Andras Vasaros wrote:
Ich lese gerade den Beitrag auf fuzo
(http://futurezone.orf.at/stories/1503857/) und bin ein bischen ratlos.
Aus meiner Biophysik-Zeiten weiss ich dass menschliches hören begrenzt
ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Begrenzung besteht im unteren
Bereich aus 16-21 Hz und im oberen aus 16-19 kHz. Das sind natürlich
Durchschnittswerte.
[CD vs. LP-Esoterik ausgespart]
Aus dem ganzen Artikel kann ich nur ein Resumee ziehen: wenn man lang
genug nur Hamburger und Fast-Food isst, wird man einen frischen
argentinischen Steak mit Grünpffer-Souce und Folienkartoffel mit Kräuter
– Sauerrahmsauce nicht mehr für besser empfinden. In beiden fällen wird
man aber satt.
Man darf eines nicht vergessen: MP3 verwendet ein psychoakustisches Modell, um bewusst
nicht wahrgenommene "Geräusche" (mangels besserem Wort) zu identifizieren und
dann nicht auszusparen.
Unbewusst wird man diese Sachen halt zum Teil dann halt doch wahrnehmen, und
wenn man dann an das Fehlen dieser Geräusche gewohnt ist (durch andauerndes MP3
konsumieren) dann wird man das nachher auch präferieren.
Dann kommt noch dazu, dass sicher die Mehrzahl der Testpersonen kaum Klassik- oder Jazz-Musik live
konsumiert (auch das am besten in einem gscheiten Raum/Saal und unverstärkt, denn da fängt der
Krampf meistens ja schon an), und von daher schon keinen brauchbaren Referenzpunkt hat. Im
Gegenteil wird die am meisten "konsumierte" Musik komplett im Studio produziert, und
sieht nie irgendeine Art von "Live"-Aufführung.
Alles in allem eine Überschrift, die ohne Kontext provokant ist, m.E. steckt
aber nichts dahinter.
sers
Robert