Zu Beginn will ich einen erfreulichen Umstand anmerken der denen, die diese Diskussion in «epischer Breite» mitgemacht haben, bekannt sein sollte, mir aber neu war:
Unser Sorgenkind OpenOffice hat unter Tools>Options>Language Settings> Languages ein Kästchen «Decimal separator key». Entfernt man dort das Häckchen, ergibt KP_Seperator ein Komma, KP_Decimal einen Punkt. Getestet mit OpenOffice 3.0 von der Ubuntu 9.04 LiveCD, mit deutschem Locale und monolithischem Treiber. Unser (einziges) Sorgenkind ist also gar keines. Und jetzt zu den strittigen Dingen. >> Wenn es nach mir ginge, würde ich dem period und komma auf dem echten, >> KP_Decimal und KP_Seperator auf dem Ebene 4-Ziffernblock verwenden. >> > > Das ist in jedem Fall ein schlechter Vorschlag. Erstens verliert man dadurch > Funktionalität auf dem Keypad. Zweitens ergeben Separator und Decimal in > OpenOffice (und vermutlich auch in anderen Programmen) das gleiche – heißt: > es gibt auf der Ebene 4 in solchen Programmen keinen Punkt mehr. Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass der Vorschlag tatsächlich schlecht ist, aber aus anderen Gründen als denen, die du nennst. Er hat nämlich dieselbe Schwäche wie die Referenz: Er diktiert eine Implementierung, statt sich darauf zu beschränken, das gewünschte Verhalten der Neo-Belegung zu spezifizieren. Systemspezifischer Kram wie X-Keysyms haben in einer allgemeinen Referenz nichts verloren. Und Hacks wie der KP_Separator/comma-Hack, die ein nicht existierendes Problem mit einer einzigen Anwendung auf einer bestimmten Plattform umgehen (aber nur wenn das Locale zufällig passt) schon garnicht. Im Moment ist das eine akademische Kritik an der Referenz. Praktisch relevant wäre sie gewesen, wenn OpenOffice tatsächlich ein «Sorgenkind» gewesen wäre. Dann hätten die Implementierungvorgaben eine konforme Implementierung verhindert, die das Problem auch unter einem schweizerdeutschen Locale umgeht, obwohl es technisch kein Hindernis gibt (Stichwort: XkbOptions). Da ein solches Sorgenkind noch auftauchen kann wäre es sinnvoll, die Referenz von implementierungspezifischem Ballast zu befreien. Andreas
