Hallo Jesko,

wie Du schon geschrieben hast, ist .DOCX für LibreOffice Writer 4.3 kein
Problem mehr.
Probleme machen proprietäre Windows- (und Mac-!)Schriftarten, die in
Linux nicht (legal) verfügbar gemacht werden können. Dagegen kann auch
Softmaker Office nichts ausrichten.
Bei uns war es z. B. die Schriftart Tahoma. Eine kurze Recherche hat
ergeben, dass als Ersatz "DejaVu Sans Condensed" die Formatierung
unserer Dokumente am besten erhält.
Diese (oder eine andere) Schriftartersetzung könnte man sicherlich
LibreOffice im Profil von linuxadmin als Standard vorgeben.
Eine Stellschraube, mit der fehlende Akzeptanz bestimmt zu erhöhen wäre!

Schwieriger sind .PPT(X), die mit MS-Office 2010 oder neuer erstellt
wurden. PowerPoint ist traditionell die Brechstange, mit der die
Benutzer mit hoher Endscheidungs- (jedoch nicht immer gleichwertiger
Medien-)Kompetenz zum Upgrade bewegt werden sollen ...
Den PowerPoint Viewer 2010 habe ich im Gegensatz zu MS Office 2010
bislang nicht in wine sondern nur in VirtualBox mit Windows XP zum
Laufen bekommen.
Eine medienkompetente Vortragende hat ihre .PPT(X) oder .NOTEBOOK für
eine fremde Umgebung immer noch in Form eines PDF als Plan B dabei.
Mit dem Document Viewer im Präsentationsmodus fällt Plan B kaum auf :-)

Ansonsten haben die KollegInnen sich bei uns nach der vom Schulleiter
nach dem 8.4.2014 aufgrund der für ihn indiskutabel hohen Gesamtkosten
für ein Upgrade auf Windows 7 und Office 2010 (Lizenzen, Wartungsaufwand
und Hardware!) durchgesetzten Einführung von LinuxMint 13 an Linux und
LibreOffice gewöhnt.
Mit ein paar verschobenen Formatierungen lässt sich ein deutlich
fünfstelliger Euro-Betrag im Schul-Etat schwer begründen, erst recht
nicht, wenn diese Investition  maximal bis 2020 Sicherheit schaffen würde.
Vielleicht will jemand 2016 oder 2017 lieber Tablets kaufen?!
Wichtig für die inzwischen erreichte Akzeptanz war, dass fast alle
auftretenden Probleme schnell gelöst werden konnten, oder wenigstens ein
Workaround angeboten wurde.

Dem nächsten Upgrade auf linuxmuster 6.1 und HULC sehen die meisten
meiner KollegInnen eher optimistisch entgegen.
Eine Mathe-KollegIn findet Smart Notebook 11 in Linux inzwischen ebenso
brauchbar wie  Smart Notebook 14 in Windows 7 :-)

Gruß Jürgen

Am 14.11.2014 14:26, schrieb Jesko Anschütz:
> Hi Steffen,
>
>
>> Am 14.11.2014 um 12:53 schrieb Steffen Auer <[email protected]>:
>>
>> dass jeder auf seinen privaten
>> Geräten weiter stur mit MSO arbeitet,
> das kann und will man ihnen ja auch nicht verbieten...
>
>> alles, was mir beim
>> Dateitauschen und Verschicken so unter die Augen kommt also auf docx
>> endet
> das zeigt halt die Medienkompetenz der Kollegen...
>
>> und deshalb alle mit dem Problem von verschobenen
>> Dokumentenlayouts "kämpfen",
> ... 90% davon ist meiner Erfahrung nach auf fehlende MS-Schriften zu 
> schieben. Wenn die Kollegen Schriften verwenden, für die auch die Schule eine 
> Lizenz hat, dann schiebt sich viel weniger.
>
>> was dazu führt, das LO dann als
>> "inkompatibel" "Schrott" und "taugt nichts" abgestempelt wird.
> ... ich hab gehört, dass das SoftMakerOffice unter Linux läuft, die 
> MS-Dokumente viel besser anzeigen kann als LO und es als Schullizenz auch nur 
> 15 Euro kostet (nicht pro Rechner, sondern insgesamt.)
> Das werde ich mir anschauen, sobald ich mal wieder etwas mehr Zeit habe.
> 15 EUR für die Schule, 
> 15 EUR für die Schüler oder Kollegen zuhause, das ist nicht viel und wenn die 
> Software was taugt, dann kann man das ja der Firma auch bezahlen.
> Wenn man es dann außerhalb des Bildungsrabattes weiterverwenden will, dann 
> verdient man ja auch Geld und kann sich vielleicht den kleinen Beitrag von 
> 69,95 auch noch leisten. Oder auch nicht, jedenfalls klingt das für mich für 
> die Schule wirklich zumutbar und auch für nicht ganz reiche Schüler...
>
> Und die werben mit:
> "SoftMaker Office 2012 erfüllt diese Anforderung bravourös: es greift nicht 
> nur nahtlos auf die alten Microsoft-Formate DOC, XLS und PPT zu, sondern 
> liest und schreibt ebenso detailgenau Dateien in den modernen Formaten DOCX, 
> XLSX und PPTX von Microsoft Office 2007 bis 2013.
>
> Sie werden kein anderes Officepaket finden, das Dateien in all diesen 
> Microsoft-Office-Formaten so originalgetreu darstellt wie SoftMaker Office 
> 2012." (softmaker.de/ofl.htm)
>
>
> Gruß, Jesko
>
>
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