Hallo zusammen,

wir haben vor ein paar Jahren schon die Lehrerrechner auf Ubuntu-Clients umgestellt. So haben also alle Kollegen, die wollen, auch schon Erfahrung damit sammeln können. So war auch der Umstieg in den Computerräumen nicht so groß. Das geschah ohne vorher ein Votum der GLK einzuholen. Und das bewusst. Wenn den Kollegen das Thema so wichtig ist, werden sie irgendwann in einer GLK einen entsprechenden Antrag stellen. Dann wird diskutiert und man wird alle bekannten Argumente anführen können, die für die Ubuntu-Clients sprechen. Aber erst dann. In einem Computerraum stelle ich neben dem Ubuntu-Client noch ein altes XP zur Verfügung, damit vor allem die Mathekollegen ihre so unverzichtbare Software benutzen können (bald wird das durch den Leoclient ersetzt). Auf diesem XP ist auch noch ein uraltes Office, frag mich nicht, welches. Aber das benutzt kaum noch einer. Außerdem habe ich die neuen relativ neuen Laserdrucker nur unter Ubuntu verfügbar gemacht, sodass die meisten Kollegen nun eben Ubuntu verwenden (ok, das ist ein biss unfair). Ich habe auch "Fortbildungen" angeboten, die aber, wie nicht anders zu erwarten, kaum besucht wurden. Schulbuchspezifische Software wird bei und kaum benutzt, zumindest möchte keiner, dass ich sie installiere, die meisten greifen auf irgendwelche Online-Angebote zurück. Insgesamt habe ich dieses Jahre 2 Programme installiert ( eine Videoschnittprogramm, ohne das der Kollege nicht leben zu können glaubte, sowie eines für den Informatikkurs). Und von beiden gab es eine Linuxvariante, also kein Problem. Wenn die Kollegen lange genug Zeit haben, mit den Ubuntu-Clients zu arbeiten, erkennen sie auch die auf der Hand liegenden Vorteile. Manche Kritiker verwenden es mittlerweile sogar bewussst absichtlich, da sie auf italc nicht verzichten wollen und bemerkt haben, dass Epoptes viel besser funktioniert.

Gruß ch

Am 13.05.2016 um 08:39 schrieb Holger Baumhof:
Hallo,

Ich freue mich auf Antworten/Anregungen/Hilfen/Kommentare.
Ich habe das auch hinter mir ... während einer Fortbildung vor ein paar
Jahren hatte ich seinerzeit eine "kleine" Präsentation gezeigt, in der
z.B. Kosten abgewägt werden und auch sonst viele gute Argumente pro
Linux aufgezählt werden. Das könnte ich dir schicken, falls du Interesse
daran hast. Ansonsten gibt's auch einen Beitrag dazu auf unserer HP:
http://www.leoninum.org/2014/03/linux/
was inzwischen auch helfen kann ist wenn man die Zahlen richtig rückt.
Oft kommt das Argument, dass ja "alle" Windwos haben und "jeder" MS
Office sowiso schon hat.
Dann weise ich gerne auf diese Verlautbarung von Microsoft aus dem Jahre
2014 hin:

https://redmondmag.com/articles/2014/07/14/windows-use-at-14-percent.aspx

Windows läuft nur auf 14% aller Rechner .. wenn man Telefone und Tablets
mitzählt...
Man muss also eher sagen: "alle" verwenden schon linux oder BSD: nämlich
in ihren Smartphones...
Da hat es jeder geschafft sich mit einer anderen GUI an zu freunden,
aber am Desktop geht das nicht?

Kleine Anekdote zum Artikel von Microsoft: "damals" war ihre Strategie,
dass sie innerhalb von 4 Jahren 10% Marktanteil bei mobilen Geräten
bekommen. Inzwischen haben sie das mehr oder weniger aufgegeben: Windows
Phones soll es nurnoch für Enthusiasten geben: keine LowCost Dinger mehr.
Dabei waren die kleinen Luminas wirklich günstig und gar nicht so
schlecht ausgestattet: diese Subvention konnte sich aber selbst
Microsoft nicht lange leisten.

Viele Grüße

Holger
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