Hallo Stefan, Am 28.02.2016 um 17:40 schrieb Thorsten Koslowski: > Unter anderem ist es die einzige wirklich freie Umgebung.
ich schließe mich gerne Thorstens Meinung an (XEN einzusetzen), allerdings nicht ohne die anderen Lösungen in Schutz nehmen zu wollen: Komplett open source sind, so weit ich weiß, * KVM * XEN * Virtualbox, steht momentan unter der Ägide Oracles (naja, so what) und USB 2.0 etc. muss man per nicht-open-source Lizenz nachrüsten. Bei XEN gibt es wiederum ein Tool XenCenter das nur unter windows läuft, das stört mich, aber wieder: so what, es geht auch ohne das. Ich lasse momentan noch kvm laufen und muss auch umziehen, weil ich neue Serverfestplatten einbaue. Daher noch mein Brainstorming zur Wahl des Virtualisierers. 2. Ich halte persönlich wenig von einem Backup ohne downtime, weil ich einfach sicher sein will, dass die Datenbanken runterfahren (auch wenn das im Schulbetrieb höchstwahrscheinlich kein Problem sein wird). Also wäre mir deswegen die Lösung egal. runterfahren + kopieren kann jede lösung. Wie man das ohne runterfahren bei Virtualbox löst, weiß ich nicht. 1. Für Virtualbox will man (meist) ein grafisches Frontend. Das gefällt den meisten nicht, weil es den VM-Host komplizierter macht als nötig. Andererseits kann man schon mal an seinen Nachfolger/Mitarbeiter denken, der die Konsole auch nicht so beherrscht, wie man selbst es nicht konnte... Ich bediene kvm ab nach der Installation auch meist per grafischem Frontend (von anderen Rechnern aus), aber manchmal eben auch nicht. XEN lässt sich auch per Webfrontend steuern, siehe Anleitung. Ich hab "nur" 16 GB RAM, "nur" SATA-Platten (in einem SAS-Raid), nur 1xXeon [email protected] GHz, aber auch "nur" 100 Clients, sonst wie bei dir. Ich traue mich nicht, Virtualbox zu nehmen, aber es könnte auch gehen. Tatsächlich gehe ich jetzt mit "dem flow", werde also entweder XEN oder kvm neu installieren. 3. Nachträgliches VM tauschen geht problemlos, wenn du folgendes beachtest: * mach die Migration per linuxmuster-migration-backup und -restore auf eine (separate) interne Festplatte * beachte, dass linuxmuster-migration-backup nicht alle Dateien restlos kopiert, v.a. wenn du Anpassungen in /etc oder /root gemacht hast, solltest du selbst noch ein komplett-backup zur Verfügung haben, um eigene Basteleien restaurieren zu können. * die Netzwerkkarten müssen neu organisiert werden, sowohl für IPFire als auch für den Server * wenn du eine andere Partitionierung im neuen server-client hast, musst du entsprechend /etc/fstab anpassen. Bei XEN wirst du mehr kommerziellen Support finden, als bei kvm. Viele Grüße, Tobias P.S. Jetzt noch eine subjektiv gefärbte Note: Die Einfachheit, die man mit XenServer über die Anleitung http://linuxmuster.net/doku/howto_installationsleitfaden/installation_xenserver.html#xenserver-initialisieren und die Tools von NetzInt gewinnt, bekommt bei mir folgenden Beigeschmack: Ich installiere eben als Host nicht mehr Ubuntu/debian/CentOS...usw., sondern ich installiere XenServer (System auf Basis von CentOS). Jetzt lese ich das erste Mal, dass es updates zum Host-system in folgender Form gibt: http://xenserver.org/open-source-virtualization-download.html und das lässt mich schwer schlucken. Denn entweder soll man XenServer-upgrades über das XenCenter machen, was nur unter Windows läuft, oder "laden Sie den Hotfix herunter und installieren Sie...". Ich kann nur schwer hoffen kann, dass das distributionseigene (z.B. CentOS) upgraden nicht ausgehebelt wurde und ersetzt wurde durch dieses Windows-typische upgrade-gewürge. Wenn ich Thorstens Aufhänger "einzig wirklich freie Umgebung" nehme: Nach der Anleitung auf linuxmuster.net installiere ich XenServer, eine Distribution, die auch proprietäre Elemente enthält, wie man hier lesen kann http://xenserver.org/overview-xenserver-open-source-virtualization/gplv2-license.html Fazit: Egal, ob ich kvm oder XEN nehmen werde, ich werde es anders machen :) vielleicht bin ich da kleinlich. _______________________________________________ linuxmuster-user mailing list [email protected] https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
