Am 14.10.2013 23:39, schrieb prauscher:
Ich bitte also darum, dass mir endlich mal jemand erklärt, wo exakt das
Problem verortet ist; einerseits in der Sympthomatik, andererseits auch
in den Ursachen.

Symptom und Ursache sind hier das gleiche, je nachdem von welcher Richtung du 
anfängst zu lesen: Die unterdurchschnittliche Vertretung von Frauen* in den 
Gremien der JuPis ist bedingt (unter anderem) durch die unterdurchschnittliche 
Vertretung von Frauen* im Verein (und eben umgekehrt).
Und genau das sehe ich anders.

Ich unterstelle, dass der Anteil der von Frauen besetzten Vorstandsposten mindestens so hoch ist, wie der von Frauen unter den Mitgliedern. Ich vermute, dass er höher ist.

Dies als Prämisse unterstelle ich, dass sich dieses Verhältnis insoweit halten wird, als dass es sich in etwa bei anteiliger Besetzung einpendeln wird, wenn sich die Mitgliederverteilung auf ein 50/50-Verhältnis verschiebt. Was natürlich wünschenswert wäre.

Da wir meines Wissens nach in der Mitgliederdatenbank das Geschlecht nicht erheben, würde ich einfach mal das folgende Experiment vorschlagen, um eine Datenbasis zu schaffen:

Bei der nächsten BMV wird bei der Akkreditierung das Geschlecht (in getrennter Liste, also nicht zur jeweiligen Person zugeordnet) erfasst. Diese Verteilung wird schließlich mit dem Wahlergebnis abgeglichen. Dann sehen wir, wie das Verhältnis "Frauen unter den Wählern" zu "Frauen auf Vorstandsposten" ist und reden dann weiter, ob und welche Maßnahmen zur Verbesserung getroffen werden sollen.


Völlig davon abgesehen: Die Quote als Wegbereiter für ein Lockmittel sagt mir nicht zu. Ich habe den Eindruck, die Quote soll hier als Mittel eingesetzt werden, um einen möglichst großen Frauenanteil im Vorstand zu installieren, um dann gezielt mit dieser Zahl weitere Frauen anzuwerben, Mitglied zu werden, um damit eine annähernd paritätische Verteilung der (biologischen) Geschlechter zu erreichen.

Ganz unabhängig davon, dass Ich absolut ein Problem damit habe, auf jemanden hinzuweisen und als unterscheidendes Merkmal das Geschlecht zu nennen ("Guck mal! Die Chiara, die is im Vorstand und die is ne Frau!!1elf!") – ich halte das in meinem Unverstand für sexistisch – kommt mir das einerseits in die Richtung einer Täuschung, zweitens wird hier zu Gunsten einer Seite die andere Seite zumindest zwischenzeitlich mit Methoden bedacht, die eigentlich für beide Seiten überwunden werden soll(t)en.

Und nun: Auftritt Urbach.

JM2C
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