Hi,
michael schrieb:
Das ist pure Theorie und eher lebensfern. Realistischerweise würde so
etwas so ablaufen, dass einige aufhören "mitzuspielen" und andere
bespielsweise aus Interesse an der Sache weitermachen.
Na ja ... realistisch betrachtet schrumpft die aktive De-Community in
den letzten Jahren eher, als dass sie wächst (welcheGründe das konkret
hat, darüber könnte man sich in ziemlich langen theoretischen
Abhandlungen ergehen).
Mit jedem der aufhört, wird aber die Community geschwächt. Dies dient
der Sache aber nicht!
Jepp, wobei man sich dabei natürlich auch fragen sollte,was "die Sache"
ist - und ob das hier der richtige Rahmen ist, um diese zu unterstützen.
Für mich ist (war) "die Sache" das Entwickeln und Verbreiten einer
freien Office Suite unter Zusammenarbeit einer weltweiten Community von
Firmen und Freiwilligen, die sich gegenseitig respektieren. Zur Sache
gehört(e) für mich auch das Entwicklen und die Förderung eben dieser
Community (und Stärkung der freiwillig beteiligten).
Bin ich der Meinung, dass das OpenOffice.org-Projekt der richtige Rahmen
ist, dieses Idee umzusetzen? Nein - nicht mehr.
Es schwächt auch das "Standing" gegenüber dem Hauptsponsor, das, wenn
ich es richtig verstehe, von manchen als fast nicht vorhanden angesehen
wird.
Es ist in einigen Punkten schlicht nicht vorhanden. (Punkt)
Es gäbeMittel und Wege,das zu ändern, aber die wird die existierende
Community nicht gehen (da sie daran definitiv zerbrechen würde denn
immerhin ist der Hauptsponsor ja Mitglied der Community).
Wer erwartet die eine oder die andere Botschaft von uns?
Wenn wir nicht releasen, tun wir's nicht - und fertig. Wem sind wir
Rechenschaft schuldig?
Zum Beispiel den deutschsprachigen Leuten, die OpenOffice.org nutzen,
den Leuten, die OpenOffice.org materiell und ideell unterstützt haben,
der übrigen Freien-Software-Gemeinschaft sind wir eine Erklärung
schuldig (im moralischen, nicht im rechtlichen Sinne).
Im moralischen Sinne ist die Erklärung für mich persönlich sehr einfach:
genauso, wie es mir freisteht, OpenOffice.org durch meine Arbeit zu
unterstützen, steht es mir frei, diese Unterstützung nicht mehr zu
leisten. Jeder, der hier aktiv mithilft (oder mitgeholfen hat), hat
erhebliches geleistet, kann aber nicht aufgrund dieser erbrachten
Leistung dazu gezwungen werden, diese weiterhin zu erbringen. Ebenso
wenig, wie ich Gründe angeben muss, warum ich einen Beitrag leisten
möchte, muss ich welche angeben, warum ich dies nicht tun möchte - das
ist die *Freiheit*, die ich habe.
Gruß,
André
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