Hallo André
Am 15.12.2007 um 12:06 schrieb André Schnabel:
Hi,
Raphael Bircher schrieb:
Na ja - OOo Deutschland e.V. wurde auch nicht als Marketing-Verein
gegründet. Im Prinzip haben wir den gleichen Ansatz - Gelder
entgegenzunehmen und für die Projektarbeitzur Verfügung zu stellen.
Projektarbeit ist aber wesentlich mehr als Entwicklung. Marketing
ist Bestandteil der Projektarbeit - zugegebenermassen derjenige, in
den verhältnismässig leicht Gelder inverstiert werden können, der
aber auch materielle Mittel generiert (Marketing erhöht
nachweisbar die Spendenbereitschaft - ohne Öffentlichkeitsarbeit
hätten wir auch ein paar weniger aktive Mitglieder).
Das Modell "Gelder sammeln" ohne öffentlichkeitsarbeit zu betreiben
verfolgt Team OOo e.V. - dass das (wenn man nicht aufpasst) leicht
zur zersplitterung der Ressourcen führen kann, belegen eigentlich
deine Aussagen weiter unten.
Es will nicht heissen, dass wir kein Marketing machen. Aber es macht
sicher keinen Sinn, eigene OOo Flyer zu machen. Auch wird es wohl
günstiger sein, das ganze gemeinsam zu produzieren, dies muss man
dann halt abklären. In solchen Bereichen ist die Zusammenarbeit
besonders wichtig, oder besser gesagt wäre.
, wenn Spendegelder erst nach Deutschland fliessen müssen, um dann
wieder in die Schweiz zu fliessen. Dies müsste aber zum Beispiel
so passieren, wenn ihr Uns von DE aus unterstützen möchtet. Zudem
geht es mir nicht nur um den Support des DE Projektes. Es gibt
auch noch die internationalen Projekte. Auch die bräuchten Mittel,
nur haben auch die keine in der Hand.
Das beweist eigentlich, dass du Team OOo e.V. nicht kennst.Dieser
Verein ist zwar auch in Deutschland ansässig, verwaltet aber die
"offiziellen" Gelder des Projektes international. D.h. die
internationalen Projekte *haben* Geld zur Verfügung. Im Letzten
Jahr standen ca. 70.000 EUR zur Verfügung - im nächsten plant das
Projekt mit einem Budget von ca. 80.000 EUR (Sonderaktionen wir
OOoCon oder explizit gesponserte Wettbewerbe oder MArketing-
Aktionen sind da nicht enthalten). Das Budget ist übrigens ein
Novum - es soll in den nächsten Tagen im Projekt diskutiert werden.
Klar kenne ich Team OpenOffice.org e.V. Ich weiss ja nicht woher die
das Geld haben, aber ich gehe davon aus, dass es grösstenteils
grössere Beträge von Firmen sind, die sowieso irgendwo ein Euro Konto
rumliegen haben. Aber für ein Privater, der rasch ein paar Fränkchen
zuschieben möchte, weil er OOo toll findet, ist eine
Auslandüberweisung immer schwieriger.
Hinzu kommt das Problem des zurückfliessens. Das muss dann alles über
private Konten laufen. Sind das kleine Beträge, kein Problem. Sinds
grössere, muss ich alles dokumentieren, und die Steuererklährung wird
schnell kompliziert.
Zudem muss ich hier noch festhalten, dass ich noch nie was von diesen
70'000 Euro gesehen habe, und da bin ich wohl auch nicht der einzige.
70'000 Euro ist auf den ersten Blick zwar viel, betrachtet man aber
das ausmass des Projektes, ist es eher wenig.
Da handelt es sich nicht um paar hundert, sondern um einige
tausend Franken. Ich glaube nicht ganz, dass ihr einfach schnell
ein paar tausend Euro locker machen könnt. Ich bin aber überzeugt,
dass dieses Geld in der Schweiz zu finden ist, wohl einfacher als
aktive Vereinsmitglieder. Ihr seht, ich plane eigentlich nicht
einen zweiten Verein für die DE Community. Sondern ein CH Verein
für OpenOffice.org. Eigentlich könnte ich persönlich sogar auf die
"üblichen Aktivitäten" wie Messeauftritte und Co verzichten. Das
soll allerdings nicht heissen, dass wir einen Stand an der
OpenExpo dann nicht übernehmen können. Ich hätte allerdings
überhaupt kein Problem, wenn ihr mit Eurem Verein auch präsent währen
Wir sind nichtmit dem Verein präsent - wir sind als
deutschsprachiges Projekt präsent. Der Verein deckt einige der
Kosten und sichert es auch weitgehend rechtlich ab.
Wenn ich nun einen Messeauftritt in der Schweiz übernehmen soll,
könnte ich OOo De e.V. fragen, ob ich das erstattet bekomme. Wieso
sollte ich das aber, wenn es doch einen Schweizer Verein gibt? Der
Schweizer Verein hat nun allerdings keinen Antrieb mich da zu
unterstützen - was nun?
Wie ich bereits geschrieben habe, Eine OpenExpo könnten wir durchaus
von einem CH Verein machen, Ich wollte damit nur sagen, dass ich mir
den ganzen Aufwand nicht mache, um lediglich an den paar Anlässen in
der Schweiz präsent zu sein. Wenns nur um die OpenExpo und einen
Stammtisch geht, dann bräuchten wir wirklich kein Verein. Ich hab
halt noch ein paar andere Sachen im Kopf, im Zusammenhang mit dem
Education Projekt.
Was ich für die chweiz eher empfehlen würde, ist die beteiligung an
bestehenden Vereinen, die Freie Software fördern. Sprich z.B. mal
mit den Leuten von Wilhelm Tux oder CH/Open (wobei die eine etwas
andere Ausrichtung haben). Damit dürftest du ein besseres Gefühl
für die realen GEgebenheiten in der Schweiz bekommen. Wilhelm
Tuxwarvorwenigen Jahren urzvor der Auflösung, da kaum noch aktive
Mitgliedervorhanden waren - und auch wenn Du einige tausend FRanken
einsammeln kannst, verwalten tun die sich nicht von alleine.
Ich weiss worauf du raus willst. Du glaubst, dass ich zuviel und
falsche Hoffnungen an den Verein knüpfe. Was meinst du, weshalb mach
ich erst eine Interessenumfrage? Genau um dies herauszufinden.
Wilhelm Tux ist übrigens nach wie vor nahe der Auflösung. Für das
Scheitern von Vereinen gibt es unzählige Grunde. Man kann nicht
einfach sagen, Willhelm Tux gehts schlecht, die FOSS in der Schweiz
ist unterentwickelt.
Und eine OpenOffice.org untergruppe in einem Verein mit ungewisser
Zukunft unterzubringen ist sowieso das dümmste was man tun kann.
André
Gruss Raphael
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