Jasna Schulze wrote:

> Deinen Ärger kann ich nachvollziehen, nur dürfte es seit geraumer Zeit 
> klar sein, wohin sich OOo immer mehr entwickelt.
> Einführung des Pinsels damals sehe ich nicht als harmlosen Ausrutscher, 
> sondern als symbolischen Anfang.  Auch die Änderung der Oberfläche 
> symbolisiert mir: "Hier bist Du bei MSO".

Was ist daran so schlecht, wenn Umsteiger es leichter haben? Und gerade
der Pinsel ist ein Beispiel, dass man es den Umsteigern leichter machen
kann, ohne irgendwas zu verschlimmern. Für den kundigen Anwender tut er
nämlich das Gleiche wie die Gießkanne. Und die wirst du doch nicht
verteufeln wollen?

Ich halte den Pinsel für eine prima Idee für Anwender, die halt nicht
mit Styles arbeiten wollen. Und diese haben genauso ein Recht, dass man
ihre Arbeitsweise respektiert und ihnen ein möglichst komfortables
Arbeiten ermöglicht.

Das krampfhafte Bemühen, anders sein zu wollen, das also gewissermaßen
als Selbstzweck zu betreiben, macht noch kein erfolgreiches Programm.
Man sollte sich darauf konzentrieren, dort anders sein zu wollen, wo es
sich lohnt: also dort, wo "anders" auch wirklich "besser" ist. Und ein
*fehlender* Pinsel kann unmöglich ein Qualitätsmerkmal sein.

> Da kannst Du nur hilflos zusehen, wie OOo irgendwann komplett wie MSO 
> wird, oder noch unfreundlicher/unsinniger in der Bedienung.
> Sehr traurig und auch sehr wahr.

Das ist nun wirklich kompletter Unsinn. Traurig wäre das in der Tat,
wahr ist es aber nun überhaupt nicht.

Der Eindruck, dass verschärft in Richtung MSO-Ähnlichkeit gearbeitet
wird, ist IMHO dadurch entstanden, dass bei der Entwicklung der 2.0 der
jahrelange Stau an notwendigen Änderungen abgearbeitet wurde, denn es
lässt sich nicht wegdiskutieren, dass Umsteiger eine wichtige Zielgruppe
sind. Mag sein, dass im einen oder anderen Fall über das Ziel hinaus
geschossen wurde (ein paar Fälle kenne ich auch), aber das kommt eben vor.

Man sollte das aber nicht in die Zunkunft extrapolieren. Für den Writer
kann ich jedenfalls sagen, dass wir nicht anstreben, einen Word-Clone zu
implementieren. Allerdings schließt das nicht aus, dass man auch mal bei
der Konkurrenz abguckt, wenn die was besser macht.

Ciao,
Mathias


-- 
Mathias Bauer (mba) - Project Lead OpenOffice.org Writer
OpenOffice.org Engineering at Sun: http://blogs.sun.com/GullFOSS
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