Hallo rohrpostler,

spätestens seitdem die Kernschmelze in Japan offiziell ist, müssen wir uns fragen, ob Deutschlands Reaktion auf die Nuklearkatastrophe lediglich eine innenpolitische sein kann.

Ich habe dazu einen polemischen Artikel verfasst, der die Widersprüche unserer Zeit verarbeitet:

"Während die Nuklearkatastrophe von ausländischen Beobachtern neuerdings auf eine Stufe mit Tschernobyl gestellt wird, engagiert sich die so genannte Weltgemeinschaft in Libyen. Die UNO könnte zu ihrer Entlastung sagen: “Aber Japan hat uns nicht um Hilfe gerufen. Im Gegenteil: Unsere Hinweise, etwa die Evakuierungszone deutlich zu vergrößern, wurden nicht angenommen, mit der Anmerkung, jedes Land habe seine eigenen Standards.” Doch man muss sich ernsthaft fragen: Dürfen wir, darf die Weltgemeinschaft, das gelten lassen? Darf sie mehr oder weniger erbeten in Libyen intervenieren und im Falle Japans mehr oder weniger erbetenermaßen einfach zusehen, wie sich zahlreiche Menschen, vermutlich Millionen, in die nukleare Katastrophe hineinmanövrieren?"

Hier zum vollständigen Artikel / Diskussion:

http://berlinergazette.de/schicksalsgemeinschaft-japan-weltgemeinschaft-nukleare-katastrophe/

In diesem Zusammenhang ein must read: Arthur P. Schmidt, Riskmanager, über Ist-Zustand, GAU-Szenario und Lösungsvorschläge:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34432/1.html

Viele Grüße,

Krystian

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