On 09.Sep 2003 - 17:39:52, Robert Michel wrote:
> Salve Andreas,
> > Nun aber die Sch�ler wollen nicht Tippen lernen, zumal das f�r die
> > meisten auch unn�tig ist - 10 Finger brauchtman wenn man t�glich
> > einige Briefe schreibt (Sekret�rInnen) oder Entwickler ist, aber der
> > typische Sch�ler sicher nicht -
> 
> Es ist nicht die Frage was man als Sch�ler braucht, man sollte auf der Schule 
> auch f�rs Leben lernen. Und wenn man nicht nur Mausschubsen k�nnen will, dann 
> ist die Kunst mit 10 Fingern blind schreiben zu k�nnnen die Richtige 
> Grundlage - bevor man irgendetwas anderes mit dem PC macht.

Nun das Problem ist aber hier die Motivation, wenn die Sch�ler
IT-Unterricht haben, bei dem sie 45 Minuten lang 3 Monate tippen
lernen kommt keiner.

> Kann man ersteinmal mit einem 2-Finger Suchsystem langsam schreiben, dann 
> macht man sich erst recht nicht die M�he "asdf jkl�" zu lernen.

Das kommt drauf an, wer oft tippt macht das schon - ich hab auch mit 2
Finger Suchsystem angefangen - auf einer Robotron Maschine vor ca. 10
Jahren ;) Ich kann zwar kein 10-Fingersystem :( aber nahezu blind
schreiben und schnell genug ebenfalls. Jedenfalls kann ich meine Texte
so schnell tippen wie sie mir einfallen.

> Und 
> daf�r braucht ein Sch�ler *kein* Laptop.
> Konzepte wie DANA, Tastatur, PalmOS & Graustufendisplay mit 560 x 160 Pixeln
> f�r 400 $ sind da viel sinniger:
> http://www.alphasmart.com/products/dana_overview.html
> http://www.heise.de/newsticker/data/dal-18.06.02-000/

Nochmal: du willst den Sch�lern 10-Fingersystem auf einem Palm
beibringen? Der hat aber keine Tastatur. Oh sorry, da steht ja was von
Tastatur, dann ACK.

> Aber den "Bildungsexperten" ist nicht klar, das man IT auch mit einer Tafel 
> und Kreide / Bleistift und Papier erkl�ren kann - ja soger dadurch eine 
> Abstraktion n�tig ist, die ein effektiveres Lernen erm�glicht.
> IT != PC
> Aber das brauch ich Informatiker oder Deibianer nicht sagen.

Du es gibt sogar Professoren hier an der Uni die der Meinung sind das
man die Vorlesungen unbedingt derart "Multimedial" machen muss, dass
die jedesmal mit ihren Powerpoint-Folien kommen und nichts weiter
machten als diese vorzulesen. Da freue ich mich schon auf die paar wo
es nur Text an der Tafel gibt und die �bungen die nicht am Rechner
durchgef�hrt werden.

> > Wieso macht er dann ein upgrade? Ausserdem ist die HD-Installation
> > niemals der Sinn der Knoppix gewesen und das upgrade auf ein unstable
> > auch nicht.
> Knoppix ist eine Spielerei von Klaus, der faziniert war wie Instant-Linux 
> funktionieren.

Da hast du es, eine Instant-Linux, also ein Live-System.

> Er sieht es als Experiment an und er hat sich nie tr�umen 
> lassen, was sich alles daraus entwickelt.
> Es gibt also kein Ziel - es ist Evolution - hat jemand eine Idee und setzt sie 
> so gut um, das andere diese nutzen, so wird diese L�sung bekannter und andere 
> entwickeln darauf neue Ideen.
> 
> Was kaum einer Verstanden hat, das knx-hdinstall revolution�r ist.
> Man startet es, man probiert es aus und wenn alles funktioniert, dann 
> installiert man es. Bisher waren Systeminstalltionen andersrum, man probiert 
> es zu installieren und wenn man gl�ck hat, kann man das neue System starten.

Ist ja richtig, nur ist knx-hdinstall noch! nicht so ausgereift wie
eine "richtige" Installation, denn das Ding kopiert einfach das
Live-System auf die Platte. Und was das mit dem installieren angeht:
Wer Knoppix auf seinem Rechner zum laufen bringt, der kann meist ohne
grosse Probleme eine woody installieren und danach - bei Bedarf - zu
unstable wechseln.

> > Darauf ist das System nicht ausgelegt - du sollst die CD
> > reinlegen um ein wenig mit Linux zu spielen und dann wenn du Gefallen
> > hast ein richtiges Linux installieren.
> 
> DU SOLLST?

Naja, sollen in dem Sinn, das es aus meiner Sicht nicht allzuviel
bringt mit Knoppix ein richtiges System aufzusetzen.

> Aber wer sich auf einer Debain 
> Newsgroup/Mailingliste unterh�lt ist doch h�chstwarscheinlich nicht jemand 
> der ein Live-Linux zum kenennenlernen benutzt? Oder ist Debian mitlerweile so 
> beliebt, das man f�r solche Idee ein debian-developer-german br�uchte?

Doch, grad in letzter Zeit (CT-Ausgabe der Knoppix und �hnliches)
kommen hier immer h�ufiger Fragen die Knoppix-spezifisch sind. Ich
habe nichts dagegen das diese Leute sich hier melden und um Hilfe
bitten, aber daran sieht man wie "unausgegoren" die knx-hdinstall ist,
wenn man ein erweiterbares Desktopsystem haben will.

> Ok, das aktuelle Knoppix ist mit der stabel/unstabel/testing nicht gerade eine 
> Mischung, die sich f�r Installtionen f�r Aufgaben mit erh�hten 
> Sicherheits/Stabilit�tsanspr�che  empfiehlt, den Online-Banking-Server einer 
> Bank sollte man nicht per knx-hdinstall installieren, aber f�r solche Zwecke 
> k�nnte man ein sicherheitsoptimiertes Knoppix (Knoppix geh�rtet) entwickeln.

Einen Bankserver w�rde ich wohl auch nicht mit einem Standard woody
betreiben - aber das ist eine andere Geschichte. Das Problem ist das
die Mischung bei Knoppix sogar die Nutzung als DesktopSystem stark
verkompliziert.

> Wieso soll man Auto in Bauteilen selber zusammensetzen, wenn man Autos fertig 
> erwerben kann?

Nun der Vergleich hinkt ein wenig - eine woody ist auch komplett -
Bauteile zusammensetzen w�re dann eher LFS.

Um diesen Vergleich mal fortzuspinnen: Wenn ich bei meinem Auto ein
Rad wechseln will dann kann ich das alleine machen - bei der Knoppix
im aktuellen Zustand braucht man daf�r oft Hilfe von "Wissenden".

> Pizza gibt es auch fertig - und fertig Pizzen kann man mit mehr K�se einpaar 
> Oliven, eine frische Tomate und extra Oregano auch leckerer machen,

Ja nur das klappt bei der aktuellen Knoppix nicht, kannst du im Archiv
nachlesen.

> > Naja, das mit der Modemverbindung sehe ich ja noch ein, aber da sind
> > offene Sicherheitsl�cher meist nicht sooo schlimm, 
> Nein. Wenn Modennutzer keine M�glichkeit geboten wird, das sie ihr System 
> sicher halten, nehmen sie dies auch nicht sooo wichtig - auch sp�ter mit 
> anderen Verbindungen.

Nun auch Modembesitzer haben die M�glichkeit �ber security.debian.org
neue Pakete zu beziehen. Von dort erhalten sie nicht allzuviele pro
Monat. Das Problem ist mit Knoppix, das man von dort kaum auf stable
kommt - nur mit viel Handarbeit - und bei unstable ist es nunmal so
das viele Updates anstehen, von denen die wenigsten nur
Sicherheitskritische Fehler beheben. Und kleiner als bei
security.debian.org kriegt man die Updates nicht - jedenfalls nicht
mit akzeptablen Aufwand. Die einzige M�glichkeit w�re immer nur
CVS-Versionen selbst zu kompilieren - denn da werden nur diff's der
Quellcodes �bertragen.

> Und was ist, wenn es die ersten Dailer f�r GNU/Linux auftauchen????

D�rfte unter Unix schon ziemlich schwierig werden, da AFAIK noch kein
ActiveX f�r Linux existiert. Und selbst danach ist es schwierig einen
Dialer zu konstruieren der die Nutzereinschr�nkungen umgeht
(/etc/isdn/* l�sst sich nur von root bearbeiten, /etc/init.d Skripte
nur von root ausf�hren ...). 

Es ist ja nicht so das Linux so sicher ist, weil die Software kaum
Fehler hat. Das nat�rlich auch, aber es ist auch einfach zu schwierig
und aufwendig die Sicherheitl�cken auszunutzen, weil meist eine ganze
Reihe von Barrieren vorhanden sind.

> > da der PC nicht
> > dauernd online ist. Und die DSL-User haben schon heute ein Auge drauf,
> > das da ZoneAlarm und Co l�uft, 
> ZoneAlarm???? Windowsnutzer?

Sorry, hatte ich vergessen dazuzuschreiben. Ich denke mal ein 
Teil der DSL-User unter Linux haben ebenfalls ne Firewall.

> > da sonst das System instabil ist und
> > die machen auch in Zukunft bestimmt einmal im Monat oder so ein
> > apt-get update apt-get upgrade auf nem woody-System.
> 
> Und was ist mit Usern, die keine Shell benutzen?

Da gibts z.B. synaptic oder aptitude. Oder auch kpackage ...
 
> > > F�r diese Zielgruppe sollte man nicht unstable Software in ein instant
> > > Linux packen um zu demonstrieren, wie toll GNU/Linux ist, auch nicht nur
> > > GUIs schreiben, sondern viel Energie in Sichere Systeme, einfache
> > > Sicherheits-updates und in Konzepte, wie man Menschen, die an
> > > Systemwartung Null interesse haben das wichtigste mit auf den Weg gibt,
> > > wie sie f�r ein sicheres und stabieles System sorgen k�nnen.
> >
> > Dann sind wir beim Automatic Update von Windows.
> 
> Nein, ich meinte wie man den User Know-How und Tools bei der Hand gibt, das er 
> um die Sicherheit/Unsicherheit seines Systems weis und f�r eine besser 
> Sicherheit selber sorgen kann.

Haben wir doch schon, security.debian.org und apt-get. Das reicht im
Normalfall aus. Ausserdem gibts einige "Harden" Pakete.

> > > Z.B. kann es nicht sein, das kein grafischer Login mehr m�glich ist, wenn
> > > die Festplatte voll ist.
> 
> > Hast du das mal unter Windows probiert? 
> Es ist egal welche Fehler M$ (auch) macht.

Jaein, ich kenne kein BS bei dem es m�glich ist sich einzuloggen wenn
die Festplatte voll ist. Denn das Problem ist, dabei werden im
Normallfall Logs geschrieben und auch tempor�re Dateien.

> > �brigens ist auch ein Login auf der Konsole f�r die User unm�glich
> > wenn die Festplatte voll ist (AFAIK). Aber root kann sich unter Linux
> > im Normalfall immer anmelden da auf / entsprechend Platz reserviert
> > ist. Ich glaub ja nicht das das unter Win$ der Fall ist.
> 
> Ja, aber ich denke an eine Generation/Gruppe von GNU/Linux-Nutzer, die NIE die 
> Shell benutzen werden.

Das geht schon. Siehe oben und es gibt File-Manager, f�r das Erlangen
von root-Rechten gksu, zum Bearbeiten von Dateien xemacs, gvim,
gnotepad, ...

Andreas

-- 
Wer nichts tut, wei� nie genau, wann er fertig wird.


--
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ):
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/

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