Hallo Wolfgang,

nur ein paar ergänzende Überlegungen zu deinen Punkten:

On Sunday 11 October 2009 12:56, Wolfgang Uhlig wrote:
> Am Thu, 08 Oct 2009 21:25:46 +0200 schrieb Andreas Mantke 
<[email protected]>:
>
> ...
> 
> Tatsache ist - und das erfahre ich bei mir selbst auch - dass
> Übersetzen bzw. Überarbeiten von Dokumentationen alles andere als
> "sexy" ist. Es ist zähe Arbeit, deren Erfolg man nicht leiblich
> erfährt, sprich, es gibt kaum Rückmeldungen darüber, wie (und ob
> überhaupt) Leute von dieser Arbeit profitiert haben.

+1

Frage: könnten wir solche Rückmeldungen nicht irgendwie bekommen? 
Downloadzahlen/Aufrufstatistiken? Feedback/Beurteilungsmöglichkeiten? 
Wäre doch spannend, zu sehen, wie oft welche Doku/Howto aufgerufen oder 
heruntergeladen wurde, etwa wenn eine neue Softwareversion heraus kommt 
usw. 

> Meine Einschätzung des Ganzen ist eigentlich recht finster:
> Abgesehen von einigen älteren Leuten, die wie ich noch in einer Zeit
> aufgewachsen sind, in der es normal war, dass schriftliche
> Erläuterungen sich über *mehr* als einen Absatz (ja sogar über mehr
> als eine Seite!) hinzogen, lesen Computer*benutzer* heute keine
> Handbücher mehr. Zu lang, zu ausführlich, zu öde. Dass Wikis sich
> großer Beliebtheit erfreuen, findet ja auch darin seine Erklärung,
> dass Problemlösungen dort zeitgemäß, "trendy" angeboten werden,
> nämlich häppchenweise. Ich möchte ausdrücklich sagen, dass es nichts
> zur Sache tut, ob ich das gut oder schlecht finde - es hat ja oft
> auch enorme Vorteile, dass diese Informationen so konzentriert
> verfügbar sind - es geht einfach nur darum, dass sich diese
> Einstellung drastisch auf den Sinn und Zweck von Handbüchern
> auswirkt.

Ebenfalls eine interessante Einschätzung bzw. ein einleuchtender Aspekt! 

Das Problem dicker Handbücher (Umfang versus Aktualität) ist (mir) 
unmittelbar nachvollziehbar. Und auch das Verhalten, lieber kompakte 
Kurzanleitungen zu lesen, die sich auf die Lösung eines ganz bestimmten 
Problems konzentrieren, als ein dickes Handbuch, in dem auch viele 
andere Dinge stehen, die im Moment uninteressant sind - kann ich 
ebenfalls niemandem verübeln, mache ich auch so. (Ich bevorzuge zum 
Beispiel in der Regel, mehrere Anleitungen zum selben Thema parallel zu 
lesen, um ein Problem sozusagen von verschiedenen Seiten gleichzeitig 
zu erfassen.) 

Die Frage, die sich (uns) damit stellt: wie können wir diesem sich 
verändernden/veränderten Bedarf besser entgegen kommen? Und - unter 
Einbeziehung des oben geforderten Feedbacks - woran können wir 
erkennen, dass wir das Richtige tun?


> ...
>
> Eigentlich wollte ich, wenn ich wieder ein wenig obenauf gekommen bin
> (siehe ganz oben), endlich damit anfangen, wenigstens die Änderungen
> der Version 3 in das Writer-Handbuch einzuarbeiten. Vielleicht findet
> sich ja doch der eine oder andere Mitstreiter für diese etwas
> "weniger anspruchsvolle" Aufgabe. Die Hoffnung, dass wir in diesem
> Jahr noch das Calc-Handbuch fertigstellen könnten, habe ich
> inzwischen aufgegeben.

Na ja - wenn es eh "immer dieselben Leute" sind (wie schon mehrfach 
geschrieben wurde), dann ist für mich unmittelbar verständlich, dass 
z.B. Softwaretests, Oberflächen-Lokalisierungen usw. - also die 
sozusagen "primäre" Mitarbeit an der Software - den eher "sekundären" 
Aufgaben wie "Doku aktualisieren" vorgezogen werden (müssen). 

Zu fragen wäre in diesem Zusammenhang eventuell noch, ob es nicht schon 
bestehende Interessengruppen gibt, die sich konkret an der 
Dokumentation beteiligen wollen, weil sie sie selbst brauchen (etwa die 
Verwaltungs- oder Firmen-Anwendergruppen). 

Gruß Nino

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