Hallo,

On 03/02/2012 12:45 PM, Friedrich Volkmann wrote:
ich lasse mir ja einreden eine Regel, dass das name-Tag gelöscht wird,
wenn soundsoviel % des Wertes und eine bestimmte Mindestlänge identisch
ist.

Hab ich auch schon drueber nachgedacht, seh ich aber nicht. Zum Beispiel ist die Aenderung "Bachstr." -> "Bachstraße" 1 Zeichen geandert und 2 hinzugefeugt; die sehr viel schwerwiegendere Aenderung "Bachstraße" -> "Talstraße" ist auch nur 2 Zeichen geandert und 1 geloescht.

Und wie Du in einem anderen Beitrag richtig geschrieben hast, sollten wir wohl kaum irgendwelche Spezialregeln fuer spezielle deutsche Worte einbauen.

Ich habe den Eindruck, dass Du diese Vorschlaege, die von Dir hier kommen, der LWG wegen Unausgegorenheit links und rechts um die Ohren hauen wuerdest, wenn sie von dort kaemen ;)

Fakt ist, dass nicht *jede* Aenderung an einem Namen den Beitrag des vorigen Mappers ausloescht, selbst wenn *manche* Aenderungen an einem Namen dies vielleicht tun. Wenn wir einen guten Automatismus faenden, der diese Faelle wenigstens grob auseinanderhaelt, koennten wir den eventuell einsetzen.

Mein Bauchgefuehl ist, dass es wesentlich haeufiger vorkommt, dass man einen Namen leicht verbessert, als dass an einen existierenden Namen komplett durch einen selbst ermittelten ersetzt. Wenn Du hier davon sprichst, dass "deine Arbeit vernichtet" wird, dann scheint das bei Dir ja anders zu sein. Oder denkst Du an ein anderes als das Name-Tag?

Dass ich odbl=clean behutsam einsetze, weiß ich. Ich weiß aber nicht,
wie behutsam andere es einsetzen. Laut deinem vorigen Mail (»dass bei
einer zu grossflaechigen missbraeuchlichen Verwendung von odbl=clean
durch zu viele Mapper irgendjemand sagt "lieber ignorieren wir
odbl=clean komplett«) bin ich aber davon abhängig, was andere tun.

Ja, schon, aber das sind wir doch hier bei OSM staendig alle. Wenn sich heute rausstellt, dass vor 2 Jahren jemand halb Wien von Google abgemalt hat, muss das auch alles raus und es gibt grosses Geheule. In so einem Projekt wie unserem kann man staendig ohne eigenes Verschulden auf die Nase fallen. Aber man kann auch selbst durch gutes Vorbild einen Teil dazu leisten, diese Gefahr zu verringern und ein Klima zu schaffen, in dem andere genauso sorgfaeltig arbeiten wie man selbst.

Die LWG entscheidet
das in letzter Instanz auch gar nicht: Selbst wenn die sagen "jopp, wir
behalten alles mit odbl=clean" und zwei Wochen spaeter kommt ein Ablehner
und schreit, weil Du seine Daten faelschlicherweise als "clean" markiert
hat, dann kommen die Daten raus, egal, was die LWG vorher gesagt hat.

Was ist, wenn er zu unrecht schreit?

Das kann man dann ja in Ruhe untersuchen. Die OSMF ist durchaus auch der Ansicht, dass - um nur ein Beispiel zu nennen - automatische oder mechanische Edits, bei denen jemand z.B. in JOSM in ganz Wien alle Objekte mit Tag A gesucht hat und das durch Tag B ersetzt hat, kein Urheberrecht einbringen. Wenn Du sowas mit odbl=clean markieren wuerdest und derjenige nachher schreit, wuerde die OSMF zu dem sagen, dass er mal darlegen soll, wieso er glaubt, ein Urheberrecht an dem betr. Objekt zu haben.

Die OSMF hat schon das Interesse, so wenig wie moeglich zu loeschen. Zugleich muss sie aber sicherstellen, dass man ihr nachher nicht vorwerfen kann, sie habe fahrlaessig gehandelt, indem sie (nur ein Beispiel) nicht mit der Wimper gezuckt hat, als User X 65.000 Objekte mit odbl=clean getaggt hat oder so. Die Algorithmen, die wir beim Lizenzwechsel einsetzen, muessen nicht 100% korrekt sein; wenn sie in den allermeisten Faellen das richtige tun, ist der Sorgfaltspflicht genuege getan.

Bye
Frederik

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