Hallo Jan,

aus meiner Sicht ist deine Herangehensweise, eine Abkürzung wie DVB irgendwie nutzbar zu machen, nicht zielführend. Ein Tag wie operator gilt für viele unterschiedliche Objekte, nicht nur Routen im öffentlichen Verkehr. Und selbst ein Verkehrsunternehmen betreibt mehr als nur Routen und Fahrzeuge, z.B. Servicecenter, Werkstätten, Automaten, Büros, Infrastruktur wie Energieversorgung und Telekommunikation. Dabei wird kein network getaggt. Eine Abkürzung konkurriert daher mit allen anderen operator-Werten, nicht nur mit denen von anderen Verkehrsunternehmen. Das ist die Motivation möglichst eindeutige Bezeichnungen zu verwenden. Und der offizielle Firmenname, so wie er in einem (Handels-)Register eingetragen ist, ist schon sehr eindeutig.

Mit deinem Argument des regionalen Bezuges bräuchten wir bei Adressen nur die Hausnummer angeben. Die Straße ergibt sich aus dem regionalen Bezug "nächstgelegene Straße", die Postleitzahl aus "innerhalb Postleitzahlengebiet", usw. Warum geben wir trotzdem alles an? Weil es für die Datenauswerter viel einfacher ist. Gerade wenn man versucht eine weltweit nutzbare Karte zu erstellen ist man froh, wenn man nicht noch extra Verknüpfungen und ortsabhängige Kriterien heranziehen muss, die vielleicht auch noch für jedes Land anders sind.

Ich finde auch, dass Tippfehler bei nur drei Buchstaben viel verheerender sind als bei über 20. Die Fehleranfälligkeit ist generell kein gutes Argument. Aktuell gibt es viel mehr Fehler bei DVB ("DVB, RVD", "DVB/VVO", "DVB-AG", ...) als bei Dresdner Verkehrsbetriebe ("Dresdner Verkehrbetriebe").

Was im Grunde bei OSM fehlt sind "Schablonen". Wenn es sie geben würde könnte man eine Schablone für die Dresdner Verkehrsbetriebe anlegen und dort Abkürzungen, Logos, Rechtsform, Kontaktmöglichkeiten, usw. ablegen. Als operator würde man dann diese Schablone anwenden. So könnte man auch leicht weitere Infos hinzufügen, und eindeutig wäre es ohnehin durch den Schablonen-ID. Das wäre auch beim 3D-Mappen von Plattenbausiedlungen ganz praktisch. Schablone WBS70, 5 Eingänge, abweichende Gebäudefarbe, fertig. Wartehäuschen an Haltestellen sind auch sehr standardisiert. Wenn wir jetzt Schablonen hätten, wären die alle ohne viel Aufwand in 3D verfügbar.

Damit es konsistent ist würde ich mit network so wie mit operator verfahren. Ob nun mit oder ohne AG/GmbH/usw ist nicht so wichtig, wir sollten uns nur auf eine Variante einigen.

Gruß
Holger


Am 16.02.2015 um 22:03 schrieb Jan:
Hallo Holger,

du hast zwar recht das Abkürzungen von Firmennamen nicht eindeutig sind.
Aber wie die Diskussion auch im Forum zeigt sind viele Dinge einfach
eingeführt. Vielleicht spricht man in Dresden noch von den Dresdener
Verkehrsbetrieben. Und vielleicht gibt es bei dem ein oder anderen noch
das AG.
Aber bei der Städtebahn Sachsen musste ich erstmal nachschauen welche
Gesellschaftsform das ist.
Auch das Argument das es weltweit Überlappungen geben könnte...
Wer die Daten sinnvoll auswerten möchte, sollte einen Regionalane Bezug
haben. Es gibt nur eine DVB im Network VVO und es gibt nur ein Network
VVO in Deutschland.
Das ist wie mit Straßennamen. Es gibt Straßennamen die findest du in
jedem Ort. Manche findest du sogar im gleichen Ort mehrmals. Und
trotzdem kommen die Menschen damit klar, weil sie eine Postleitzahl mit
einbeziehen.
Also wenn es nicht irgendwelche anderen Sachdienlichen Hinweise dazu
gibt, rate ich vom Ausschreiben dringend ab. Nicht nur weil es
umständlicher ist, sondern auch fehleranfällig. Und dann haben die
Dresdener Verkehrsbetriebe nicht nur einen weltweit eindeutigen Namen
sondern derer gleich mehrere. Siehe Telekom, Deutsche Telekom oder
Deutsche Telekom AG.

Viele Grüße

Jan

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