Am 16.01.2008 um 07:40 schrieb wechselstrom - christoph theiler:

> "BezÃŒglich "Theatersituation" fÃŒgt Stefan nochmals hinzu das  
> selbst als nur "zuhörendes Publikum" die Situation potentiell  
> schwer zu zÃŒgeln ist, und bringt als Beispiel Pankahyttn"

Lieber Christoph,

bloss ein kurzer, ergänzender Kommentar zu deiner Lesart des Protokolls:

Am 15. 11. 2007 fand um 16:30 eine Bezirksvertretungssitzung in der  
Bezirksvorstehung 1150 Wien, Gasgasse 8-10, 2. Stock, Festsaal,  
statt, bei der die Standortfrage der "Pankahyttn" auf der  
Tagesordnung stand. Die Bezirksvertretungssitzung war (wie immer)  
öffentlich, allerdings ohne die Möglichkeit mitzudiskutieren. In der  
"Krone" riefen VP und FP auf, Gegner des "Punkerhauses" mögen sich  
dort einfinden.

Die geneigte Listenöffentlichkeit mag sich den Ablauf mühelos  
ausmalen, natürlich war ich ebenfalls vor Ort und habe mir jeden  
verdeckten agent provocateur der VP oder FP im Publikum vorgeknöpft.  
Dass sich die seitens der Rechten geschürten Bedenken in Luft  
aufgelöst haben, freut mich natürlich sehr - vor allem, wie schnell  
die Anrainer/innen "ihre" Punker/innen "adoptiert" haben:

http://wien.orf.at/stories/249478/

Der Konnex mit NetzNetz:

Ich habe seit Beginn der Jurydiskussion - übrigens als erster - für  
ÖFFENTLICHE JURYSITZUNGEN plädiert und dies auch bei letzten  
informellen Treffen im Cafe Drechsler eingebracht. Auf die Frage  
Saris, was denn genau unter "Öffentlichkeit" zu verstehen sei, bzw  
wie diese herstellbar sei, folgte ein lockeres Brainstorming und  
verschiedene Möglichkeiten wurden vorab wertungsfrei eingesammelt. Es  
bestand darüber Einigkeit, dass ein Maximum an Transparenz gewünscht  
ist, aber gezielten Störungen der Jurysitzung durch pressure groups  
vermieden werden müssen.

Daraus folgten verschiedene Gedankenexperimente, die auch ein  
Videostreaming der Sitzung (als Alternative zur verspiegelten  
Panzerglasscheibe) beinhalteten.

> aber das beste kommt noch:
>
> "Stefan findet Videostreaming (mit Weitwinkelobjektiv)  
> wÃŒnschenswert, und kann sich vorstellen, dass aufgrund der  
> Diskussionskultur bei NetzNetz eine "Theatersituation" sich negativ  
> auswirken wÃŒrde."

Wenn ich mir vorstelle, dass exakt diese überaus bescheidene  
Diskussionsqualität, die du hier seit Monaten an den Tag legst,  
Christoph - Stichwort: Verharmlosung des Nationalsozialismus gemäss  
Godwins Gesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz) -

> ja, es gibt für soetwas nicht einmal einen "ermächtigungsbeschluss"_

bei einer Jurysitzung Platz greift, oder sollte eine Jurysitzung  
durch pressure groups und Provokateure gezielt (!) gestört werden,  
dann halte ich den Vorschlag des Streamings als Notlösung schweren  
Herzens ebenfalls für gang- oder zumindest diskutierenswert, obwohl  
ich grundsätzlich ein Vertreter der öffentlichen Jurysitzung im  
Realraum bin.

Beste Grüsse,
Stefan



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