Hallo Christoph,

> Ich virtualisiere mit VirtualBox, das speichert aber den gesamten
> VM-Client (virtuelle Hardware und virtuelle Festplatten) als ovf-Dateien.
> Diese wiederum können theoretisch (hab's noch nie selbst getestet) auch
> von anderen Virtualisierungsumgebungen (z.B. VMware oder OracleVM)
> gelesen werden und zwar auf jedem beliebigem Rechner bzw.
> Host-Betriebssystem.
> 
> Ich kann theoretisch mal eine andere Fesplatte in den Wechselrahmen
> schieben und darauf Linux als VM-Host installieren, wenn das hier
> gewünscht wird. Das Ganze würde natürlich viel Arbeit für mich bedeuten...
> Könnte ich da wenigstens in einer grafischen Oberfläche arbeiten, oder
> muss es da aus Prinzip die Konsole sein?!?

du kannst ein Ubuntu 14.04 64bit Desktop nehmen: dann hast du die
Grafische Oberfläche.

> Wenn das nicht wirklich gefordert wird, würde ich wahrscheinlich erst
> mal lieber die Arbeitszeit verwenden, um das 6.1-Update einzuspielen... :)
> Wenn das (wider Erwarten) nichts hilft, kann ich ja immernoch den
> Linux-Host versuchen!?

ich habe nichts gegen Virtualisierung.
Ja: es macht das ganze komplexer und das Fehlerfinden kann aufwändiger
sein. Meiner Erfahrung nach hängt es meist entweder an den
Netzwerkkarten durchreichungen (Performance oder Kompatibilität) oder am
Storage (wieder Performance oder Kompatibilität).
Solche Probleme hatte ich mit KVM noch nicht.
Bei deinem Setup gefällt mir natürlich auch das Windows drunter nicht:
aber ich kann ihm gerade keine Schuld zuweisen. Ich sehe nicht, wo das
Schuld am Verlußt der Bindmounts haben könnte.
Dass mir das Windwos dabei nicht gefällt liegt eher daran, dass ich es
generell als kein sinnvolles Serverbetriebsystem ansehe. Das hat zwei
ganz reale Gründe:
1) Sicherheit: was da immer an Sicherheitslücken bekannt wird, welche
ganz real auch ausgenutzt werden und schon ewig lange bestanden haben:
da hätte ich einfach Angst um meinen Server. Neustes Beispiel (mit
Patchdesaster):

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Jetzt-patchen-Details-zur-SChannel-Luecke-in-Windows-im-Umlauf-2458701.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-bessert-beim-SChannel-Patch-nach-2460212.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Update-ausser-der-Reihe-fuer-Zero-Day-in-allen-Windows-Serverversionen-2460000.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsofts-SChannel-Fix-wird-zum-Problem-Patch-2459375.html

2) das Einspielen der Patches ist eine riesen Frechheit: selbst beim
Server wird nach jedem update ein Reboot verlangt: und das ganz schön
aggressiv. Ich bekommen andauernd aufpoppende Fensterchen, die mich zum
Reboot animieren.

Ich hab in der Direktion neuerdings einen Windwos 2012 Server der den
eigentlichen Server in HyperV virtualisiert.
Beide muß ich einmal pro Monat neu booten: kein Scherz, das ist wirklich
so. Ein Server, der einmal pro Monat neu booten muß...
Dank SChannel waren es 3 reboots in den letzten 2 Wochen.
Da schütteln meine Linuxserver nur den Kopf: z.B. der, den ich vor 3
Jahren in einer Nebenstelle des Semianrs aufgestellt und gebootet habe,
und dann, nach 3 Jahren dauerbetrieb heruntergefahren, neue Hardware
verpaßt und wieder hochgefahren habe ..

Du kannst aber natürlich nehmen, was du willst. Windows ist nicht "per
se" schlecht: ich halte es nur für ungeeignet.
Du bist aber nicht der einzige, der die lml in einer virtualbox unter
Windows produktiv betreibt.

Was ich mich frage bei deinem Setup ist: wie ist das Storage organisiert?
Hast du ein RAID drunter?
Oder SSDs?
Meine Desktopvirtualisierungserfahrungen (von der ich reichlich habe)
sagt mir, dass man gerade beim Storage Performance verliert.

Viele Grüße

Holger


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