grundsätzlich bin ich aus folgenden Überlegungen eigentlich eher für 
Softwarepatente.

1. weshalb sollte eine Entwicklung in diesem Bereich nicht ebenso schützbar 
sein, wie eine sonstige Entwicklung?
Dies würde m.E eine bestimmte Personengruppe (die Entwickler von Software) 
gegenüber Entwicklern anderer Produkte (z.B. den Entwicklern von 
Medikamenten) benachteiligen. Die Ungleichbehandlung bestimmter 
Personengruppen darf aber niemals gesetzliche hervorgerufen werden.

2. Patente auf Software helfen auch der OSS Gemeinde, da sie klar festlegen, 
welche SW einen geschützen Status unterliegt und welche nicht.
Bisher unterliegt SW dem Urheberrecht, einem Rechtsbereich, in welchem sehr 
viel schwerer nachzuvollziehen ist, was von wem wirklich entwickelt wurde, 
weil nirgends ein entsprechender Nachweis dafür zu hinterlegen ist.


ABER:
ganz wesentlich ist, wie mit Patentanträgen auf SW verfahren wird. Es kann 
nicht sein, daß jede Kleinigkeit einen Patentschutz erhält.
Dies würde auch ganz klar der Richtlinie der Patentierbarkeit von Erfindungen 
wiedersprechen, welche unter anderem besagt, daß zum Erlangen eines 
Patentschutzes 
ein wesentlicher Neuerungsgehalt vorhanden sein muß
und
ein in diesem Gebiet tätiger Fachmann nicht ohne weiteres auf die selbe Lösung 
kommen könnte
(nicht ganz wörtlich)


Natürlich währe es unklug, sich auf die 'weisen' Entscheidungen des 
Patentamtes zu verlassen. 
Ich hatte deshalb Anfang des Jahres schon einmal angeregt eine 
'Kontrollinstanz' ins leben zu rufen, welche den Patentämtern auf die Finger 
sieht.....


-- 
Gruß Herbert

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