velofreak schrieb:

> kann man beides auch einzeln machen. Aber wenn FF, dann ist es ein Gebot
> der Fairness, sich netzintern an das PPA zu halten. Das ist der Kern des
> Streits, wenn ich es richtig verstanden habe.

Kernpunkt des Streites für mich ist, sich nicht von einem
Community-Gedanken bevormunden zu lassen. Ich will Freifunk machen aber
mich eben nicht diesem "Community-Gedanken" verpflichten, unterordnen,
indoktrinieren lassen. Ich will nicht zu einer Community gehören die
sich derart A-typisch verhält, dogmatisch ein PPA als heilige Kuh durch
die Straßen treibt und Leute wie Uwe abschießt.

Das was Uwe macht, mit seiner Hetze und Verleumdung ist mies, darüber
brauch man nicht zu diskutieren - man sollte aber mal darüber
diskutieren wie man mit diesen Leuten umgehen kann und wo die Ursachen
für solch ein Verhalten sind.

Stattdessen wird nur gegeneinander Gehetzt und sich an den Äußerungen
anderer hochgegeilt. Ganz großes soziales Kino.

Leute auf Grund ihres Verhaltens auszuschließen ist die klassische
Variante wie wir sie in der Gesellschaft vorfinden - Menschen die nicht
"unserem" Wertebild entsprechen werden weg gesperrt, bestraft - eine
Alternative wäre eine Sozialisierung bzw. das Suchen nach Problemen,
Kompromissen und Lösungen.

Für mich stellt sich die Situation wie folgt dar:
Das Freifunk-Netz ist eine heterogene Masse quer durch verschiedene
gesellschaftliche Schichten, es lässt sich zwar ein Trend erkennen, der
auch eine gewisse Dominanz (die Techies) ausübt jedoch ist dessen
Einfluss (noch?) gering.

Wir sehen uns eben mit der Tatsache konfrontiert das Leute das
Freifunk-Netz nutzen um primär Internet zu haben und auf Grund der
gesellschaftl. Umstände bedingt durch ihren finanziellen Einsatz eine
Erwartungshaltung haben (sie sind eben so sozialisiert) und auch kein
ausreichendes technisches Verständnis bzw. Interesse sich mit Details
auseinander zu setzen (ich bezahle dafür, auch wenn's nur der Router
ist, Dienstleistung).

Das diese Einstellung falsch ist, wird häufig kommuniziert, aber eben
vielleicht nicht ausreichend. Und es liegt auch gewissermaßen in dem
Vermögen des Freifunker der sich als Hilfesteller betätigt diese
Situation zum einen nicht auszunutzen und zum anderen auch klar die
Anliegen des Freifunk-Netzes zu kommunizieren.

Was jedoch auch wiederum ein Konflikt darstellt, da eben seitens des
Freifunk-Netzes auch eine zeitlang der (unterschwellige) Wettlauf lief
wer hat die meisten und besten Nodes in seinem Viertel - ausgewertet und
mit Anerkennung beweihräuchert auf den Donnerstags-Treffen.

Diese Materialschlacht (so betitelte ich dies auch bereits dazumals) ist
zum Glück vorbei, aber Grund mit dafür das in GZ eben so schnell ein
Netz wuchs und das mit dem Einsatz von einem Master-Mind der dann
irgendwann mal "sein" Arbeitswerk in Gefahr sah - er ist quasi auch nur
ein Opfer der bestehenden gesellschaftlichen Vorgaben: Rum&Anerkennung
(innerhalb seiner Schäfchen) und materieller Verlust (in Form seiner
Arbeitskraft)

Und ich hoffe auf eine konstruktive Debatte die eben nicht von
Beleidigungen oder von Totschlagargumentation geprägt ist.


Dirk

PS: Es ist meine Sicht der Dinge, geprägt durch Erlebnisse, Eindrücke
etc. wie ich sie erfahren habe - dies an den einzelnen Beispielen zu
belegen spare ich mir, hab aber den ganzen Nachmittag mit diesem Text
verplämpert. Ich bin sicherlich auch kein Soziologe oder sowas um das
alles in allem Umfang aus zu wälzen, ich mache mir aber so meine
Gedanken und würde es doch mal spannend finden wie hier Layer8-Probleme
gelöst werden (statt sie zu entfernen).

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