Hallo Stephan,
> Am 10.07.2016 um 15:50 schrieb zefanja <[email protected]>: > > Hallo, > > ich bin gerade dabei die LML bei uns in der Schule (im Ausland) > einzurichten :) super :) > und bin - nach anfänglicher Zurückhaltung - immer mehr von > dieser Lösung begeistert, da bist du nicht allein :) Alle, die ich kenne, die die Lösung doof finden, kennen sie gar nicht, sondern finden alles doof, wo linux draufsteht :) > da sie mir viel Arbeit abnimmt und man sich > nicht selbst Lösungen für die technischen Probleme in einer Schule > zusammenbasteln muss ;) Sicher gibt es da Alternativen zur LML, aber in > der Gesamtheit des Paketes wahrscheinlich wiederum nicht so schnell. ich bin auch überzeugt, dass es keine so gute Lösung gibt, wie die linuxmuster.net Man kann das alles auch anders "machen, aber dann isses halt kacke" :) > > Während der letzten Monate der Planung auch jetzt bei der Einrichtung, > bewegt mich eine große Frage: Wird unser nicht-deutschsprachiges > IT-Personal diese Lösung in näherer Zukunft (sagen wir in den nächsten 2 > Jahren) allein betreuen können? ich denke, ja. Die Schulkonsole ist der Haupt-Kontaktpunkt und der ist ins Englische übersetzt. > > Natürlich könnte man jetzt anbringen, warum wir überhaupt die LML > einsetzen und nicht unsere eigene Lösung mit freeIPA/openLDAP/... und > z.B. FOG gebaut haben. Wenn das jetzt jemand anbringen würde, würde ich ihn für betrunken halten (vielleicht weil Deutschland gerade nicht im Finale spielt…) Das ist kein gutes Statement… > Hätten wir, aber dafür sind die Ressourcen nicht > da. außerdem wäre es unsininig, weil: > Die LML hat den entscheidenden Vorteil, dass alles aufeinander > abgestimmt und vorgedacht ist. > Die Einrichtung ist einfach, es gibt ein > super Wiki, eine tolle hilfsbereite Community und vieles mehr. du sagst es. > Trotzdem würde ich derzeit die oben genannte Frage mit "Nein" > beantworten, denn für jemanden ohne Deutschkenntnisse, ist die LML kaum > einzurichten und zu verwalten, denn: > > * es gibt keine aktuelle Doku in Englisch (die letzte mag sicher noch in > großen Teilen zutreffen, die letzte _trifft_ vollumfänglich zu. Wer es mit der nicht hinbekommt, muss nachsitzen ;) > aber allein die ganzen hilfreichen Seiten im > Wiki sind fast auschließlich in deutscher Sprache) das liegt daran, dass es halt lauter deutschsprachige Interessierte sind. > * die Skripte sind überwiegend mit englischen Ausgaben, aber das ist > leider nicht einheitlich. Teilweise werden Hinweise und Fehlermeldungen > zurück ins deutsche übersetzt (z.B. Linbo). Das geht die Entwicklung > IMHO in die falsche Richtung das muss ich mir noch mal anschauen. Im Sinne des Erfinders ist das nicht… ich hatte schon das Gefühl, dass die Entwicklung in Richtung internationalisierung geht. (Nicht zwingend alles übersetzt, aber doch so, dass man es KÖNNTE). > * die Website ist nicht in Englisch verfügbar und soweit ich das hier > gelesen habe, auch nicht geplant das ist nicht richtig. Es stimmt, dass die meisten hier (alle?) gerade nicht planen, eine Übersetzung anzufertigen. Aber es ist nicht geplant, das nicht zu tun. Es hängt (wie so vieles) nur an jemandem, der sagt „ich nehme das in die Hand“. > * der Installationsassistent ist nur in Deutsch verfügbar > * Hinweise/Kommentare (z.B. start.conf) sind in Deutsch > Das ist alles in github. Jeder, der sich berufen fühlt, kann das übersetzen und einen Pull-Request senden. > Versteht mich nicht falsch, ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, > da die LML für deutsche Schulen entwickelt wurde und die Entwickler, > denke ich mal, alle deutschsprachig sind. Wird die LML überhaupt im > Ausland eingesetzt? > Ja. Afghanistan, Ecuador, Österreich, … > Ich lebe jetzt seit einigen Jahren im Ausland und habe in der Zeit viele > Schulen hier kennengelernt (hauptsächlich internationale) und mit deren > IT-Leitern gesprochen. Alle versuchen die gleichen Probleme zu lösen mit > unterschiedlichen Ansätzen. Eine Schule setzt komplett auf Opensource > (openLDAP, cloneZilla), eine andere hat Ubuntu eingesetzt, wechselt aber > zurück zu Windows, weil sie ihre Probleme mit Samba nicht in den Griff > bekommen haben. Die meisten anderen Schulen setzten - mangels > Alternativen - Windows ein. Was ich immer wieder in den Gesprächen > festgestellt habe ist, dass alle auf der Suche nach einer guten und > verwaltbaren Lösung sind, aber gerade im Open Source Bereich gibt es da > nichts fertiges - außer die LML aus meiner Sicht. Das Problem ist: Die > LML kennt keiner (im Ausland). Dann musst du diesen Schulen sagen, dass es uns gibt :) Diese Schulen haben ja wahrscheinlich ein großes Interesse… wenn sich mal 5 Schulen zusammentäten und jeder haut 500€ in einen Topf (die sind ja da… Windows kann man ja auch kaufen…), dann findet sich auch jemand, der mal einen Batzen übersetzt… > > Meine Frage deshalb: > * Was sind die langfristigen Ziele im Sinne der Internationalisierung > (i18n) der LML? abhängig von Ressourcen. Jeder der hier mitmacht, macht das aus zwei Gründen: - Selbslosigkeit - Eigennützigkeit Natürlich ist ein großer Antrieb, dass man selbst auch eine Lösung hat, die prima funktioniert, skalierbar ist bis zum Abwinken, Arm an Kosten und Admin-Aufwand ist, wie keine andere… deshalb bringt sich jeder mit dem ein, was er gut kann (und auch selber brauchen kann —> da gehört Englische Oberfläche nicht so richtig dazu)… Es bräuchte jetzt jemanden, der die Lösung gut findet, weil er sie kennt, UND ein Interesse daran hat, sie auf Englisch (oder Türkisch oder was weiß ich) zu haben. Hier kommst DU ins Spiel :))) Erzähle den Nachbarschulen, was sie hier bekommen können, und dass sie sich NUR um die Übersetzung kümmern müssen ;) „Schwupps“ gibts ne Internationale Zusammenarbeit. > * Ist eine Internationalisierung überhaupt vorgesehen und soll die LML > ein rein deutsches auf den deutschen Markt zugeschnittenes Produkt sein > und bleiben? Die linuxmuster.net ist -wie oben schon angedeutet- ein „Produkt“, welches auf SCHULE zugeschnitten ist, und alles das bietet, was freiwillige ihr beisteuern. Dankenswerter Weise hat das Land Baden-Württemberg seeeehr seeeehr viel Geld in die Lösung gesteckt, so dass wir „nur“ weiterentwickeln müssen. (Hier von mir noch mal ein ganz herzliches Dankeschön auch an alle Steuerzahler, denen wir uns nun verpflichtet sehen und das vom Land „weggeworfene“ Geld/Programm hier retten…) > * Falls eine Internationalisierung angedacht ist: In welchem Zeitraum > soll das passieren? das kommt darauf an, wer sich der Internationalisierung annimmt, und wieviele Menschen er/sie für diesen Job begeistern kann. > * Welche Voraussetzungen müssen da sein, damit das Vorhaben gelingt? 1. Es muss jemand in die Hand nehmen und sich dahinterklemmen. 2. Auf github müssen die Skripte gesichtet werden, wo Ausgaben getätigt werden. 3. Jemand, mit knoff-hoff muss diese unter 2. gefundenen Stellen mit dem von dir unter [1] genannten tool „flexibilisieren“ 4. die üblichen Verdächtigen (und gerne noch mehr) müssen das bei sich testen. > Es gibt sicher noch viele andere Fragen und so toll das ganze wäre, > hängt da viel Arbeit dran (Support, die ganze Übersetzung, ...), aber > ich denke, dass viele Schule genau so eine Lösung suchen, nur wissen sie > nicht, dass es die bereits seit vielen Jahren gibt ;) ja… man muss es ihnen sagen… Wer kennt welche? —> Weitersagen… > > Mit gettext[1] gibt es bereits das passende Tool, um die LML Codebasis > zu internationalisieren. Man müsste sich einmal die Arbeit machen und > alle Textausgaben anpassen (ich helfe gern mit!). :) Das ist super :) Meine Erfahrungen mit Ehrenamt zeigen allerdings, dass „mithelfen“ nur dann funktioniert, wenn schon jemand anderes „macht“. In diesem Fall bräuchte es als Erstes jemanden, der es in die Hand nimmt. > Danach hat man eine > Basis um die LML in viele Sprachen zu übersetzen. prima :) > Die Doku ist natürlich auch immens wichtig. Ich denke nicht, dass das > ganze Wiki übersetzt sein muss, aber zumindest sollte man das Handbuch > in einer aktuellen Fassung verfügbar haben bzw. eine Infrastruktur (wie > z.B. das derzeitige Wiki) um leicht einen dt. Wiki-Artikel in Englisch > oder eine andere Sprache zu übersetzen. > > Die Website als erste Anlaufstelle wäre natürlich auch toll, wenn sie in > den wesentlichen Punkten übersetzt wäre. Ich finde auch nicht, dass es > immer eine professionelle Übersetzung sein muss (es sein denn, man hat > die Mittel dafür), aber eine englische Übersetzung - wenn auch nicht > 100%ig korrekt - ist IMHO immer noch besser als gar keine. das stimmt… > > Ok, das ist jetzt etwas länger geworden. Ich möchte das ganze nicht als > Kritik an der LML verstanden wissen, sondern als Anregung zur Diskussion > und Ausloten der weiteren Zielrichtung, was die Internationalisierung > angeht. kam bei mir auch so an :) Grüße, Jesko _______________________________________________ linuxmuster-user mailing list [email protected] https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
