Hallo zusammen,

auf die Diskussion  warum man Virtualisieren sollte gehe ich nicht ein. 

Ob wie in der Diskussion oft angesprochen ein Typ 2 Hypervisor einfacher zu 
Warten und Upgraden ist, wage ich zu bezweifeln. Besonders bei Releasewechsel 
und beim "Bridgeen" von Netzwerken. Eine Virtualisierung auf dem LMN-Server 
selbst würde ich erst recht nicht empfehlen, schon gar nicht leihen.
Es kann meiner Meinung nach jeder verwenden was er möchte, vor und Nachteile 
gibt es bei allen Lösungen.  Nur sollte man dann schon wissen was man tut, wenn 
man den Standardweg der LMN-Virtualisierung verlässt.

Empfohlen wird also absolut XenServer und das nicht nur wegen den Oben 
genannten Gründen "gegen" manch andere Virtualisierter und der wirklich sehr 
einfachen Anleitung dazu.

Noch eine kurze Anmerkung zu XenServer und der Installationsanleitung. Nach 
einigen Tests und Jahrelanger Erfahrung, sind wir der Meinung, dass das "thin 
provisioning" in XenServer gegenüber dem Traditionellen LVM (obwohl ich eine 
Vorliebe für LVM habe) langfristig einige Vorteile bringt. Besonders im Backup. 
Daher meine Empfehlung für alle die neuinstallieren - "thin provisioning" 
aktivieren bei Punk 3  ("Wählen Sie den Datenträger der verwendet werden soll 
und bestätigen Sie mit Ok ) Seite 5. Ein Performance unterschied konnten wir 
nicht messen.  

Dies werden wir mit dem nächsten Update der Anleitung sehr wahrscheinlich auch 
als Standard setzen. Dies heißt nicht, dass nun jeder das Schema wechseln 
muss.. im Gegenteil. Auch eine Gezwungene Migration von KVM nach XEN würde ich 
nicht empfehlen - getreu dem motto "never touch a running system".

Viele Grüße,

Maurice  
 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: linuxmuster-user [mailto:[email protected]] 
Im Auftrag von Holger Baumhof
Gesendet: Dienstag, 1. März 2016 12:44
An: Discussions about using linuxmuster.net
Betreff: Re: [lmn] VirtualBox oder KVM

Hallo Gorden,

> Also Ob Xen oder KVM - wo ist der Unterschied beim Backupen?

XEN bringt einen "Backup" knopf mit.
Damit wird die VM im laufenden Betrieb gebackupt auf ein NAS (das muss man 
natürlich einrichten).

In KVM habe ichdie Daten nie in qcow2 Dateien sondern immer auf LVM Volumes.
Die snapshote ich: erstelle also im laufenden Betrieb ein snapshot des LVM 
Volumes.
Dieses mounte ich vom Host aus und synce Die Daten wohin ich will.
Auf gleiche Weise habe ich meine Server vor Weihnachten auf eine neue Maschine 
migriert (rsync über das Netz direkt in die neue vm rein).
Ich schalte die VMs vorher nicht ab.
Datenbanken gehen mir so nicht verloren, weil das LVM dem Gast meldet, dass ein 
Snapshot erstellt wirde und der Gast somit zeit hat alles zu
"commiten": also caches auf die Platte zu schreiben.

> Ich habe eine VM für das System, eine für die Files. Files rsynce ich, 
> und die 20gb (Server VM) muss ich ausschalten zum kurz syncen. Fällt 
> der Schritt beim Xen weg? Also gehen da gut Live-Backups?

XEN,vmware und KVM können livebackups.

> Als ich das letzte mal geschaut habe, war XEN auf einem Absteigenden 
> Ast - auch bez. Performance....

Performance und Verbreitung sind meiner Meinung nach nicht die wichtigsten 
Kriterien.
Wichtiger ist, dass die Lösung stabil läuft und man ein einfaches automatisches 
Backup einrichten kann.
vmware bringt da nichts mit (kostenfrei), bei KVM muss ich das mit scripten 
machen und XEN kann es out of the Box: klarer Punkt für XEN.

Und zu den Performancemessungen die hier kürzlich gepostet wurden: da wäre ich 
arg vorsichtig: vor allem, wenn das setup nicht ordentlich beschrieben ist.
Wurde da Proxmoxx mit LVM oder mit qcow2 gemessen?
Stand nicht da: also eine Messung für die Tonne.

So ziemlich jeder virtualisierer bringt die CPU Leistung fast 1:1 in die
VM: viel wichtiger ist die Betrachtung des Storage.
Da hat man bei mehreren Maschinen nicht nur die maximale Datenrate zu beachten 
sondern vor allem auch die gehäuften parallelen Zugriffe.
Wer hier nicht mit RAID, SAS oder SSD vür viel IO Leistung sorgt, dem bringen 
seine 2x8 Kerne auch nichts mehr.

Viele Grüße

Holger

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