Hallo,

Johannes A. Bodwing schrieb:
> Speziell zu Oracle hatte ich ja schon Anfang 2010 in größerem Umfang
> dargestellt, was da auf OOo zukommen könnte.
> Und was bisher gelaufen ist, erschließt sich mir nicht,

und warum muß es sich Dir erschließen?

Mir erschließt es sich auch nicht, nur finde ich das normal, denn würde
im Wettbewerb jeder von vorherein verstehen was der Andere vorhat gäbe
es keinen wirklichen Wettbewerb mehr.

> Wieso konnte Oracle nicht einfach eine befristete Ermächtigung
> verfassen, damit OOo in Sachen Marketing und Contribution erst mal
> weitermachen kann, wie bisher. Und das bis zur Veröffentlichung des
> neuen Agreements.

Das hätte Oracle gekonnt und man hat es augenscheinlich trotzdem nicht
getan. (Verständliche) Gründe für dieses Vorgehen fallen mir mehrere
ein, aber ich will hier nicht öffentlich spekulieren.

> ~ Es kam zur Aufsplittung. Damit hat sich Oracle eine neu Konkurrenz
> geschaffen (LO), statt die "alte Mannschaft" (OOo) zu stärken.

Eine ziemlich einseitige Interpretation, denn entweder man begreift jede
KOnkurrenz (also auch OOo) als Konkurrenz oder nicht.

> ~ Zudem führt die Strategie von Oracle dazu, daß OOo nicht mehr als
> möglichst eigenständig rüberkommt.

Und warum muß es das? Möglicherweise schätzen viele Anwender die
Sicherheit die ein großer Partner bildet, und die juristisch durch das
SCA untermauert ist.

Andere hingegen fühlen sich durch einen großen Partner bevormundet und
haben deshalb LO begründet.

Selbst obwohl auch ich mich für LO entschieden habe maße ich mir nicht
an zu sagen das der Ansatz von LO der einzig Richtige ist.
Gerade die Frage der Code-Absicherung bei LO, durch ein CA oder
Adäquates, ist derzeitig noch stark umstritten und sollte es eine solche
Absicherung zukünftig nicht geben dürfte sich das als erhebliche
Achillisferse erweisen.

> Deshalb hatte ich bzgl. "Info über
> OOo" gefragt. Für Außenstehende ist dieses OOo von Oracle, und in der
> Info steht es ja auch so, und noch was von basiert auf OpenOffice.org
> und Beiträge einer Community.

Hier tut Oracle nichts vordergründig Anders als Sun, einzig mit einem
Unterschied: Oracle ist scheinbar wirklich an Etablierung ihrer
kommerziellen OfficeSuite interesiert, wohingegen Sun, den sehr gut am
Markt etablierten Namen "StarOffice" letztlich so runtergewirtschaftet
hat das sich niemand mehr dafür interessierte.

> Denn Fakt ist:
> Die bisherigen Ziele von OOo umzusetzen würde Oracle Geld
> kosten.

Mitnichten ist das Fakt.
Wenn das Fakt wäre würde OpenSource-Engagement für kein Unternehmen Sinn
machen, weil man sich ja quasi immer selbst Konkurrenz heranzüchtet.

> Denn
> eine Marktführerschaft von OOo mit irgendwas um die 50% würde
> bedeuten:
> Oracle schlägt sich mit MS, IBM usw. um die restlichen 50%.
> Glaubt ihr ernsthaft ein Konzern (egal welcher) würde sich freiwillig
> eine solche Situation schaffen?

Ja, ich glaube daran, denn ich sehe das sich der Markt hinbewegt zu OSS
und zu neuen strategischen Beurteilungen deren Wirkungen. Auch kann ich
nicht übersehen welche Vorteile Oracle als dem SCA erwachsen.

Deine Einschätzung ist insgesamt phantasielos und rückwärts gewandt und
träfe sie zu wäre OSS für KEIN EINZIGES Unternehmen eine sinnvolle
INvestition, die Praxis ist längst dabei zu belegen das das Gegenteil
der Fall ist.

> Deshalb braucht OOo, um wirklich dauerhaft überleben zu können (und
> nicht dahindümpeln), klare Kante von Oracle. Denn wenn's richtig gut
> liefe, könnte OOo 70-80% Marktanteil bekommen, und dann?

Dann wäre Oracle unangefochtener Inhaber wertvollsten technischen
Insiderwissens, was sich trotz Offenheit des Code für die Allgemeinheit
aus der praktischen Tatsache ergibt das die wesentliche Code-Entwicklung
bei OOo von angestellten Entwicklern von überwiegend Oracle geleistet
wird und deren Erfahrung weitaus mehr Wert ist als nur der reine Code.

> Wir wollen ...; z.B. XY Prozent + Bedingungen, mit denen wir den
> größtmöglichen Spielraum zur Weiterentwicklung von OOo haben.

Das wird ganz sicher niemals Ziel von OOo sein können, da längst nicht
alle der Mitwirkenden überhaupt an marktanteilen interesiert sind,
sondern viele auch andere Dinge als wichtig ansehen egal ob es
Marktanteile brinbgt.

> Dann muß die Struktur überlegt werden,

die ist bereits seit Jahren überlegt und scheint mir sehr sinnvoll,
einzig muß sie mit mehr Leben gefüllt werden.

> Ich weiß, das ist alles viel zu Theoretisch. Aber solange OOo
> nicht so
> angelegt ist, daß sich die passenden Strukturen von selbst ergeben
> (Bsp.: Selbstorganisation),

so ist OOo aber angelegt

> > Langsam, weiß ich nicht mehr, was deine Intention ist?
>
> Aus einem (derzeit) darniederliegenden Gaul ein munter
> trabendes Pferd
> zu machen.
> Und das mit Teilen der bisherigen Marketingstrategie, weil es anders
> garnicht geht. Zum Bsp. eigene ausreichende Finanzen (die sind allein
> für ein schlagkräftiges Marketing nötig).

DANN FANGE DU DOCH ENDLICH AN und labere nicht rum!

DEINE Meinung zählt und was DU willst ist dann auch der richtige WEg.
Ist Dir die Strategieentwicklung das Wichtigste dann
betreibe/organisiere Diese, sind Dir Geldmittel wichtig dann sammele
Spenden!

NIEMAND steht Dir für DEine Ideen auch nur im Mindesten im Weg, DEin
ewiges Rumgelabere ist jedoch nur noch unerträglich!

> Das Problem dabei (deshalb reite ich so auf den "Fundamenten" rum):
> Es wird mittel- bis langfristig zur Kollision mit Oracle
> führen.

niemand kann das wissen

> Allein
> über den Marktanteil von OOo. Der wird nicht bei 30 oder 40%
> enden. Eher
> 50 Plus.

50% Marktanteil ist reines Wunschdenken. Im Gegenteil kann es sich
innerhalb weniger Jahre ergeben das Marktanteile gegen Null fallen z.B.
weil sich Cloud-Computing allgemein durchsetzt und OOo, LO und andere
dann auf das falsche Pferd gesetzt hätten.

Nö, ich persönlich zöge es nicht vor das sich Cloud-Computinmg
durchsetzt, nur ist die chance dafür sicher höher als die Chance dafür
das OOo 50% Marktanteil erreicht.


Gruß
Jörg





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