Am Fri, 4 Dec 2009 00:58:42 +0100
schrieb Pascal Hauck <[email protected]>:

> Da wir bereits mitten im Prozess (zumindest im Denkprozess) bei der
> Gestaltung von Neo3 sind, sollten Ziele formuliert werden, die es
> durch Neo3 zu erreichen gilt

• Handwechsel maximieren
• bei der Tastenlage soll im Zweifelsfall eine gedrückt zu haltende
Taste (Modifier) den Vorrang vor einer nur anzuschlagenden Taste
erhalten (Tot-Taste, seltene Zeichen)

> • Verringerung der Einfingerkollisionen

Einfingerkollision könnte beim Institut für Deutsche Sprache zum
Kandidaten für das Unwort des Jahres werden, wird aber wohl nicht genug
verbreitet sein. Der Begriff Einfingerkollision klingt paradox, denn
mir suggeriert er, dass ein Finger mit sich selber kollidiert - worauf
wir hier notfalls Jahre achten ;-) .
Sicher bin ich mir immer noch nicht, ob ich das Schlagwort
Einfingerkollision richtig auffasse. Ist das so gemeint:
Einfingerkollision = Einfingerwiederholung (ohne Mehrfachanschlag)?

Falls ja, dann genügten zukünftig z. B. die beiden Begriffe
Mehrfachanschlag (meist Doppelanschlag), wenn eine Taste mehrmals
hintereinander angeschlagen wird, und Einfingerwiederholung, wenn
derselbe Finger mehrmals hintereinander verschiedene Tasten anschlägt.
Zumindest konnte ich die beiden Begriffe von Anfang an verstehen, da
sie nahezu selbsterklärend erscheinen - Einfingerkollision leider nicht.

> • Symmetrische Lage der Modifier (Mod3 auf y, Mod4 auf j)

Die symmetrische Anordnung der Modifier würde ich als unbedingt
erreichbar einstufen. (Mod3 auf Qwertz-CapsLock und Qwertz-# ist für
die Kleinfinger unsymmetrisch!)
Wenn ich mich richtig erinnere hat Apple eine Studie zur Symmetrielage
solcher Tasten angestellt. Danach ist Symmetrie wichtig.

Bei der Lektüre früherer Beiträge müsste ich die Belegungshistorie
jeder einzelnen Tasten kennen, um sie verstehen zu können. Das
erschwerte mir den Einstieg lange Zeit.
Wo es um das Ändern von Tastenbelegungen geht:
Vielleicht wäre ein fixes Bezugssystem sinnvoll. Bei
Belegungsvorschlägen mag eine allgemeingültige Tastenbezeichung genannt
werden, oder die weithin bekannte Qwertz-Belegung der betreffenden
Taste - aber bitte nicht die jeweils aktuelle Belegung, von der kaum
jemandem klar sein wird, ob sie vorher schon etliche Male anders war
oder ob sie so bleiben wird.
Angeblich hat die deutsche Tastatur die Tastennummern:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/c4/Tastatur_de3_rgb.png

Keycodes kommen auch in Frage, aber wenn, dann einheitlich das eine
oder das andere:
http://ingomar.wesp.name/articles/xkb-tastaturbelegung-in-x11-xorg-xfree86/keyboard-ibm-pc105-x11-keycodes.jpg

Der Einfachheit versuche ich zukünftig eine Tastenlage so zu bezeichnen:
Qwertz-ä, Qwertz-#, etc.

Wenn konsequent unveränderliche Lagebezeichnungen verwendet würden,
dann könnte jeder Neueinsteiger die betreffenden Beiträge
nachvollziehen. Auch wäre die Möglichkeit von Missverständnissen über
eine gemeinte Taste verringert.

> • bessere Erreichbarkeit der – nacheinander und in Kombination mit
> der Maus benutzten Befehle STRG+{x,c,v} – das heißt: nebeneinander
> und in der unteren Reihe der linken Tastaturhälfte (die rechte Hand
> ruht i.d.R. auf der Maus)

Das würde ich als Ziel, aber nicht als unbedingt erreichbar einordnen.

Unbedingt erreichbar wäre eine Alternative, bei der sich die
Copy&Paste-Funktionen bequem von der Grundpostition aus greifen
lassen. (Oder gibt es das schon und ich habe es noch nicht gefunden?)

Die Tastenkombinationen vermag ich wegen der viel zu weit entfernt
liegenden Strg-Tasten schon bei Qwertz nicht ohne Verlassen der
Grundposition zu greifen. Und bequem empfinde ich den Griff auch nach
Verlassen der Grundposition nicht.
Das sollte Neo seinen Anwendern ersparen.

Was für Kombinationen mit der Maus sind gemeint?

Mit netten Grüßen
Karl



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