Solange ein Teil der Männer kan genierer hat sich per Ellbogentechnik 
nach oben durchzuboxen und alle anderen rauszukicken, halte ich das für 
absolut gerechtfertigt. Die bisherige Praxis von netznetz zeigt leider 
die Notwendigkeit dieser Maßnahme auf.

Ich sehe keinenb Grund als Mann mich mit Machos zu solidarisieren, auch 
wenn diese "links" sein wollen.

Es wird ja sowieso nur bei der Juryzusammensetzung gegendert und nicht 
bei der Geldvergabe. Es geht da auch darum, ein sichtbares Zeichen zu 
setzen, die alten patriachalen Zustände überwinden zu wollen.

Radikalfeminsimus hat mit rein formalistischen Gendermainstreaming 
sowieso wenig am Hut, weil das alleine die gesellschaftlichen 
Verhältnisse, insbesondere den Kapitalismus/Neoliberalismus, nicht 
überweindet und im Gegenteil sogar stabilisieren kann (in der EU ist 
Gendermainstreaming integrierter Bestandteil neoliberaler Politik um 
noch mehr aus den Menschen rauszuquetschen ...)

Das Argument mit der "Freiheit der Kunst" geht da ins Leere, denn dann 
müsstest Du fordern, dass es keine Jury gibt, genug Geld für alle da ist 
und alles gefördert wird, das wäre Freiheit der Kunst!

Kampf den Alpamännchens!

LG

Martin

Reini Urban schrieb:
> Am 15.01.08 schrieb Michael Zeltner:
>   
>> II) Juryvergabe (von Digitaler Kunst 2x 50.000 und Annual Convention
>> 1x 100.000):
>> Für die Teilnahme an der Jury gibt es zwei formale Kriterien:
>>
>> - Die Jurymitglieder dürfen in ihrer Amtsperiode nicht in dem
>> betreffenden Förderbereich einreichen.
>>
>> - Die Jury ist gegendert, d.h. sowohl von der Stadt als auch von den
>> Communities ist je eine Frau und ein Mann zu ernennen.
>>     
>
> Damit bleibt also die Stadt bei der unhaltbaren Einmischung von
> geschlechtlicher Gleichbehandlung in künstlerisch/kulturelle Belangen
> und setzt so die extremistische Form des Feminismus in der
> Staatsbürokratie - Gender Mainstreaming - und die Abkehr von der
> Isonomie, der Gleichbehandlung vor dem Gesetz fort.
>
> Das ist genauso lächerlich wie eine hypothetisch geforderte 50% Quote
> für Open Source Software bei förderungswürdigen Projekten (wie ich sie
> polemisch einmal angedacht habe, um den Missstand aufzuzeigen).
>
> Welche Frau möchte schon "Quotenfrau" genannt werden?
>   


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