On Sa, 5.04.2008, 21:07, Peter Kuhm wrote: > On Sat, 5 Apr 2008 16:23:17 +0200 (CEST) Stefan Lutschinger wrote: > >> ja, es ist richtig, dass die Entscheidungen der Trusteesitzung diesmal >> einstimmig und nach einer langen, qualitätsvollen und an Inhalten >> orientierten Diskussion im Konsens getroffen wurden. > > ich will das Trustee-Ergebnis nicht bekritteln, es ist eine schwere Rolle > aber ich stimme dem von c3o aufgeworfenen Punkt zu. > >> Es war unser Anliegen, fundierte Entscheidungen jenseits von >> Punktestand, >> Fraktionen und Bandbussen zu treffen, > > Vorsicht, "jenseits von Punktestand" ist nun mal der Waehlerwille; Echte > Mitbestimmmungsmoeglichkeit (und nicht nur ihr Anschein) ist ein Grund- > pfeiler von NN. Die Trusties sind als Korrektiv eingerichtet worden, nicht > als Jury.
Hallo Peter, zu Beginn der Sitzung haben die Trustees vereinbart, die folgende Vorgangweise zu wählen: jedes einstimmig beschlossene Einzelergebnis wird punktemässig von jedem der 5 Trustees durch sein Kontingent entsprechend aliquot bedeckt. Daher zur Präzisierung: es wurden natürlich sehr wohl Punkte vergeben, dies jedoch unter den angesprochenen Prämissen der gemeinsamen Entscheidung. Diese Vorgangsweise ist somit völlig regelkonform gewählt worden. Mit der Wendung "jenseits des Punktestands" habe ich nicht den Punktestand eines Projekts, sondern den Punktestand der Trustees gemeint. Die Trustees waren aufgefordert, "Schwerpunkte" und "Kriterien" anzugeben, sind damit zu einer direkten Wahl mit klaren Programmen gegeneinander angetreten und wurden zur Umsetzung dieser Schwerpunkte und Kriterien gewählt, zB http://netznetz.net/wiki/Bewerbung_Trustee_2008-1_Stefan_Lutschinger Ich kann in unserem gewählten Procedere daher keinerlei Einschränkung einer "echten Mitbestimmung" erkennen, sondern vielmehr die vorbildlichste Umsetzung derselben. >> damit wurde auch der bisherigen >> Praxis des "Tradens" von Punkten zwischen Trustees, welches - das könnte >> man an dieser Stelle auch näher diskutieren - im Grunde nicht anderes >> als >> eine Verschleierung der sog. bisherigen "Transparenz" darstellt, eine >> klare Absage erteilt. > > wenn ich genau sehe welcher Trustee sein Kontingent wo angelegt hat kann > man schwerlich von einer Verschleierung sprechen. Ich präzisiere den Begriff des "Tradens" - 2 oder mehrere Trustees sind durchaus in der Lage, Absprachen zu treffen ("förderst du 'mein' Projekt, fördere ich 'deines'") und es liegt - vorsichtig formuliert - nicht im Bereich des Unmöglichen, dass dies in der Vergangenheit auch genauso passiert ist. Abschliessend ein persönliches Wort: Dass "Einstimmigkeit" und "Konsens" angesichts unserer NN-internen Konflikttradition (für den einen oder die andere) nahezu als Provokation erscheinen mögen, ist ein dialektischer Treppenwitz dieses Prozesses und er mag durchaus im Sinne jener konstruktiven Kräfte gelegen haben, die diesmal bewusst Inhalte über Lagerdenken und solidarische Auseinandersetzung über eingefahrene Wahrnehmungsstereotype gestellt haben. Wo immer in der Vergangenheit destruktive Kräfte am Werk waren, die sich Prozess-Sabotage, Einschränkung oder gar Abschaffung von Mitbestimmungspotentialen dieses Fördertopfes auf die Fahnen geschrieben haben - in dieser Trusteeversammlung waren sie mit Sicherheit nicht vertreten. Herzlichen Gruss, Stefan _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
