Am 15.04.10 21:25, schrieb Johannes A. Bodwing:
Hallo Edgar u.a.,
...
michael schrieb am 15.04.2010 12:41:
Edgar Kuchelmeister schrieb:
Und b), betrachtet man sich die Marktanteile von Office-Software, ist
OOo der einzige ernst zu nehmende Konkurrent von Microsoft;
ja aber nur weil "kostenlos"!
Sonst musst du als Vergleich StarOffice heranziehen, da sieht das
Verhältnis dann wieder anders aus!
OpenOffice.org steht nicht in einer Konkurrenz zu Microsoft-Office,
denn
OpenOffice.org hat eine Qualität, die Microsoft-Office nicht hat und
auch nicht haben soll:
Dein Quoting ist nicht gut!
Nicht ich habe von einer Konkurrenz Microsoft® <-> OpenOffice.org
geschrieben, sondern Johannes.
Eigentlich antwortest du Johannes und nicht mir!
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass man nicht MSO kontra OOo,
sondern höchstens MSO kontra SO vergleichen kann.
Mir ging es dabei um einen Aspekt: Der Marktanteil von OOo. Denn rein
strategisch gesehen würde es für eine Firma Sinn machen, sich an dem
Punkt einzuklinken, an dem sie den größten Gewinn machen kann. Und das
wäre meiner Ansicht nach weniger StarOffice, sondern vielmehr
OpenOffice.org. Unter dem Gesichtspunkt Marktanteil und mögliche
Gewinne in diesem Bereich macht die Namensgebung OOO durch Oracle für
mich ziemlichen Sinn. Und wenn das Zitat von Larry Ellison zutrifft
(von wegen: "... Microsoft möchte ich schlagen.") paßt das bei Oracle
(für meine Begriffe) recht gut zusammen.
Die letztendliche Frage ist für uns vielleicht nur noch: Wird OOo im
strategischen Kurs von Oracle weiterhin ausreichend berücksichtigt,
oder wird Oracle mit OOO eine Richtung einschlagen, bei der OOo
letztlich weitgehend auf der Strecke bleibt.
Das ist ein Gedanke den ich mit meinen Schweizer Kollegen vor einem Jahr
durchspielte. Ich glaube, dass dieses Szenario durchaus mit etwas glück
eintreten könnte. Selbst wenn man die Preise noch auf 10 dollar
runterschraubt, liesse sich noch viel verdienen. Wenn gleichzeitig noch
die Community austrocknet, und dazu noch die besten Community Leute mit
Geld angeworben würden, sehe ich es nicht als unmöglich an. Wenn Oracle
aussteigen würde, ginge hier bestimmt ein jahr gar nichts. In zwei
Jahren könnte uns ein kommerzielles Entwicklerteam derart abhängen, dass
wir wohl nur noch wenig Chancen hätten. Und was sind schon 10 Dollar?
Daraus entstand aber auch ziemlich schnell das Gegenmodell. In der
Schweiz haben wir über 10 % Abdeckung. Wenn man mit 6 mio Computer
rechnet, kann man selbst ausrechnen wie viel Geld es gibt, wenn jeder
OOo User alle vier Jahre 20 Franken zahlt. Das währen rein in der
Schweiz 3 Mio pro Jahr. Damit liesse sich dann einiges machen, und ich
behaupte mal kühn, gegen so ein Modell hat kein Kommerzielles Modell
irgendwas entgegenzusetzen.
Es müssen auch nicht nur finanzielle Mittel sein, Ich bin momentan dran,
grössere Betriebe davon zu überzeugen, ihre Lehrlinge für eine bestimmte
Zeit ins Projekt zu schicken. Geplant wäre das für die Issue jagd. Für
einen Informatiker Lehrling könnte dies eine tolle ergänzung sein.
Open Source ist ein Geben und ein Nehmen. Bis jetzt wurde eigentlich
vorallem Überzeugungsarbeit fürs Nehmen gemacht. Da hat man
logischerweise ein relativ einfaches Spiel. Ich weiss, Werbung für's
Geben macht niemand gerne, aber wir müssen es tun. Wenn wir es nicht
machen wird auch das Nehmen in absehbarer Zeit vorbei sein.
Gruss Raphael
--
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