Hallo Daniela, hallo Jürgen,

wir haben bei uns ca. 180 Clients auf Ubuntu umgestellt (per GLK-Beschluss, das minimiert das Murren im Kollegium etwas - aber beileibe nicht vollständig). Die Vorteile möchte ich nicht wiederholen, und die überwiegen für mich eindeutig. Aber die Nachteile sollte man nicht verschweigen, sonst führt das nur zu Enttäuschungen.

Am 13.05.2016 um 09:18 schrieb Juergen Engeland:

wine habe ich stets in der aktuellen Version (zuletzt 1.8) eingesetzt,
bis es Probleme mit der Grafik z. B. in Crocodile Physics gab. Diese
konnte ich lösen, indem ich auf die Version 1.7 zurückgegangen bin, mit
der lmlcc wine einrichtet. lmlcc richtet wine nahezu perfekt ein. Mit
PlayOnLinux uns seinen verschiedenen Umgebungen war ich nicht so
glücklich. Was sich mit winetricks und den Einstellungen in wine selbst
nicht zum Laufen bringen ließ, habe ich in den leoclient verbannt.

Das ist einer der Nachteile: Vieles (lange nicht alles) funktioniert mit wine leidlich, es erfordert aber einiges an Arbeit vom Administrator beim Einrichten (bis die Konfigurationsdateien tatsächlich in den richtigen Ordnern liegen und vom User les-/und schreibbar sind, dann braucht das Programm vielleicht noch Java usw...). Und dann laufen die Programme meiner Erfahrung nach unter wine auch nicht so stabil, bei uns z.B. der JavaEditor, was wiederum für Beschwerden beim Admin sorgt.

LibreOffice 5 kann inziwschen vernünftig mit docx umgehen.

Nein! Kann es nicht! Bilder landen irgendwo auf der Seite, aber aus meiner Sicht nie an der ursprünglich geplanten Stelle! Die Vorlagen des RP für die Abi-Korrekturen kann man in LO komplett vergessen (Makros, Layoutprobleme). Wer wirklich mit docx-Dateien arbeiten muss, sollte die Finger von LO lassen! Bei uns haben die Kollegen (unter Protest) gelernt, zu Hause alle Word-Dateien als pdf zu speichern, dann können sie sie in der Schule ausdrucken, aber halt nicht bearbeiten. Der Versuch, sie davon zu überzeugen, einfach LO zu Hause zu installieren, war vergebens.

Google Chrome löst die Probleme mit Flash-Inhalten.

Ich installiere doch kein MS-freies OS, um mich dann wieder an Google zu binden!

VLC 2.2.1 spielt nahezu jede DVD ab.

Jep. Nahezu. Da beginnt der Ärger. Für die Kollegen gibt es nämlich keinen Unterschied zwischen Video-DVD (laufen immer, außer mit US-Regionalcode) und Daten-DVD mit Videos (laufen häufig, sofern man nicht versucht, die Videos über die .exe-Datei zu starten). Ich warte aber darauf, bis der erste Kollege mit einer Bluray dasteht...

Oder sucht Ihr entsprechende Linux-Programme und schult die Kollegen???
auch das.
Manchmal finden die KollegInnen diese Programme genauso gut oder besser.
Z.B. GIMP, kdenlive, Muse ...

Wie schon gesagt wurde: Schulungen anbieten ist gut für die Akzeptanz, man darf aber nicht erwarten, dass die Schulungen auch tatsächlich von den Kollegen besucht werden.

Grüße,
Stefan Leßmann
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