On 26.06.2012 11:56, Stefan Kopetzky wrote:
Was "richtig" ist hängt vom Bezugssystem ab... ZB: Wäre das Bezugssystem die Flächenausdehnungen, dann wärs richtig "richtig", wenn die Straße (und Strassengraben, Gebüsch am Waldrand und Gras am Feldrand) als Flächen erfasst wären.
Und wenn eine Forststraße oder ein Trampelpfad durch den Wald geht, sollen diese dann ebenfalls als eigene Flächen erfasst und vom Wald ausgenommen werden?
Ich finde es nicht richtig, wenn ein Wald nur auf die Bäume bzw. deren Grundriss reduziert wird. Ein Wald besteht aus Bäumen, Sträuchern, Kräutern, Moosen, Algen, Pilzen, Tieren, Boden, Jagdhütten, Hochständen, Futterplätzen und eben auch Straßen und Wegen. Eigentlich sind sogar die Lichtungen Teil des Waldes. So sieht das auch das Wiki ("überwiegende Flächennutzung").
Ist es geschichtet sind drunter die landuses und drübergelegt Wege(-vektoren). Da würde der Weg entweder durch den Wald gehen oder knapp daneben vorbei...
In OSM gibt es keine logische Schichtung, nur eine physische. Das ist ein Stolperstein für alle OSM-Anfänger, die Erfahrung mit Grafikprogrammen haben und deshalb layer=* so verwenden wie von dort gewohnt.
Landuses liegen in der selben physischen Ebene wie die Straßen. Schwieriger finde ich es, wenn wirklich verschiedene physische Ebenen zusammenkommen. Z.B. verläuft auf weiten Strecken der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung deckungsgleich darüber ein Track. Teilweise waren die Tags für beides auf den selben Way gesetzt. Keine Frage, das gehört getrennt. Dabei reicht es nicht, den Way nachzuziehen, also die Nodes mitzubenutzen. Denn das würde bedeuten, dass Wasserleitung und Track einander an jedem Node treffen. Stattdessen muss man für den zweiten Way eigene Nodes anlegen, am besten deckungsgleich mit den bestehenden Nodes, weil ja auch die Ways deckungsgleich sind. Und streng genommen müsste man nicht nur auf die Wasserleitung, sonden auch auf ihre Nodes layer=-1 setzen. Außer bei Brücken (Aquädukten) - da kriegt die Wasserleitung layer=1 und der track layer=2. Das ist ein Sprung um 2 Layers, während Ways an Brücken sonst nur um 1 Layer höher sind. Das ist sogar für erfahrene Mapper schwer zu verstehen.
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