Generell bin ich ja sehr für Datenschutz, aber was soll das Rumgemache auf User-Seite, wenn drumherum der Staat selbst spioniert und schlimmer noch andere Staaten beim Spionieren einfach gewähren lässt?! Da treten drei Viertel der Regierung dafür ein, dass Hunderttausende Geheimdienstmitarbeiter in der ganzen Welt ohne richterlichen Beschluss an alle Daten herankommen muss, da kommt's auf die paar potentiellen Verbrecher ja fast nicht mehr an...
Wirklich der Gipfel der Scheinheiligkeit!

Na ja, ich gehe davon aus, dass die meisten Schulleitungen das die nächsten 10 Jahre eh nicht bemerken werden... :)

Und wenn doch, schmeiss' ich denen halt irgendeinen alten Laptop vor die Füße und sag, darauf verwalte ich die Schuldaten. Meinen Big-Tower-PC samt 27''-Monitor schlepp ich sicher nicht durch die Gegend deswegen!

Bringen tut's ja bei uns hier im Board eh nix, wir kennen uns wahrscheinlich besser aus als die Leute, die sowas überprüfen sollten. Und die Kollegen, bei denen es Sinn machen würde, verstehen eh nix von dem, was man Ihnen nach der Überprüfung wohl raten würde...

Gruß
Christoph



Am 03.02.2015 18:32, schrieb Stefan Leßmann:
Hallo,

Am 03.02.2015 13:24 schrieb "Jochen Rupp" <[email protected]
<mailto:[email protected]>>:
 >
 > Hallo Holger,
 >
 >
 >> Jetzt müssen sie auch zugestehen, dass sie, wenn sie auf einem Gerät
 >> Zuhause dienstlich personenbezogene Daten Verarbeiten, dieses Gerät auch
 >> gewillt sind auf Nachfrage zur Untersuchung in der Schule ab zu geben.
 >> Die werden das lieben :-)
 >
 >
 > "Abgeben" nicht unbedingt, ich lese das so, dass ich mein Gerät u.U.
mitbringen und vorzeigen muss, was ich wie speichere und verarbeite.
Dazu bin ich bereit. NICHT bereit wäre ich, mein Gerät abzugeben, so
dass es ohne mein Beisein untersucht werden kann.

Das stelle ich mir doch mal als nettes Event vor: Am letzten Schultag
bringen alle 100 Kollegen ihre Rechner von zu Hause mit, die dann im
Zimmer der Schulleiterin nacheinander angeschlossen und inspiziert
werden. Fragt sich, wie ich meinen Mini-Tower ohne Auto in die Schule
bekomme... Und wie sieht die Inspektion aus? Ah, Sie haben ein Passwort
gesetzt, gut, der nächste.

Und was ist mit dem Hausbesuch wegen der Zugangsbeschränkung zum
Arbeitszimmer für meine Ehefrau? Habe wirklich nur ich den Schlüssel zur
Tür? (welchen Schlüssel?) Und oh Gott, lassen Sie etwa ab und zu Gäste
dort schlafen???

Und dann noch das tolle Hard- und Softwareregister: Was soll denn
bitteschön der Datenschutz mit der Information anfangen, dass Lehrerin B
über einen Core i5 mit 2TB Hdd und Win8.1 mit Libreoffice 4.3 verfügt?
Und erst nach 10 Tagen auf das aktuelle 4.4 geupdated hat... Oder hat
sie nur vergessen, es sofort der Schulleitung zu melden? Gab es da nicht
das Gebot der Datensparsamkeit? Gilt das für den Datenschutz selbst etwa
nicht?

Ich warte seit Jahren darauf, dass Notenbüchlein und Tagebücher ein
Vorhängeschloss erhalten. Und ihr Inhalt kryptografisch verschlüsselt
werden muss. Und zu Hause das abgeschlossene Büchlein in einen
abgeschlossenen Safe gepackt wird. Ist ja mit der Handycam in
sekundenschnelle abfotografiert und in Facebook hochgeladen, inkl.
Zeichenerkennung.

Es lebe der Datenschutzwahn.

Grüße,
Stefan



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