Vorweg die aktuellen Informationen aus der Kommunikation mit dem
Fördergeber (Kulturabteilung der Stadt Wien, MA 7), vertreten durch
Sylvia Fassl-Vogler (MA 7) und Sybille Straubinger (Kulturstadträtin
der SPÖ Wien) und die nächsten Termine und Schritte.


Inhalt:

I)   Validierung
II)  Juryvergabe (von Digitaler Kunst 2x 50.000 und Annual Convention
1x 100.000)
III) Zeitplan und Termine 2008
IV)  Erster Jour Fixe, 7.1.2008 (Protokoll)
V)   Zweiter Jour Fixe (21.1.2007)


I) Validierung:

Das Validierungsgremium besteht aus drei kompetenten Persönlichkeiten
aus den Wiener Netzkunst- und Netzkulturszenen. Diese Personen können
von den Communities vorgeschlagen und gewählt werden. Das
Einverständnis der vorgeschlagenen Personen ist vorausgesetzt und
betrifft auch die grundsätzliche Bereitschaft, die
selbstorganisierenden Aspekte des netznetz-Modells zu unterstützen.

Dieses Validierungsgremium tagt zweimal jährlich und bearbeitet die
per E-Mail bis dahin eingegangenen Validierungsanträge. Details hierzu
im nächsten Infomail.

Im Jahr 2008 tagt das Validierunsgremium einmal zusätzlich, um die
bestehenden Validierungslisten zusammenzuführen. Die dort erarbeitete
Liste wird rechtzeitig vor der nächsten Vergabe bekannt gegeben.

Validiert wird die Berechtigung zur Teilnahme an der Community-Vergabe.

Kriterien für die Eignung zum Gremium sind gemeinsam zu erarbeiten.
Die regelmäßigen Jour Fixe stellen dafür einen Informations- und
Diskussionsraum zur Verfügung, Vorschläge über die NetzNetz-Liste
werden ebenfalls aufgenommen.

Zu den Validierungskriterien: Hier wird auf Kriterien und Antragswege
früherer Validierungsverfahren zurückgegriffen, wozu
[EMAIL PROTECTED] eine tabellarische Übersicht erarbeitet.

Für die Arbeit des Validierungsgremiums ist ein Budget mit der Stadt
akkordiert.


II) Juryvergabe (von Digitaler Kunst 2x 50.000 und Annual Convention
1x 100.000):

Die Stadt bleibt bei ihrem bereits veröffentlichten Anspruch, 2
Jurymitglieder zu stellen. Diese Jurymitglieder wurden von Seiten der
Stadt bereits besetzt und bestehen aus einer Frau und einem Mann,
deren Kompetenzen lokal /bzw. international ausgelegt sind. Beide sind
für 2 Jahre (4 Sitzungen) bestellt.

2 weitere Jurymitglieder sind mittelfristig von den Communities rund
um NetzNetz zu nominieren. Die Jurymitglieder der Communities können
jährlich ausgetauscht werden.

An geeigneten Vorschlägen für mögliche Jurymitglieder wird bereits
gearbeitet. Um jedoch eine möglichst große Basis und Akzeptanz zu
schaffen sind die Inputs der Communities hier dringend gefragt.
Vorschläge zu Jurymitgliedern, die Ihre Bereitschaft erklärt haben,
können sowohl ins http://netznetz.net/ Wiki gestellt als auch an
[EMAIL PROTECTED], bzw. auf die NetzNetz-Liste gepostet
werden. Um eine möglichst hohe Transparenz und Bekannheit der
Vorschläge zu ermöglichen, ersuchen wir, diese bis zum 22. Februar
2008, also  zeitgerecht vor dem CP am 2. März 2008 einzubringen. Wie
auch bei der Zusammenstellung des Validierunsgremiums ist das
Einverständnis zur Teilnahme eine Grundvorrausetzung zur Nominierung.

Für die Teilnahme an der Jury gibt es zwei formale Kriterien:

- Die Jurymitglieder dürfen in ihrer Amtsperiode nicht in dem
betreffenden Förderbereich einreichen.

- Die Jury ist gegendert, d.h. sowohl von der Stadt als auch von den
Communities ist je eine Frau und ein Mann zu ernennen.


III) Zeitplan und Termine 2008:

Wir haben mit der Stadt hat einen Zeitplan für 2008 aufgestellt.
Weitere CP-Termine werden den Communities bekanntgegeben.

- 21 Januar, Call für das Validierungsgremium ([EMAIL PROTECTED])

- 17 Februar, Call AC und Digitale Kunst und Digitale Kultur (ehem.
Networkgrant Calls) publiziert

- 2 März, CP über das Validierungsgremium und den Wahlmodus

- 9 März, Einreichungsfrist für Digitale Kunst und Digitale Kultur
(ehem. Networkgrant Calls) endet, keine Änderungen an den Anträgen
mehr möglich, 1. Deadline für Neu-Validierung, Validierungsgremium
tagt in der folgenden Woche

- 30 März, Vergabewahl Digitale Kultur

- 31 August, Call Digitale Kunst und Digitale Kultur (ehem. Networkgrant Calls)

- 14 September, CP über den Wahlmodus

- 21 September, Einreichungsfrist für für Digitale Kunst und Digitale
Kultur (ehem. Networkgrant Calls) endet, keine Änderungen an Anträgen
mehr möglich, 2. Deadline für Neu-Validierung, Validierungsgremium
tagt in der folgenden Woche

- 12 Oktober, Vergabewahl


IV) Erster Jour Fixe (7.1.2008):

Das Protokoll des ersten Jour Fixe ist im Anhang zu finden.


V) Zweiter Jour Fixe (21.1.2008):

Kommenden Montag, 21.1.2008, findet das nächste Jour Fixe statt,
wieder im Hinterzimmer des Café Drechsler um 19 Uhr.

Themen des kommenden Jour Fixe:

- Validierungsgremium, Diskussion von Aufgaben und Personenvorschlägen

- Jury, Diskussion von Aufgaben und Personenvorschlägen

- Allfälliges


Agnes, Michael, Leo, Manfred
[EMAIL PROTECTED]
Jour Fixe 7.1.2008

    *  Ort/Zeit: Café Drechsler, 1060 Wien, Linke Wienzeile 22 bzw. 
Girardigasse 1, /19 Uhr
    * Anwesende: Leo, Agnes, Michael, Manfred (kam später), Peter Kuhm (kam 
später, ging früher), Chris Jeitler (kam später, ging früher), Esel, Jana, 
Matthias (5uper.net), Mic (5uper.net), Sari, Thomas, Martin Mair (kam später), 
Stefan Lutschinger (ging früher)
    * Schriftenführer/Moderation: Michael/Agnes 

Tagespunkte

    * Stand der Dinge, Position der Stadt
    * Positionspapier
    * Rücktritt Koordination
    * Leos Anträge
    * Neue Koordination
    * Stand mit der Stadt
    * Jury
    * Validierung
    * Community Building
    * Kommunikation/Mailinglisten 

Protokoll

    * Agnes fasst Ereignisse von 2007 für Neuankömmlinge bzw. lange Abwesende 
zusammen
    * Agnes fragt nach einer Jury-Strategie, ob wir mehr Zeitraum erbitten oder 
Mittwoch einen Jurypool vorschlagen
    * Leo erklärt die Idee, trotz Einrichtungsvergabe durch Fassl-Vogler eine 
Peanuts-Wahl zu organisieren
    * Stefan will mehr Innovation in der Jury-Frage: öffentliche Jury-Sitzung, 
Wahl der Jury über die Community, wobei nichts davon bisher implementiert 
wurde, auch nicht in anderen Pools
    * Sari will wissen was Öffentlichkeit in diesem Fall ist. 
Mitspracherecht?, hinter Panzerglass?, oder ein Audiostream? Möglicherweise 
ein Beisitzer?
    * Matthias will Annahmen und Absagen schriftlich formuliert haben, da 
dadurch Projekte nicht ratz-fatz abgelehnt werden können und man bei einer 
Absage auch etwas lernt. Beim BKA/Kunstsektion seien manches Mal 2seitige 
Begründungen zur Absage beigefügt worden.
    * Öffentliche Abrechnung.
    * Die Jury wird durch Öffentlichkeit gestärkt.
    * Stefan findet Videostreaming (mit Weitwinkelobjektiv) wünschenswert, und 
kann sich vorstellen, dass aufgrund der Diskussionskultur bei NetzNetz eine 
"Theatersituation" sich negativ auswirken würde.
    * Thomas Thurner will die Jury in einem Auditorium bzw. dem Brut sehen.
    * Matthias, findet dadurch hätte die Jury-Sitzung zuviel Ereignisscharakter
    * Agnes spricht die Internationalität der Jury an, ob Anträge dann in 
Englisch und Deutsch verfasst werden müssen - die Anwesenden sehen dies als 
unmöglich, und wünschen die Sprachbarriere über einen Dolmetscher geregelt 
zu haben, laut TT gibt es einen Übersetzungsdienst im Rathaus
    * Matthias/Mic wollen nicht, dass das Publikum Mitspracherecht hat, 
Community stimmt zu
    * Laut Manfred gibt es Juries mit Publikumsmitspracherecht, Sundance wird 
als Beispiel angeführt
    * Peter Kuhm findet nur ein Endstatement der Jury, wie oben einmal 
vorgeschlagen, zu wenig
    * Bezüglich "Theatersituation" fügt Stefan nochmals hinzu das selbst als 
nur "zuhörendes Publikum" die Situation potentiell schwer zu zügeln ist, und 
bringt als Beispiel Pankahyttn
    * Michael meint, es könnte reichen, Regeln aufzusetzten, und 
möglichenfalls Leute des Raumes verweisen - Securities engagieren?
    * Sari fragt nach dem Pool an Leuten, Thomas Thurner hat schon Leute für 
die Jury vorgeschlagen
    * Seine Liste inkludiert Leute die zum Thema Netzkunst/kultur publiziert 
haben.
    * andere: "Zum Thema publiziert haben" sei als Kriterium nicht ausreichend
    * Stefan findet Lokalkünstler zu einseitig, bzw. biased, wohingegen 
internationale Leute die Szene nicht genau kennen
    * Matthias/Mic schlagen vor, die Wahlmöglichkeit auf die Leute eingrenzen 
die man nicht kennt
    * Das Reisebudget ist im Adminbudget verankert und durch Fassl-Vogler 
einkalkuliert
    * Leo betont nocheinmal das zu kleine Adminbudget, und schlägt vor, trotz 
Gefahr, Mitte des Jahres kein Geld mehr zu haben, das Geld so auszugeben, dass 
alle netznetz-Interessen so gut wie möglich bis dahin über die Bühne laufen
    * Thomas findet das irrelevant, gute Vorschläge bedeutet für ihn auch 
Argumente für mehr Geld
    * Stefan stellt die Frage ob dieses Team Rückhalt und die Macht hat um 
gute Ergebnisse zu liefern? Laut ihm ja, er fragt die Runde, Mehrheit stimmt zu
    * Leo schlagt eine Möglichkeit vor, um die Jury mit zwei Stufen zu 
wählen. Community sucht Kandidaten, aus diesem Pool wird gemeinsam mit der 
Stadt ~14 in einem CP direkt wählbare Jury-Mitglieder gefiltert.
    * Wie wird die Jury gewählt? CP?
    * Sari hält die Jury-Wahl in einem CP gefährlich
    * Thomas möchte, dass die Jury nach der Communitywahl tagt
    * Es wird ein Zeitplan benötigt, der Vorschlag alle Einreichungstermine 
zusammenzulegen damit keine Überschneidungen passieren oder die Jury eine gute 
Möglichkeit sieht, ungeliebte Projekte auf die D-Kultur-Vergabewahl abzuwälzen
    * Thomas will 7 Juroren, 3 gewählt, 3 von der Stadt ausgesucht, ein 
Vorsitzender (FX wurde vorgeschlagen da er sich für eine Jury eingesetzt hat), 
eine nicht stimmende Sylvia Fassl-Vogler.
    * Esel findet eine öffentliche Jury gefährlich, Stichwort "Show", er will 
auch keine "krampfhaft-andere" Jury
    * Peter wundert sich über die für 2 Jahre bestellte Jury, wird darauf 
aufmerksam gemacht das dies seit November bekannt ist (Fahrplan für 2008)
    * Leo möchte dies umformulieren auf "Sicher 2008, mit der Aussicht auf 
Verlängerung 2009"
    * Sari will den Pool Gendermainstreamed haben
    * Leo meint, deshalb wird es ein 2tes Jury -Treffen geben, wobei dies 
sicher gestellt werden kann
    * Peter meint, Juror ist ein Stressjob
    * Thomas winkt ab und bringt ein, dass Juroren durch ihre Auswahl eine 
Menge Kompetenz zugeschrieben wird
    * Leo notiert das sein Konsensplan und die Vergabewahl bedeutet, dass die 
Community praktisch immer noch ALLE wählt
    * Stefan schlägt vor, die Jury im zweiten Jahr zu bestätigen
    * Öffentlichkeit in welcher Form: Audio, Video, Text? BKA hat Jury 
Protokolle
    * Esel meint nun, die Diskussion wird durch öffentliche Sitzungen erschwert
    * Stefan wundert sich um Esels "Gegenspin"
    * Thomas "Eine öffentliche Jury wäre keine Show, genausowenig wie das 
Parlament keine Quatschbude ist" Es ist keine Jury für bildende Kunst sondern 
für Netzkunst - Es kann durchaus mit Öffentlichkeit qualitativ entschieden 
werden
    * Chris will 3 Beisitzer anstatt einer öffentlichen Jurysitzung
    * s.o.: Es gab bisher nie Begründungen für Ab- und Zusagen
    * Das Publikum kann die Jury möglicherweise positiv beeinflussen, aber ist 
das überhaupt wünschenswert?
    * "Transparenz bedeutet: So simpel wie möglich"
    * Thomas nimmt seine Meinung zurück: KISS, Digitale Kunst ist nicht 
Digitale Kultur
    * Stefan (ironisch) will nunmehr Idioten, die alles verbocken
    * Chris wirft auf, dass wir zuerst klären sollten, was wir von der Jury 
wollen, anstatt zuerst eine Kontrolldiskussion anzufangen.
    * Sari gibt ein Beispiel aus der IT-Industrie, in der die Chefetagen nach 
geschlossenen Sitzungen die Grundzüge der Diskussion und Entscheidungsfindung 
als "Auszug" für die Mitarbeiter nochmals nachvollziehen
    * Leo schlägt, vor die Jury über Wahlzettel wie bei einer Vergabewahl zu 
nominieren
    * Thomas meint, nochmal "Digitale Kunst zurück an die Stadt, einen 
klassischen Split"
    * Stefan muss sich verabschieden, fügt hinzu, dass er hinter dem steht, 
was dieser Jour Fix hervorbringen wird
    * Digitale Kunst und Annual Convention werden von derselben Jury vergeben, 
deswegen ist diese Juryvergabe für die Digitale Kultur genauso wichtig
    * Stefan ist für den ursprünglichen Vorschlag: Öffentlichkeit soll 
positive qualitative Auswirkungen zeigen
    * Leo "Die Jury ist so gut wie die Leute die drin sitzen"
    * Peter findet, dass die Szene durch die Jury "bröckelt"
    * Leo bringt einen AC-Modulvorschlag, in dem die gegliederte Struktur der 
AC im Call verankert wird - es soll die Möglichkeit für kleine 
Organisationsteams/ Vereine erhöhen, und grosse Teams sowie engere 
Zusammenarbeit mit der Community bringen
    * Chris spricht sich über den "Wahnsinnsaufwand" der Ars Electronica aus, 
und bemerkt darauf, wie enorm das Budget der Ars sei. Das Budget der AC reicht 
seiner Ansicht nach nur für eine Location
    * Sari findet Leos Module-Idee gut und möchte die Koordination mit der 
Detailausarbeitung beauftragen. Zur Wahl meint sie, dass bisher "mehr Leute 
besserere Ergebnisse" gebracht haben. Die Stadt will ein Gremium, dies wird 
unterstützt, und alle Validierten sollen nocheinmal überprüft werden.
    * Thomas findet, Leos Vorschlag soll nicht als Struktur verankert werden
    * Agnes findet die Idee gut, speziell das Sonderprojekt (bis zu €5000, 
die bis zum letzten Monat zurückgehalten werden um "topaktuelle" Projekte zu 
präsentieren) hebt sie hervor
    * Konsens: Leo's Vorschlag soll nicht strukturell verankert werden, kann 
jedoch ein empfohlenes Kriterium bei Beantragung und Vergabe sein
    * Thomas möchte, dass das Finden des Validierungsgremiums genauso geregelt 
wird wie das Finden einer Jury 


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