Hallo Herbert,
Herbert Duerr schrieb:
On Jun 22, 2009, at 2:51 PM, Joost Andrae wrote:
Einfluss auf die Fehlerbehebung eines Issues, welches noch nicht von
einem Entwickler angenommen wurde, kann man auch nehmen, indem man
selber Entwickler-Resourcen bereitstellt, um dieses Problem zu beheben.
Dabei müssen nicht mal Entwickler-Resourcen bereitgestellt werden.
Auch ein ganz normaler Anwender kann die Fehlerbehebung wesentlich
beschleunigen, indem er Issues leichter verdaulich macht. Z.B. durch
das Heraus-Isolieren des konkreten Problems
(http://wiki.services.openoffice.org/wiki/AquaBuild#Contribute_by_finding.2C_isolating.2C_debugging_or_solving_issues):
So die Theorie - jeder, der sich schon länger für QA bei OOo engagiert
dürfte diese kennen.
....
Aber um meine Kernaussage zu unterstützen, daß auch normale
Endanwender wesentlich zur Lösung eines Bugs und sogar von ganzen
Bugfamilien beitragen können, will ich mal den fiesen Issue
(http://www.openoffice.org/issues/show_bug.cgi?id=88376) und seine
Duplikate erwähnen. Über die hatte ich auch schon gebloggt
(http://blogs.sun.com/GullFOSS/entry/what_could_possibly_go_wrong).
Bei dieser Problemfamilie war die Hauptarbeit das Einkreisen und das
zuverlässige Reproduzieren des Problems auf anderen Rechnern! Das
Bugdoc aus dem genannten Issue war schon wesentlich besser als die
entsprechenden Beschreibungen aus seinen verwandten Issues. Mit dem
weiter minimierten Bugdoc
(http://www.openoffice.org/nonav/issues/showattachment.cgi/55933/i88376_mini.odt)
war es dann kein Problem mehr, die Stelle im Code zu finden und zu fixen.
Ein sehr gutes Beispiel, dass QA-Arbeit Spass machen kann (könnte).
Diesen Fehler einzukreisen ist eine reife Leistung, auf die man stolz
sein kann (ich wäre es, hätte ich das geschafft).
...
Warum hängen so viele Issues in einem so schlechten Zustand rum?
Ganz einfach: weil es in der Regel Stunden, bei komplexeren Problemen
Tage dauert, eine gute Beschreibung zu liefern. Die Motivation, eine
solche zu liefern ist natürlich vorhanden (z.B. weil man ein schwieriges
Problem löst, oderdem Entwickler hilft). Der wichtigste
Motivationsfaktor ist aber, dass der Fehler korrigiert wird. Im Moment
ist die Chance für einen "freien QAler" sehr gering, gerade einen Issue
zu bearbeiten, der dann demnächst auch wirklich gefixed wird. Für
potenzielle Stopper stehen diese noch relativ gut. Für alles, was nicht
Stopper ist sind die Chancen recht gering. Irgendwann stellt sich die
Frage, in wieviele Issues man noch Stunden an Arbeit steckt, ohne dass
diese nachher korrigiert werden.
Gruß,
André
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