Am 24.06.2013 02:07, schrieb Stefan Keller: > Die name-Tags sind dazu da, das zu erfassen, was Mapper sehen und > Renderer ohne weitere Angaben darstellen können. > Deren Values sollten daher nicht verschoben sondern ggf. kopiert > werden (z.B. nach name:de=München). > Vgl. auch meine Ausführungen zu Endonyme und Exonymen oben.
Und wozu führt das dann? Dass niemand z.B. in Deutschland name:de nutzt, weil „Was sollen wir denn mit name:de, wir können auch name nutzen“. Und das führt eben genau zu dem jetzigen Chaos mit name. Wieso soll man das unbedingt in einen Tag quetschen? Die Schilder haben nun einmal mehrere Sprachen, die auch für jeden sichtbar trennbar sind. Das ist ja nur auf einem Schild, weil es in der Realität eben keine Trennung in name:xx gibt. Wenn ich in Brüssel ein Straßenschild namens „Quai de Mariemont/Mariemontkaai“ habe, wieso soll ich das in den name-Tag tun? Was genau bringt es mir? 1. Ein französischsprachiger Brüsseler will eh nur „Quai de Mariemont“ sehen. 2. Ein holländischsprachiger Brüsseler will „Mariemontkaai“ sehen. Dass Renderer es nicht können, ist keine Argumentation. Dann müssen die Renderer es eben können. Ein bisschen Feuer am Hintern hat noch niemandem geschadet ;) Ein einziger name-Tag führt halt unweigerlich zu Streitigkeiten in mehrsprachigen Gebieten. Wenn es nur name:xx gibt, wird niemand bevorteiligt. Bei Wikipedia gibt es doch auch nur verschiedene Sprachversionen, aber keine allgemeine. Im Übrigen finde ich, dass die Argumentation mit Begriffen wie „Endonym“ und „Exonym“ das Problem nur verkompliziert. Da halten sich wieder manche Leute wie doof an so einem Kunstwort auf und versuchen, die Diskussion mit Pseudo-Sachlichkeit zu unterfüttern, ersticken aber im Grunde jede Diskussion damit. Und man könnte im Übrigen ja einen Stichtag machen: 1. Ab Tag x zeigen die Webseiten nur noch name:xx an. 2. Bis dahin müssen alle name-Tags kopiert werden und auch überarbeitet. 3. An dem Tag werden rigoros alle name-Tags gelöscht 4. JOSM erlaubt ab dem Zeitpunkt auch keine Erstellung von name-Tags mehr, vorher gibt JOSM eine Warnung aus, wenn kein name:xx-Tag vorhanden ist. Aber besonders Punkt Zwei benötigt, wie ich immer predige, eine tabellarische Auflistung aller Punkte mit ihren name-Tags. Es muss also möglich sein, alle Punkte/Flächen einer Stadt, welche einen Namen haben, gleichzeitig anzuzeigen, so dass a) man schnell erkennen kann, welche Punkte noch keinen name:xx haben, b) man sehen kann, wo möglicherweise etwas falsch kopiert wurde c) viele Tags auf einmal bearbeitet werden können: Nicht immer ein Objekt anklicken, Doppelklick auf jede einzelne Eigenschaft, tippen, auf OK drücken, nächstes Objekt suchen... Ich möchte nur mal jedem raten, der nicht glaubt, wie sinnvoll eine tabellarische Übersicht ist, mal in einem Stadtteil jedem Gebäude einen zusätzlichen name-Tag zu geben. Viel Spaß. Am 24.06.2013 09:03, schrieb Jo: > Wenn sowas einmal akzeptiert werden kann, ist est nur noch einen kleinen > Schritt um weitere Redundanz zu eliminieren: > > name:nl=Berlijn > name:de=Berlin > name:fr=de > name:en=de > name:hu=de > name:pl=de > name:sv=de > name:tr=de > name=de Das finde ich zu kompliziert. Der Speicherplatz wird ja wohl kaum das Problem sein, und nur bei ganz wenigen Nodes gibt es zig Sprachen. In den meisten Fällen wird es sowieso nur einen name:xx-geben (in Deutschland z.B.), zwei-drei (Belgien, Schweiz) oder oft auch mit Transkription. Nur Großstädte wie Berlin o.ä. haben viele internationale Namen, aber es gibt ja keinen Sinn, eine Bahnhofstraße zu übersetzen. Das wäre ja auch gar nicht praktikabel. Von daher wäre folgendes am besten: Es wäre allerdings notwendig, für die meisten Ländern eine Fallback-Sprache zu definieren: Wenn in Deutschland kein name:fr vorhanden ist, gehe auf name:de zurück. Das ist natürlich dann nur in zweisprachigen Gebieten ein Problem, aber selbst da kann man ja notfalls noch computergeneriert den jetzigen name-Tag simulieren. Das obige Beispiel sollte dann z.B. so aussehen: name:nl=Berlijn name:de=Berlin (Standard in Deutschland) name:fr=nicht vorhanden name:en=nicht vorhanden name:hu=nicht vorhanden name:pl=nicht vorhanden name:sv=nicht vorhanden name:tr=nicht vorhanden name=nicht vorhanden Und der Renderer greift dann bei einer englischen Kartendarstellung automatisch auf name:de zurück. Weiterhin wäre für nicht-lateinischsprachige Gebiete eine spezieller Tag für Umschriften notwendig. In vielen Fällen macht das im Moment der name:en-Tag, aber das finde ich relativ schlecht, da es eben kein Englisch ist. Beispiel, was besser wäre: name:ja=札幌 name:ja-romanization=Sapporo. Hier wäre eine Eingabe der Umschrift in name:en falsch, da es eben kein Englisch ist (Was auch dazu führt, dass ein Deutscher dann für sich auch wieder ein name:de haben möchte... usw). Für westlichsprachige Benutzer sollte nun ja-romanization (oder ähnlich) dargestellt werden. Chinesischsprachige Nutzer wollen allerdings eher name:ja sehen. Das heißt dann natürlich nicht, dass bei anderen Sprachen das nicht auch noch verändert werden könnte, falls notwendig: name:ko=삿포로 Aber das ganze müsste man dann natürlich für jedes Land mal individuell vorbereiten, auch mit Hilfe der Landes-Mailinglisten. Darum sollte sich dann mal ein größer angelegtes Projekt kümmern und eine vernünftige Vorlage vorbereiten. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

