Frank Schneider wrote:
>> * die ganze WTC Geschichte ist sowieso überbewertet, die 4000 oder so
>> Leute die da umgekommen sind sterben in den USA wahrscheinlich monatlich
>> oder sogar wöchentlich im Straßenverkehr.
>>     
>
> Na, ja, das kann frau ja bei allem sagen ... 
> Übrigens: Nicht in die offiziellen Verlustzahlen ein gerechnet: Zahllose
> Illegale, die sich am 11/9 im WTC aufhielten, da sie 
> a. im weltöffentlichkeitlichen Maßstab nicht zählen
> und
> b. kaum erfassbar sein dürften
>   
Um da noch etwas Kontext zu liefern:

    * Die WTC-Anschläge sind ja der offizielle Anlass für diverse
      "Maßnahmen", die solche Anschläge in Zukunft verhindern sollen,
      wie z.b. die verschärften Einreisebestimmungen (Durchsuchungen,
      Einschränkungen beim Gepäck, Visum, ...). Man könnte mit ähnlicher
      "Konsequenz" (oder zumindest vergleichbarem Resourceneinsatz) auch
      gegen andere, viel unmittelbarere Gefahren vorgehen.
    * Religiös motivierten Wahnsinn und davon inspirierte Taten gibt es
      nun leider mal, auf der ganzen Welt. Genauso wie Verkehrsunfälle,
      Epidemien, Naturkatastrophen. Das Risiko, auf der Straße den Tod
      zu finden, nimmt (fast) jeder in Kauf; nicht ganz freiwillig
      vielleicht, aber das ist egal. Vor dem "Terroranschlag" herrscht
      jedoch eine irrationale Angst, deren Beschwichtigung Vorwände zur
      Befriedigung staatlicher Kontroll- und Machtphantasien liefert.

Mir ist schon klar, dass man z.b. Verkehrstote nicht mit den WTC-Opfern
aufrechnen kann.

Allerdings ist es besser, mit der Gefahr solcher Anschläge zu leben, als
mit den Maßnahmen, die die Behörden ergreifen (würden, wenn sie
könnten), um solche Anschläge zu verhindern. Würden Anschläge dieser Art
in der Öffentlichkeit als "allgemeines Lebensrisiko" rezipiert werden
(und nicht als punktuelle Ereignisse mit einer/m klar definierbaren
Ursache/Auslöser/Bösewicht im Hintergrund/Feind) wäre die Welt ein
besserer Ort.

Aber dafür ists zu spät.

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