Hallo, On 12/28/11 11:43, Felix Hartmann wrote:
mtb:scale stellt jedoch eindeutig nur die Eingung, nicht aber die rechtliche Situation dar. Evtl sollte ich dies nochmal auf mtb:scale im Wiki reinschreiben, weil wir dies eindeutig beim Proposal so festgelegt haben. Die rechtliche Situation eines Weges hat ja nun einmal nichts mit der Eignung zu tun, und beides kann sich unabhängig voneinander ändern. Im deutschen mtb:scale Wiki Artikel ist dies besser beschrieben "für MTB Strecken sowie Wege die zum mtbiken geeignet sind".
Ich kenne mich mit den einschlaegigen Kartendarstellungen nicht aus; Deine Karte ist doch die am meisten von Mountainbikern verwendete.
Besteht denn die Gefahr, dass ein unbedarfter User Deiner Karte bei Vorhandensein von, sagen wir, mtb:scale=5 irrtuemlich den Eindruck bekommt, hier sei eine Strecke, auf der das Fahren erlaubt sei?
Mir scheint, dass wir hier eine Situation haben, wo die Nutzung eines Mountainbikes zumindest von der oertlichen Behoerde nicht geduldet wird (schreibst Du selbst). Ob die Behoerde dazu "den Umweg ueber Besitzstoerungsanzeigen" geht, waere mir als Mountainbiker ziemlich egal. Wenn ich als Mountainbiker auf einer Mountainbike-Karte einen Weg speziell markiert vorfinde, dann gehe ich eigentlich davon aus, dass ich *nicht* von Mitarbeitern des Forstamts angezeigt werde, wenn ich diesen Weg benutze.
Mal unabhaengig davon, ob Herr_P einen "Hass hat", denn das spielt hier keine Rolle: Koennte ich auch als begeisterter Mountainbiker eventuell hier zwischen die politischen Fronten geraten - auf der einen Seite die Karte, die mir suggeriert, das Fahren sei hier ok, auf der anderen Seite die freundlichen Mitarbeiter des Forstamts und die Wanderer, die mir hinterherrufen, weil sie die "Grauzone" anders beurteilen als ich?
Ist das denn eine wuenschenswerte Situation - stelle ich mir als Mountainbiker so meinen Urlaub vor? (Koennte eventuell sogar ein angepisster Mountainbiker nach einer Fahrt auf der Rax und anschliessender Verwarnung durch das Forstamt den Wunsch hegen, diese Tags zu entfernen, weil sie ihn verleitet haben, dort zu fahren?)
Was ich sagen will: Wir sollten versuchen, die Realitaet abzubilden. Wenn es ein Tag gibt, mit dem rein die Beschaffenheit des Weges unabhaengig von jeder rechtlichen Lage beschrieben wird, dann darf man das natuerlich ueberall setzen, egal, wie die Rechtslage ist. Aber Vorsicht - dieses Tag kann dann auch an eine Autobahn gesetzt werden oder an andere explizit fuer Mountainbiker verbotene Wege, und es zu loeschen "damit der Weg auf der Karte nicht markiert wird" waere dann Vandalismus. Eine MTB-Karte muesste zusaetzlich zu diesem Wegbeschaffenheits-Tag einen anderen Tag fuer die rechtliche Situation auswerten, und so, wie es mir scheint, braucht es hier mehr als "yes" und "no" ;)
Das ist ein bisschen eine bloede Situation, denn was auf der MTB-Karte wie erscheint, ist natuerlich Deine (Felix's) eigene Entscheidung, und fuer den Rest von uns gilt, dass wir nicht fuer den Renderer taggen.
Dennoch waere allen gedient, wenn dem Nutzer der Karte *nicht* suggeriert wird, man koennte hier problemlos fahren, denn das kann man ja offenbar nicht. Herr_P wollte das durch Loeschung der Tags erreichen; das war wohl nicht der beste Weg. Wie koennte man diese Wege denn taggen, so dass einem Mountainbiker anhand der Karte klar ist, dass er hier zwar fahren kann, aber mit Aerger rechnen muss - anders als auf anderen Wegen, die vielleicht sogar extra fuer Mountainbiker gemacht sind?
Bye Frederik _______________________________________________ Talk-at mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-at
