Hallo Thomas,


Am 22.02.2015 um 11:50 schrieb Thomas Skowron:
Der Operator hat für mich an Fahrkartenautomaten den Zweck, den 
verantwortlichen bei Störungen zu finden.

Ich finde es äußerst schädlich, von einem einzigen Nutzungsfall bei der 
Erfassung bzw. Pflege von OSM-Daten auszugehen (vgl. Mappen für den Renderer).

Welche Gründe für einen Operator an Fahrkartenautomaten würdest du denn ins Spiel bringen? Einfach nur mal umzusehen wo meine Denkblokaden liegen.

Was aus meiner Sicht auch gegen diese Ausgeschriebenen Namen spricht ist deren 
Verwendung. Ein Blick auf die Seite der Stadtwerke Erfurt offenbart genau wie 
der Blick auf evag.de das dort übereinstimmend nur von der EVAG die Rede ist 
und nicht von irgendwelchen Verkehrsbetrieben

Wenn Abkürzungen so wichtig sind, sollte man ggf. über operator_shortname 
nachdenken; generell halte ich aber die volle Schreibweise (ohne Rechtsform) 
für den richtigen Weg, da (meist dreistellige) Abkürzungen nicht genug 
Eindeutigkeit liefern.

Da wir keine Mechanismen wie Fremdschlüssel in OSM haben und Methoden wie 
Sammelrelationen keine sinnvolle Maßnahme sind, ist es unerlässlich, dass 
zusammengehörige Elemente zweifelsfrei miteinander assoziiert werden können. 
„Dresdner Verkehrsbetriebe“ sehe ich bisher als einzige wirkliche Lösung. In 
Kombination mit diesem operator-Tag kann eine Eindeutigkeit für die 
Zusammengehörigkeit von z.B. Liniennummern hergestellt werden. Die Liniennummer 8 
mit dem Operator „Erfurter Verkehrsbetriebe" kann von der Linie 8 mit „Essener 
Verkehrsbetriebe“ abgegrenzt werden.

Regionaler Bezug ist ein so dermaßen weiches Kriterium, dass es bei jeglicher 
Automatisierung Heuristik notwendig macht. Das halte ich bei einer Geodatenbank 
für ein gravierendes Problem.

Regionaler Bezug ist bei Geodaten das wichtigste! Denn nur deshalb werden es Geodaten. Für die Auswertung könnte man ganz locker wie bei den Irrläufern der Postleitzahlen vorgehen. Wenn es einen räumlichen Mindestabstand von 100km bei Fahrkartenautomaten gibt, ist davon auszugehen, dass es sich um einen anderen operator handelt. Die Linie 8 In Erfurt und die Linie 8 in Essen könnte man aber schon am network unterscheiden. Bei einigen Linien im VBB ist das aufgrund der Größe etwas anderes. Aber auch hier hilft ein Blick in die Landkreise, da die Linien mit gleichen Namen keine Berührungspunkte haben!

und zu guter Letzt noch die overpassapi:
es gibt 578 nodes mit operator=DVB
Zum Vergleich gibt es mit operator=Dresdner Verkehrsbetriebe AG genau 2
und immerhin 135 mit Dresdner Verkehrsbetriebe.

PS Ein Blick über den Tellerand nach Berlin:
1289 Nodes mit BVG
und stolze 19 mit Berliner Verkehrsbetriebe


Du argumentierst mit dem Status Quo. Wir brauchen wohl nicht darüber zu 
diskutieren, dass das kein sinnvoller Ansatz ist („Das haben wir immer schon so 
gemacht.“)

Der Status Quo ist nicht einfach nur Status Quo, sondern es hat Gründe warum es den gibt. Es gibt Menschen die der Meinung sind/waren das es so zu erfassen sei, weil es ortsüblich ist. Es gibt in OSM eine Reihe von Dingen welche ortsüblich erfasst werden. Und da sollten Menschen, welche das ändern wollen gewichtigere Gründe haben als meine Karte mit Automaten....

viele Grüße

Jan
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