On 25.07.2017 19:05, Borut Maricic wrote:
http://umleoben.borut.eu/osm/jagdhuette.jpg

Man kann ruhig davon ausgehen, dass sie auch heute sehr wohl
für die Jagdzwecke verwendet wird. Das Vordach und das
Gebäude selbst stehen unter demselben Dach. Alle Türe und
Fenster sind gesperrt. Man kann aber das Vordach frei
benutzen (auf jeden Fall wenn keiner da ist - survey) und
das hilft sehr, um nach einem steilem Aufstieg wieder "zu
sich zu kommen".

Welches Vordach? Die Stelle links unter der Stiege oder die Stelle rechts mit der Bank? Die sind doch beide nicht mehr als 1m überdeckt! So was willst du doch nicht ernsthaft als Shelter taggen? Da müssten wir in Wien hunderttausende Shelters mappen, denn 1m Überstand hat so gut wie jedes Haus irgendwo.

Wenn es dir um die Bank geht, dafür gibt es amenity=bench + covered=yes. Dass die Bank außerhalb vom Gebäude, aber innerhalb vom Gebäudegrundriss liegt, ist ein Micromapping- bzw. Generalisierungsproblem. Das selbe Problem hast du mit der Tür rechts von der Bank. Wenn du die als entrance=* mappen willst, sollte sie auf dem Gebäudeumriss liegen, weil der Bezug sonst unklar ist (könnte ja auch ein Eingang in ein Zimmer etc. sein).

Wenn man so was genau mappen will, muss man Erd- und Dachgeschoß jeweils als building:part zeichnen. Dann haben Anwendungen zumindest theoretisch die Chance, zu erkennen, dass die Bank und der Eingang von außen zugänglich sind. Aber dass entrance=main der Haupteingang ins Gebäude und nicht nur in den Gebäudeteil ist, das können Anwendungen trotzdem nicht erkennen. Dafür bräuchte man eine Relation.

Ich würde das nicht so kompliziert machen, erstens weil kein Renderer das alles auswertet und zweitens weil sowieso niemand in einer Karte so nah ranzoomt. Ich würde daher "schummeln" (generalisieren), indem ich die Bank und die Tür nach außen rücke. Normalerweise ist Generalisierung eher eine Renderer- und keine Mappingaufgabe, aber im konkreten Fall funktioniert die Generalisierung halt nur beim Mapping.

Was hält ihr von der folgenden Kombination:

building=cabin
building:use=hunting
access=private
amenity=shelter
shelter:access=permissive
shelter_type=weather_shelter

(wobei laut wiki shelter_type=weather_shelter eh angenommen
wird, wenn shelter_type fehlt).

Oder wäre es wirklich besser das Vordach separat zu zeichnen
und dann diesem Objekt die shelter-bezogene Eigenschaften zu
geben + building=roof? Wäre das nicht schon zu viel
Micromapping? In der Wirklichkeit gibt es keine zwei Dächer
- oberhalb vom Vordach ist eigentlich eine Ecke des
Schlafzimmers im Dachgeschoss.

Ich bin wie gesagt der Meinung, dass die Stelle mit der Bank kein Shelter ist. Würde man sie trotzdem als Shelter mappen, dann als separates Objekt. Dann kannst du einfach access=* statt shelter:access=* verwenden. (shelter:access würde sowieso nie jemand auswerten.) Im konkreten Fall hat der Shelter kein eigenes Dach, daher kein building=roof. Das bringt uns wieder zu dem Thema, dass es sich nur um eine Sitzbank handelt...

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Friedrich K. Volkmann       http://www.volki.at/
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