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Moin

Und meint ihr nicht auch, dass Exemplar besser klingt als Instanz? Ich kenne zwar den wiki-Artikel, finde aber trotzdem Exemplar anschaulicher.
http://de.wikipedia.org/wiki/Instanz_%28Informatik%29

"Lebendes Objekt" fünde ich anschaulicher, im Gegensatz zu einer Klasse, welche ja nur den Plan eines Objektes und seiner Methoden/ Kommunikationspfade repräsentiert. Der Begriff Instanz sollte nie verändert werden. Ich schreibe immer "lebendes Objekt" (also, was Speicher und CPU-Zeit verbraucht, reagieren kann) daneben hinzu.

Hmm ... saubere Fachsprache ist sicherlich wichtig, aber es soll ja gerade Neueinsteigern verständlich sein. Sonst könnte man sich auch die deutsche Übersetzung des Images sparen, da Englisch ohnehin international und auf Konferenzen in Gebrauch ist und von Fachleuten verstanden wird. Manchmal ist das ziemlich lustig und manchmal nur bitter. Wenn ich an die ein oder andere Session der Linux Audio Conference denke...

Andererseits ist Englisch fester Bestandteil des Schulunterrichts. Sollen sie doch das Original lesen :)

Ich jedenfalls muss bei Exemplar immer an Gattung denken. Gattung ist in meinem "semantic web" nicht weit entfernt von Klasse. Instanz dagegen assoziiere ich doch eher mit der deutschen Gerichtsbarkeit.

Wer ist also die Zielgruppe für die Übersetzung? Informatikstudenten oder junge Heranwachsende? Eigentlich sind nur die Kapitel 12 und vielleicht 7
schwerer zu vermitteln. Aber ich bin kein Pädagoge.

Verständlichkeit ist wichtiger als Fachsprache, solange es trotzdem den Kern trifft. Die Geschichte vom Klapperstorch dagegen beschreibt zwar auch einen
Vorgang, trifft den Kern aber - nun - nicht ganz :)

Es kann durchaus sinnvoll sein, "lebendes Objekt", "Exemplar" und "Instanz" zusammen in einem Absatz zu nennen und später im Text synonym zu benutzen.

Zu Guidos Brandrede hab ich auch noch ein paar Punkte. Es wäre sicherlich schön, wenn man die Anstrengungen bündeln bzw. fokussieren könnte. Es gibt leider generell zu wenig Smalltalker in Deutschland (ich bin ja auch keiner). Und die, die es gibt, müssen vermutlich ebenso 40 Stunden pro Woche ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich bin wie gesagt kein Fachmann. Was ich aber beobachte ist folgendes: Sobald eine gute Dokumentation vorhanden ist, finden sich weitere Bastler und Anwender. Mit dem SBE- Buch hat Squeak einen gewaltigen Schritt nach vorn getan.
(Das Buch sollte man beim Verein bestellen können)

Das "One Click Seaside"-Paket war der nächste Schritt. Ich persönlich sehe für Squeak nur zusammen mit Croquet den Durchbruch schaffen.
Wenn das gelingt, wird auch Smalltalk wieder populär.
Die c't berichtet (auch in der aktuellen Ausgabe) fleissig. Man darf also hoffen.

Am schwierigsten ist wohl dem Einsteiger zu vermitteln, dass man nicht panisch reagieren muss, sobald sich das Debuggerfenster öffnet.

Ich bin immer noch begeistert von Squeak und jeder Nutzer, der in den letzten Jahren mit Standardsoftware unter Windows zu tun hatte, ist sowieso abgebrüht genug. Wichtig ist, dass auch die Bugs dokumentiert werden und Workarounds bereitgestellt werden. Fixes fliessen dann ins nächste Release. Die ganze Hotline-Industrie lebt davon, dass der Anwender diese Lektion gelernt hat :) Obwohl ... Konsolenspiele laufen ziemlich stabil. Es geht also auch anders.

Ich bewundere Damien Cassou für seine Anstrengungen. Das macht eine Menge Arbeit.

Aehm ... hat jemand Lust etwas (Kapitel 13??) über FFI zu schreiben. Das wäre momentan für mich sehr hilfreich.

Genug geschwafelt
Enno
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