Hallo,

Johannes A. Bodwing schrieb:
> Welcher Wettbewerb? OOo steht doch mit nichts im Wettbewerb,
> erst recht
> nicht mit MS usw. (das kam in etlichen Mails zu solchen
> Sachen). Also,
> von welchem Wettbewerb redest du?

Ich rede vom ganz normalen Wettbewerb am Markt, den den erlebe ich
beruflich täglich. Ich meine natürlich beruflich nicht allgemein sondern
in Hinblick auf OOo, denn ich verdiene mein Geld überwiegend mit
Dienstleistungen zu OOo, insbesondere auch dadurch das ich Unternehmen
dabei unterstütze von mS Office zu OOo zu wechseln und damit automatisch
am Wettbewerb um Marktanteile für OOo mitwirke.

Wenn hier immer wieder ein par Freaks behaupten es gäbe den Wettbewerb
garnicht haben sie erstens von der Praxis keine Ahnung und zweitens noch
nie in ein Buch zu Wirtschaftfragen geschaut, und ein REcht auf eine
eigene Meinmung hat ansonsten Jeder, auch wenn die Meinung falsch ist.

> Dann sind wir doch bei dem, was ich schon dargestellt hatte:
> Was erwartet ihr von Oracle für OOo, wenn die sich mit OOo Konkurrenz
> schaffen? Volle Unterstützung?
> OOo steht nicht nur mit MS u.a. im Wettbewerb, sondern auch
> mit OOO, dem
> wohl größten Sponsor. Was ist dann wirklich zu erwarten?

z.B. genau das was Sun über jahre tat und was Oracle heute tut, nämlich
Entwickler bezahlen die Code schreiben oder auch das Oracle/Sun das
Projekt gegenüber möglichen Angriffen Dritter rechtlich schützt.

> Oh, hört auf. Ihr widersprecht euch alle paar Monate selbst.
> OOo sollte
> ein möglichst freies Open Source Office-Suite-Project sein.
> Jetzt wird
> die Sicherheit des großen Partners rausgekramt.
> Sorry, glaubt ihr das da wirklich auch selbst?

JA!

WArum bitteschön willst Du nie aktzeptieren das verschiedene Menschen
verschiedene Meinungen haben und trotzdem in einem Projekt
zusammenarbeiten.
Es ist doch keinerlei Geheimnis das beim OOo-Projekt insgesamt das
Meinungsspektrum sehr breit war und ist, manche lehnen das SCA völlig
ab, manche tolerieren es und manche finden es gut. Manche mögen
kommerzielle Aktivitäten für OOo und für Manche zählt nur das es
kostenlos ist ...

Solche Meinungsvielfalt und Gegensätze gab und gibt es und wird es geben
und alle wissen darum und sind tolerant genug mit dieser
meinungsvielfalt innerhalb eines Projekts zu lkeben.

> Was du da bringst, steht eigentlich im Widerspruch zu den OOo-Zielen.
> Für wen arbeitet ihr dann? Für euch selbst, Hauptsache es macht Spaß?

Die Motivationslage ist für jeden unterschiedlich, für Manche ist es
tatsächlich nur Spass, für Manche eine herausfordende
Freizeitbeschäftigung und für Manche, wie mich, Flankierung ihrers
beruflichen Interesses.

> Was heißt fühlen?

Das sie sich ehrlichen Herzens so fühlen. Viele z.B. mögen Oracle, oder
dessen Vorgehen, nicht, ich z.B. habe überhaupt nichts gegen Oracle und
halte deren Vorgehen stellenweise nur für dumm (aber eben nicht
böswillig).

> Ja, und das hat Konsequenzen für das OOo-Projekt. Wann also will die
> OOo-Gemeinde das mal konkret angehen - wenn der Gaul wirklich
> nicht mehr
> atmet?

Das ist eine Frage deren Antwort Du NUR aus den Handlungen der
Beteiligten ablesen kannst, wie so viele andere FRagen die Du ständig
stellst auch.

Sieh doch endlich einmal ein das Dir niemand hier verbindlich für alle
beantworten kann wie sie denken oder was sie vorhaben.

> Beispiele.

Red Hat, IBM, Novell, .riess, tarent, ...

> Und Oracle würde das weiter als OpenSource laufen lassen? Wo sind die
> Ansätze für diese Annahme?

Das ist keine Annahme das ist Gewissheit denn eine bestehende
Lizensierung kann nicht nachträglich zurückgezogen werden.

> Zudem paßt oben das zu dem, was ich schreibe. Die Abhängigkeit von
> Oracle (vormals Sun) ist immens. Und die ändert sich
> entweder, indem OOo
> an sich reagiert

Hat es längst getan und den Fork LibreOffice hervorgebracht. Nimm doch
einfach endlich mal zur Kenntnis das genau diese Alternative nun besteht
und jeder jetzt problemlos wählen kann ob er der Abhängigkeit von Oracle
enflieht oder nicht.
Wer allerdings, trotz jetziger Existenz von LO, immer noch bei OOo ist,
dem nimm doch bitte auch ab das er im GRoßen und Ganzen die Verhältnisse
hier vorzieht.

> Dann ist/war die marketing-strategy 2004 von vornherein Makulatur?
> Dann sagt das doch. Wieso stellt keiner klipp und klar dar:

Ganz einfach: weil es so ist, das jeder weiß, aber das eigentlich
niemand für ganz glücklich erachtet.

Der Punkt ist es gibt keine harte Möglichkeit eine Strategie
durchzusetzen, alles was geht ist freiwillige Einsicht. Und das das
genauso ist ist doch jedem auch bewußt, denn wenn sich hier iurgendwer
hinstellt und sagt er habe keine lust sich an eine Strategie zu halten
was soll dann geschehen? Die Polizei rufen können wir nicht.
Alles was wir können ist denjenigen zu ignoirieren und dann haben wir
einen Mitstreiter weniger.

> Ihr labert doch ständig rum.

Nein, die Mehrzahl hier findet DEine Diskussionen hier so uninteressant
das sie sich schon lange nicht mehr daran beteiligen.

Das nicht etwa weil sie falsch finden was Du sagst, sondern nur weil sie
wissen wenn man hier im Projekt etwas erreichen will muß man durch
praktische Arbeit überzeugen.

> Zunehmend wird jetzt bestätigt,
> daß ich ja
> eigentlich richtig liegen würde, aber eigentlich ist man
> dagegen, weil
> man keinen Zwang möchte.

Prima das Du das endlich erkennst.

> Das ist dann aber keine Community mehr, wie sie immer nach draußen
> dargestellt wird. Daß hier gemeinsam ... usw.
> Denn es würde bedeuten: Jemand kommt, überzeugt, und schon
> läuft es in
> die Richtung desjenigen. Ob das wirklich gut ist, darüber diskutieren
> wird dann, wenn sich die Nachteile deutlich zeigen.
> Das meint ihr doch nicht ernst?

Doch so meinen das Viele, gerade auch Viele derjenigen die zu LO
gewechselt sind gehen von diesem Modell einer Community aus, manchmal
nennen sie es Ameisenhaufen o.Ä. der Oberbegriff ist aber letzlich wohl
Basar-Modell(*), in Abgrenzug nur 'normalen' Organisation von Projekten
im 'normalen' Leben.

(*)
abgeleitet von:
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kathedrale_und_der_Basar



Gruß
Jörg


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