Guten Morgen,

On 29.11.2016 07:29, Thomas Güttler wrote:
> Am 10.11.2016 um 07:31 schrieb Thomas Güttler:
>> Hallo,
>>
>> durch einen Hinweis von Thomas Schmidt (xmmp vs E-Mail) kam mir die Frage 
>> auf:
>>
>>    Warum nicht E-Mail?
>>
>> Vorteil: Noch weiter verbreitet als WhatsApp, Facebook, ...
>>
>> Den meisten aus dieser Liste wird vermutlich SECURITY durch den Kopf blitzen.
>>
>> Aber ich denke, dass ist nicht das Problem.
>>
>> Die Usability ist nicht gegeben.
>>
>> Das Thema Security ist nur für uns IT-verliebe Krümelkacker das Problem.
>>
>> Für die Masse liegt das Problem wo anders....
>>
>> Die Frage ist, warum Otto-Normal-Verbraucher lieber WhatsApp
>> anstatt E-Mail nutzt?
>>
>> Bitte, Impulskontrolle: Wer jetzt doch wieder mit dem Thema
>> Security anfängt bekommt die Schulnote 6 wegen Themaverfehlung :-)
>>
>> Gruß,
>>   Thomas
>>
>
> Respekt: Es hat niemand vom Thema Security gekasselt. Super!
>
> Eine Antwort auf die Frage warum Otto-Normal-Verbraucher lieber WhatsApp
> anstatt E-Mail nutzt, habe ich immer noch nicht.
>
> Mir fällt es auch schwer das zu formulieren. Jeder Versuch scheitert,
> bzw ist einfach nur nebulös, unkonkret bzw oberflächlich.
>
> Gruß,
>   Thomas
>
>

Von dem was ich im weniger IT-affinen Teil meines Bekanntenkreises sehe,
scheint das vor allem daran liegen:

* automatische Einrichtung und Vernetzung über Telefonnummer die sowieso
jeder hat -> geringe Einstiegshürde
* kostenloses mobiles Versenden und Empfangen von Bildern / Texten ->
günstige und leistungsfähigere Alternative zu MMS (nutzt das überhaupt
noch jemand?)
* Möglichkeit von Gruppenchats
* Verbreitung

Für E-Mail muss man zusätzlich zur Telefonnummer noch die E-Mail-Adresse
haben. Das Versenden eines Fotos über die gängigen Clients (K9-Mail
etc.) dauert dann gefühlt auch noch mind. zwei Klicks länger.

Ich bin neulich wieder überrascht gewesen, wie verbreitet Whatsapp
inzwischen auch im professionellen Bereich (Bauwesen) ist. Wenn man ein
Foto von einem Muster per E-Mail anfragt, kommt die Antwort nach
mehreren Nachfragen ein paar Tage später. Die selbe Frage per Whatsapp
innerhalb weniger Minuten.

Fazit: es scheint vor allem an der Benutzerfreundlichkeit (Usability) zu
liegen. WhatsApp ist ja eigentlich auch nur XMMP/Jabber im Backend, der
Mehrwert kommt von der App (die perfekt und mit vendor-lock an das
Backend angebunden ist). Die "Innovation" besteht darin, dem Benutzer
das Anlegen eines Benutzerkontos zu ersparen, indem eines benutzt wird,
das weltweit eindeutig ist und das er schon hat: seine Telefonnummer.

Viele Grüße,
Matthias

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