Das Frequenzspektrum hat mit der Qualität des Klangs überhaupt nichts zu tun.

Es gibt zwar Lautsprecher, die Frequenzen unterhalb von 29 Hz wiedergeben, dies aber - auch bei sehr teuren Systemen - mit einem wesentlich verringerten Schalldruck. In der Regel passiert da nicht mehr viel. Was einem da in den Magen fährt, sind mit Sicherheit höhere Frequenzen. Ich weiß nur von einem Lautsprechersystem, das laborgemessen (Zeitschrift Audio) keinen solchen Pegelabfall im unteren Frequenzbereich hat - leider habe ich es noch nicht im Vergleich hören können -, nämlich "Artikulat" der schottischen Firma Linn (gehört nicht zur teuersten Klasse).


----- Original Message ----- From: "Andras Vasaros" <[email protected]>
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Sent: Tuesday, April 07, 2009 2:48 PM
Subject: Re: [monochrom] Experte: MP3 klingt besser als CD


Der "Selbstversuch" war einfach ein Zufall, wo die LP und CD UND die
Gute und schlechtere Wiedergabe da war.

In einer umgekehrter Reihenfolge habe ich damals - und du hast recht -
den Unterschied schelchtes CD Equipment vs. besseres CD Equipment
wesentlich weniger groß empfunden. LP vs. CD ist aber subjektiv gleich
geblieben.

Schade das solche Beiträge ohne Kritik/Bemerkung einfach so im fuzo
hingeknallt werden.

Andras



joerg piringer wrote:
zumindest der maskierungseffekt des gehörs wird nicht durch das gehirn
hervorgerufen sondern durch das innenohr. somit hören menschen leise
hohe töne nach lauten tieferen wirklich nicht. auch nicht unbewusst.
aber tendenziell hast du wahrscheinlich recht, wobei ich
selbstversuchen skeptisch gegenüber stehe. oft ist da die
voreingenommenheit stärker als das wahre hörempfinden (was auch immer
das ist). und dreimal hintereinander das selbe hören wird auch von der
reihenfolge beeinflusst.

best
jörg

Robert Schöftner schrieb:
Andras Vasaros wrote:
Ich lese gerade den Beitrag auf fuzo
(http://futurezone.orf.at/stories/1503857/) und bin ein bischen ratlos.

Aus meiner Biophysik-Zeiten weiss ich dass menschliches hören begrenzt
ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Begrenzung besteht im unteren
Bereich aus 16-21 Hz und im oberen aus 16-19 kHz. Das sind natürlich
Durchschnittswerte.


[CD vs. LP-Esoterik ausgespart]
Aus dem ganzen Artikel kann ich nur ein Resumee ziehen: wenn man lang
genug nur Hamburger und Fast-Food isst, wird man einen frischen
argentinischen Steak mit Grünpffer-Souce und Folienkartoffel mit
Kräuter
– Sauerrahmsauce nicht mehr für besser empfinden. In beiden fällen wird
man aber satt.


Man darf eines nicht vergessen: MP3 verwendet ein psychoakustisches
Modell, um bewusst nicht wahrgenommene "Geräusche" (mangels besserem
Wort) zu identifizieren und dann nicht auszusparen.

Unbewusst wird man diese Sachen halt zum Teil dann halt doch
wahrnehmen, und wenn man dann an das Fehlen dieser Geräusche gewohnt
ist (durch andauerndes MP3 konsumieren) dann wird man das nachher
auch präferieren.

Dann kommt noch dazu, dass sicher die Mehrzahl der Testpersonen kaum
Klassik- oder Jazz-Musik live konsumiert (auch das am besten in einem
gscheiten Raum/Saal und unverstärkt, denn da fängt der Krampf
meistens ja schon an), und von daher schon keinen brauchbaren
Referenzpunkt hat. Im Gegenteil  wird die am meisten "konsumierte"
Musik komplett im Studio produziert, und sieht nie irgendeine Art von
"Live"-Aufführung.

Alles in allem eine Überschrift, die ohne Kontext provokant ist, m.E.
steckt aber nichts dahinter.

sers
 Robert

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