Zitat von "Manfred Krejcik / Red. Netwatcher - Radio ORANGE 94.0" <[EMAIL PROTECTED]>:
> Hallo Zusammen! > ......................................... >> ps.: fehlt jetzt nur noch der vernichtende Kommentar zum Sonntag, bevor > wir trollend fer-gessen dass wir auf dem Boden der Tatsachen geblieben > sind ;-) na das haettest du dir sparen koennen - werter Krejcik. dass kommunikation nur mit paradoxa zu haben ist - so weit bist du wahrscheinlich noch nicht vorgedrungen. was in deiner sonntagsrede - die dem ueblichen vernueftelnden jargon folgt - unuebersehbar fehlt, ist der sachverhalt, dass eine unternehmung, die mit einer "invisibilisierung" (also: unsichtbarmachung) startet, mit diesem dilemma nur von einem in das naechste usw. geraten kann. ob mann oder frau - man muss schon ueber ein sehr eingeschraenktes kognitives vermoegen verfuegen, wen man die stadt wien als partner bezeichnet bzw. als solchen ´einer community´ verkaufen will - wer soll das schon glauben? damit wird das enorme gefaelle hinsichtlich komplexitaet und macht, entweder aus bloedheit oder bewusster irrefuehrung verschwiegen - bzw. zudem auch noch mit hilflosen mitteln verschwiegen. gerade heute, in der computergesellschaft mit all ihren relevanten und fuer die mehrheit unsichtbaren prozessen, hat vertrauen einen noch hoeheren stellenwert als je zuvor - wer sollten dem netznet-startteam monochrom & co aber schon glauben, wenn sie die stadt wien als partner propagieren (!) wo ist der kritische punkt: ein soziokulturelles segment - die jetzt so benannte netnet-community - sollte als pr-unternehmung fuer vorrangig parteipolitische belange herhalten. unter diesem aspekt ist das ganze allerdings ein flop geworden - und die partei ueberlegt jetzt angestrengt, wie sie das ganze wieder loswerden koennte. dass diese netznetz-sache - ´heruntergebrochen´ - nur interessant geworden ist, um an subventionskohle zu kommen, ist so gesehen folgerichtig. eine tatsaechliche community, die zwischen selbst- und fremreferenz unterscheidet, waere in dieser aktuellen situation ein starker verhandlungspartner(!!!) gegenueber der stadt wien. jetzt darf die sogenannte community aber wieder nur das machen, was man als ´untertan´ immer zu machen aufgefordert wird: frageboegen ausfuellen. das drama haelt weiter an. cheers, fer p.s.: deine sendung auf radio orange - werter Krejcik - ist uebrigens wie immer eine gute sache. uebrigens, radio orange will von mir wissen, warum ich keinen beitrag mehr bezahle. die antwort ist ganz einfach: was mir die klage von Grenzfurthner und Friesinger gekostet hat, wird dort eingspart, wo es sich nicht um kosten der subsistenz handelt. mein vorschlag: radio orange soll sich kuenftig, was meinen beitrag anlangt, die kohle von Grenzfurthner und Friesinger holen. > Als jemand der seit über 10 Jahre journalistisch in Sachen Datenschutz > u. Privacy aktiv ist und seit längerem aus beruflichen Gründen den > netznetz-prozess nur passiv begleitet. Hab auch ich mich gefragt wozu > soll diese Umfrage gut sein und wurde hier Form u. Inhalt gewahrt? > > Vorweg(ich spekuliere 1x vor mich hin) dürfte die Stadt Wien > Überlegungen anstellen genau wie vor 1 Jahr auch eine Evaluiuerung von > netznetz zu überlegen und danach Konseuquenzen für 2009 setzen. Welche > das sein könnten sind mir nicht überliefert. > > Die Quintessenz daraus ist, wer wenn nicht alle Validierten sind > gefordert auch ihre Rolle als kritischer Teil von Netznetz ihrer > Verantwortung Rechnung zu tragen. In dem sie sich an der > Weiterentwicklung von netznetz in Form einer Umfrage beteiligen. > > Was wir trennen müssen ist Form und Inhalt. > > Inhaltlich ist der Fragebogen sicher ein Weg um möglichst ein Bild davon > zu bekommen wie man alle Meinungen einfängt und sie so herunter bricht > damit man daraus Analysen und Schlüsse ableiten können um sie gegen über > der Stadt Wien zu vertreten. > > Eine Umfrage macht schon deshalb Sinn um sich nicht in der Argumentation > gegenüber der Stadt nicht auf eigene Spekulationen zu verlassen. Sondern > Argumente mit einer Umfrage untermauern kann. > > Kommen wir zur Form! > > Formal gesehen wäre eine Umfrage anonym wünschenswert. Da stimme ich der > Kritik an u. für sich zu. > > Warum? > > # Manipulationsvorwurf entziehen & Befangenheit > Dem Koordinationsteam kann man danach nicht vorwerfen sie hätten die > Möglichkeit den Ausgang einer Umfrage zu manipulieren können. > Anonym hätte auch den Vorteil, dass die einzelnen ausgefüllten > Fragebögen auch frei von einer Bewertung geprägt sind in Bezug auf die > Person. > > zb. ahh der oder die hat uns geschrieben, ja diese Meinung war zu > erwarten etc. > > # Vertrauensfrage > Leo hat aber sachlich dargelegt, dass der Weg über das Direkt-Mailing > unkomplizierter ist und unbürokratisch, diskret behandelt um schnell zu > einem Überblick zu bekommen. > > Jetzt haben wir hier eine Gretchenfrage vertrauen wir unserem > Koordinationsteam oder nicht? > > Das Koordinationsteam wurde von einem Teil der Validierten gewählt. > Ergebnisse müssten im netznetz-wiki nachzulesen sein. > > # Technikfolgenabschätzung > Die Frage für oder gegen den Einsatz von technikunterstützten > Umfragesystemen ist so alt wie die Frage wann wird es E-Voting geben > oder nicht. > > In meinen Sendungen die ich auf Radio Orange mache seit bald 5 Jahren > hab ich mit vielen Menschen zu tun gehabt die sich sehr lange Pro u. > Kontra mit diesem Thema auseinander setzen. > > Bevor ich jetzt hier eine Expertise hier darüber schreibe. Lade ich > einfach ein sich im Netz oder über Vorträge zu diesem Thema bzw. auch > unsere Sendungen über E-Voting anzuhören. > > Zusammenfassend möchte ich aber ich eine Sicht aus der Praxis u. dem > Endverbraucher fokusieren. > > Denn die Technikverliebtheit von Politikern, Wissenschaftern, Nerds u. > Informatikern führt ja oft dazu, dass man am Kunden vorbei designt. > > Dh. man muss kein grosser Wissenschaftler sein um herauszubekommen dass > es viele Menschen gibt die in Onlinesystemen mit Umfragen oder E-Voting > darin eine Barriere sehen. Ansonst würde ja E-Business über Internet > funktionieren u. die Einkaufszentren in Vösendorf oder sonst wo wären > gerade jetzt zu Weihnachten leer. > > Dh. eine E-Umfrage hätte nur den Vorteil von einigen wenigen die damit > kein Problem haben. > Das sammeln von Informationen birgt das Riskio von Sicherheit die wieder > extra Resourcen benötigt um vor Manipulation oder Cyberattaken gewappnet > zu sein. > > Übrig bleibt jener Rest welcher lieber eine Umfrage auf dem Blatt Papier > u. wie bei einer Wahl anonym dies in einem Briefumschlag lieber > vorziehen würde. > > # Beteiligungsgrad > Zum Schluss komme ich noch auf die Archillesverse von vielen > communitybasierenden, selbstverwalteten Systemen, NGOs usw. > > Die Erfahrung zeigt, dass egal ob bei Netznetz oder anders wo es einen > kleinen Teil gibt er aktiv arbeitet u. eine Mehrheit die sich > zurücklehnt u. Forderungen an den kleinen Aktiven teil stellt. > > Es ist ja eine traurige Tatsache, dass zu Jourfixen oder anderen Slots > wesentlich weniger sich daran beteiligen als dann bei einem > netznetz-sonntag im werkzeugH. > > Es ist einerseits eine Frage der Zufriedenheit wie hoch oder wie niedrig > es der kleine aktive Teil schafft die Mehrheit abzuholen. > > Je nach dem erfährt man dann Zustimmung oder Ablehnung. > > Leider gibt es auch den Effekt von Trollübermut von jenen die in einem > solchen Prozess wenig bis nichts aktiv beitragen aber auf alle Fragen > auch immer die richtigen Antworten wissen. Die kleine aktive Gruppe vom > dem Problem des Gruppenzwang steht. Wie geht man mit solch einer Kritik > richtig um. > > Die einen die aktiv arbeiten fühlen sich permanent unter negativen Druck > gesetzt und spüren keine Unterstützung die es aber braucht um sich gegen > über einem Dritten also in dem Fall die Stadt Wien durch zu setzen u. > die Interessen der anderen passiven Mehrheit zu vertreten. > > Auf dem Punkt gebracht ein Sch... job oder ein Flaschbierjob immer > zwischen 2 Stühlen zu sitzen u. von beiden Seiten aufgefressen zu werden. > > Die Stadt Wien gibt Druck weiter u. die passive Mehrheit. > Ok, der kleine aktive Teil hat sich freiwillig dazu entschlossen sich > für diesen Job zu engagieren. > > Nur ist das ganze wie ein gordischer Knoten für das Koordinationsteam, > weil egal wie immer man sich entscheidet. Man kann eigentlich nur > verlieren. Was wiederum den Frusttrationsgrad wieder potenziert. > > # Auswege? > Alternativen sehe ich derzeit nicht, wenn man sich für einen Fortbestand > von Netznetz interessiert. Vorallem als jemand der Validiert ist. > > Hat man Vorbehalte(pro oder kontra) gegen diesen Prozess u. ist > validiert. Dann könnte man ja diesen Fragebogen ausdrucken u. ihn anonym > schicken ans Koordinationsteam, verschlossen in einem Umschlag. > Wenn dies für alle und dem Koordinationsteam vorstellbar ist u. wenn > sichergestellt ist, dass die Zustellung auch ohne Rückschluss auf den > Absender möglich macht. > > # Meine Meinung dazu > Ja ich werde nach reiflicher Überlegung u. nach durchlesen von Pro u. > Kontra meinen Bogen ausfüllen u. andere die mich fragen sollten auch > dazu motivieren als Validierte sich an diesem Prozess zu beteiligen. > Egal ob sie pro oder kontra sind > > Zur Vertrauensfrage hab ich persönlich keine Bedenken gegenüber dem > Koordinationsteam meinen Fragebogen auch per Mail zu schicken. Da ich > mal wie bei einem Arzt von einer Schweigepflicht ausgehe u. in Sachen > Reputation u. Seriosität sich bisher in so einem schwierigen Jahr 2008 > nichts zu schulden kommen lassen haben. > > Befangenheit meiner Person? > Falls jemand auf die Idee käme mir diesen Vorwurf zu machen, weil ich > Anfang 2008 selbst Teil der Koordination war. > > Dem halte ich entgegen, dass ich mit niemanden verwandt oder > verschwägert bin. Dass ich alle Beteiligten über einen längeren Zeitraum > kenne als nur während der Koordination und daher auch vertrauen gefunden > habe, dass vielleicht gerade meine Meinung oder Daten nicht unter > Verschluss bleiben würden. > > ... und weil ich darauf vertraue, dass die Netznetz-Community selbst als > Korrektiv u. Kontrolle soweit agiert, sodass dem Koordinationsteam auch > nichts anderes übrig bleibt als korrekt u. transprarent soweit wie > möglich zu arbeiten. > > Denn wenn dieser Mechanismus in Zweifel ziehe, dann könnte ich genauso > gut in einer Demokratie die Frage nach Jusitz oder Polizei nach > Befangenheit fragen. > > Daher, JA ich werde diesen Bogen ausfüllen. > > Ein Nichtausfüllen ist so wie nicht zu einer Wahl zu gehen. > Denn das Schlimmste was uns passieren kann, dass ohne unserer Zustimmung > Netznetz abgedreht wird. > Alle die sich kritisch dazu äussern wollen u. Validiert sind. Gerade die > sollen sich in irgend einer Form daran beteiligen u. nicht nur laut > ihren Unmut kund tun. > > In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen Sonntag. > > ps.: fehlt jetzt nur noch der vernichtende Kommentar zum Sonntag, bevor > wir trollend fer-gessen dass wir auf dem Boden der Tatsachen geblieben > sind ;-) > > lg. Manfred > > > Findeisen Andreas Leo schrieb: > > > > Hallo Constantin > > > > > > >> ... dass diese Umfrage von den KoordinatorInnen in nicht anonymisierter > > >> Form gemacht wird, finde ich schlichtwegs unfassbar. > > > > >ich finde auch dass das nicht besonders schick gemacht wurde; > > > > >vllt solltet ihr sowas einrichten: http://www.limesurvey.org/ > > > > Nun, online-surveys hätten bedeutet, dass wir allen 417 Leuten > > einen User / pw hätten generieren müssen, und dann wären auch > > noch die Daten außerhalb unserer Kontrolle gelagert. > > Das hätte unserer Ansicht nach 1. uns überfordert, 2. viele > > Validierte vom Feedback abgehalten. > > > > Bei unserer Methode schauts etwas rough aus, wir können so aber > > unsere eigene NetzNetz-Infrastruktur, - technisch wie > > demokratiepolitisch -, > > nutzen. > > > > Bitte hab also mit der Form der Umfrage etwas Nachsehen und konzentriere > > dich mit uns und allen, denen am Erhalt der Reste von > > Selbstverwaltung und Mitbestimmung in Wien etwas gelegen ist, > > auf die Inhalte, die es nun bis Sonntag um > > Mitternacht zu entscheiden gilt. > > > > Die Uhr tickt. > > > > LG zurück > > Leo > > > > 4 > > [EMAIL PROTECTED] > > > > > > > > > > > > > > > > >lg, > > >constantin > > _______________________________________________ > > netznetz.net mailing list > > [email protected] > > http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste > > > > ------------------------------------------------------------------------ > > > > _______________________________________________ > > netznetz.net mailing list > > [email protected] > > http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste > > _______________________________________________ > netznetz.net mailing list > [email protected] > http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste > _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
