogramm so entscheidend? Meine Einschätzung ist Folgende, 
der müsst ihr natürlich nicht folgen … ich möchte es dennoch versuchen 
darzustellen:

Bei WIFI4U werden Firmen wie Telekom ne eigene Abteilung haben, um die 
Gemeinden mit fertigen Antragsformularen und Prozessen zu akquirieren … Wieviel 
von diesem vergleichsweise kleinen Budget wird auf deutsche Gemeinden 
entfallen? Der Prozess ist einigermaßen aufwändig … ich hab hier ne Präsie dazu 
bekommen, da wird mir schwarz vor Augen :( Das alles für 15.000 EUR einmalig? 
Mal ganz abgesehen von Scheinargumenten wie "Europaweit mit einem Login" … 
wieviele ACs werden da defacto, wo entstehen?

Es gibt doch viele andere Förderungen, explizit für Freifunk ohne diese 
Auflagen, die mittlerweile auch immer unbürokratischer möglich sind … Ich 
persönlich denke, 15.000 EUR hat man schneller und einfacher aus 
Landesförderungen oder lokal aufgetrieben. ggf. lieber Energien darauf 
konzentrieren, da weiter zu kommen mit unseren Vorstellungen, wie und was n 
gutes Public Wifi ist?

Freifunkas stellen ohne diese Rahmenbedingungen, ehrenamtlich sicher deutlich 
mehr Knoten für so ein Budget auf.
Last not least kleine Gruppen sollten den Aufwand eines solchen Projektes auch 
nicht unterschätzen, spreche da aus eigener leidvoller Erfahrung mit Abrechnung 
des BBB Projektes :( daher lieber nach möglichst unbürokratischen Wegen mit 
wenig externen Anforderungen suchen.

Tipp: Kontakte zu Quartiers-/ Regionalmanagement, suchen, die können freihändig 
auch vierstellige Beträge an lokale Projekte vergeben


Am 21.03.2018 um 21:14 schrieb Nicco Kunzmann (rambler) 
<[email protected]>:

> Hi,
> 
> ich möchte die Diskussion mal im Wiki bündeln:
> https://wiki.freifunk.net/Benutzer:Niccokunzmann/Wifi4EU
> Bitte  schreibt mit. Die Gesetzestexte sind ziemlich lang, die die 
> fabrizieren.
> Besonders wichtig sind mir die Fragen, die wir mit den Anforderungen haben,
> damit wir die günstig für Freifunk klären.
> 
> Viele Grüße,
> Nicco
> 
> 
> On 03/21/2018 03:08 PM, Monic Meisel wrote:
>> Hallo Marco,
>> 
>> ja leider so für uns nicht passend … nun ist die Frage, wo die genauen, 
>> aktuellen Bedingungen zu finden sind?
>> 
>> LG Monic
>> 
>> 
>> Am 21.03.2018 um 12:48 schrieb Marco <[email protected]>:
>> 
>>> Hallo zusammen,
>>> 
>>> seit gestern ist die Registrierungsphase der Initiative Wifi4EU
>>> gestartet, bei der sich Kommunen für Gutscheine im Wert von 15.000 EUR
>>> bewerben können. Die EU zahlt dabei Hardware- und Installationskosten,
>>> die Kommunen sichern die Kosten für Wartung und Betrieb für 3 Jahre zu
>>> (nicht von den Vouchern abgedeckt).
>>> 
>>> Positiv ist erst einmal hervorzuheben, dass die Kommunen selbst
>>> entscheiden dürfen, welche Firma sie mit der Installation der
>>> WLAN-Hotspots beauftragen.
>>> 
>>> Leider sieht es aber so aus, dass für die Nutzung des WLANs nach wie vor
>>> eine Registrierung mittels Handynummer in einem europaweitem
>>> Authentifizierungssystem geplant ist. In der gestrigen Ankündigung der
>>> Europäischen Kommission war davon allerdings nicht mehr die Rede. Wir
>>> sollten dies dringend im Auge behalten.
>>> 
>>> 
>>> Eine ganze Reihe von Kommunen haben sich schon für das Programm
>>> registriert (praktischerweise gibt's die Liste als json):
>>> https://www.wifi4eu.eu/api/municipality/country/DE
>>> 
>>> Bei der Liste der antragsberechtigten Kommunen hat man sich dann aber
>>> doch wieder für das altbewährte PDF-Format entschieden...
>>> https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/list-eligible-entities-wifi4eus-first-call
>>> 
>>> Hintergrundinfos gibt's bei Netzpolitik:
>>> https://netzpolitik.org/2018/wifi4eu-initiative-fuer-kostenloses-wlan-in-kommunen-gestartet/
>>> 
>>> Viele Grüße
>>> Marco
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